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Mit Aufruf zu Toleranz

Sebastian Vettel beendet Profikarriere

Der vierfache Weltmeister hört nach dieser Saison auf. Auf der Strecke setzte er sich wiederholt für queere Rechte ein – auch in seiner Abschiedsbotschaft spricht er das Thema an.


Sebastian Vettel zeigte sich wiederholt bei Formel-1-Rennen in homophoben Ländern mit der Regenbogenfahne (Bild: Instagram / vettelofficial)

Der 35-jährige Formel-1-Fahrer Sebastian Vettel hat auf seiner neuen Instagram-Präsenz am Donnerstagmittag um Punkt zwölf Uhr sein Karriereende in einer Videoansprache bekanntgegeben. Er werde zum Ende der Saison 2022 aus dem Sport aussteigen.

"Rennfahrer zu sein war nie meine einzige Identität. Meine Definition von Identität ist vielmehr, wer wir sind und wie wir andere behandeln als nur was wir tun", erläuterte der Sportler, der seit 2007 im Formel-1-Zirkus zu Hause ist und insgesamt vier WM-Titel nach Deutschland gebracht hatte. Vettel erklärte, er wolle mehr Zeit mit seiner Frau und seinen drei Kindern verbringen und sich für "andere Interessen" engagieren.

Vettel: Alle haben das gleiche Recht, egal "wen wir lieben"

In dem Video sagte Vettel auch: "Ich bin tolerant und denke, wir haben alle das gleiche Recht zu leben, egal, wo wir herkommen, wie wir aussehen und wen wir lieben." Er erklärte, dass er sich Veränderungen wünsche und zeugte der jungen Generation diesen Veränderungswillen. "Ich möchte mit der Zeit gehen. Wenn man zurückblickt, wird man eh nur langsamer", so Vettel.

Vettel hatte sich in den letzten Jahren immer wieder für die Rechte queerer Menschen engagiert. 2020 fuhr er erstmals mit einem Regenbogenhelm in der Türkei, um gegen die LGBTI-feindliche Politik der Regierung in Ankara zu protestieren (queer.de berichtete). Immer wieder sprach er sich für Gleichberechtigung aus. Letztes Jahr sagte er etwa, dass sein Einsatz gegen Queerfeindlichkeit wichtiger sei als sein Sport (queer.de berichtete).

Der dreifache Vater erklärte vor gut einem Jahr auch, dass er seine Kinder bei einem Coming-out bedingungslos unterstützen würde: "Was auch immer sie tun oder wen auch immer sie lieben wollen, ich unterstütze sie. Es gibt also keine andere Reaktion als bedingungslose Unterstützung und Liebe" (queer.de berichtete). Zuletzt kritisierte er vor zwei Wochen queerfeindliche Zwischenfälle beim Großen Preis von Österreich (queer.de berichtete).

Neben seinem Einsatz für LGBTI-Rechte engagiert sich Vettel auch gegen Rassismus sowie für Umweltschutz und Nachhaltigkeit. So kritisierte er auch die Formel 1 und forderte, dass diese ihren ökologischen Fußabdruck verringern müsse. Zudem kündigte er letztes Jahr an, bei der Bundestagswahl wegen ihrer ökologischen Politik die Grünen wählen zu wollen. (dk)



21 Kommentare

#1 LothiAnonym
  • 28.07.2022, 13:05h
  • Welch ein sympathischer Mensch. Sicher auch ein Vorbild für viele. Ich mochte ihn schon seit seinem Karriere Antritt im Formel eins Rennen.
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#2 HmmmAnonym
  • 28.07.2022, 13:35h
  • Antwort auf #1 von Lothi
  • Is ja auch ein sympathischer dude, aber seien wir doch mal ehrlich:

    Der einzige Grund warum er hier in einer recht linken "Blase" nicht (zurecht) als Klimasünder verschrien wird ist der Tatsache geschuldet das er in Regenbogen rumläuft....

    Formel 1 als solches hat 2022 keine Existenzberechtigung mehr!
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#3 LothiAnonym
  • 28.07.2022, 13:57h
  • Antwort auf #2 von Hmmm
  • Ich gebe Dir selbstverständlich recht. Mich interessiert kein Formel 1. S.Vettel ist mir nur aus den Sportnachrichten bekannt und ich fand ihn von Beginn an einfach zum anbeißen. Geht mir bei manch gutaussehenden Fußballern ebenso. Obwohl ich kein Fan davon bin.
    Augensex eben ;-)
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#4 HmmmAnonym
#5 SchonProfil
  • 28.07.2022, 15:24hFürth
  • Antwort auf #2 von Hmmm
  • Ganz genau genommen, wenn man den Earthovershootday ernst nimmt, sollten wir alle uns am Lebensstil von afrikanischen Ureinwohnern orientieren. Kein Internet, keine Reisen, keine Clubs, keine medizinische Versorgung, kein Dünger auf den Feldern und kein Maschineneinsatz.
    Im Prinzip wissen wir, wie wir leben müssten.
    Aber es ist einfacher, Anderen zu sagen, wie sie leben sollen :-)
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#6 HmmmAnonym
  • 28.07.2022, 15:36h
  • Antwort auf #5 von Schon
  • Naja, wenn du es so verstehen willst, dann:

    Ja, es ist wirklich einfach offensichtlichen Schwachsinn zu kritisieren und zu sagen wie man es besser machen kann... so unfassbar einfach, gerade bei etwas so unnötigen wie Formel 1!

    Was zum #### meinst du versuchen Klimaforscher, Wissenschaftlern und Millionen Jugendliche uns die letzten Jahre mitzuteilen ???

    Abgesehen davon: Selbst wenn ich höchstpersönlich jeden Tag fröhlich jauchzend ne Tonne Erdöl in den Ozean kippen würde hätte ich immer noch Recht damit das Kreuzfahrten ein wahnsinniges Klima-/Umweltproblem sind.....

    Es ist wirklich so unfassbar einfach zu verstehen!
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#7 LothiAnonym
  • 28.07.2022, 15:52h
  • Antwort auf #5 von Schon
  • Au ja, bitte wieder jeden Abend Lagerfeuer und nur ein Mal die Woche Körperpflege. Stechmücken ignorieren. Ratten auf die Stöcke gespießt und bruzzeln lassen am Feuer. Denn davon gibt es ja immer reichlich.
    Aber jetzt mal im ernst. Wenn die Menschheit so weitermacht wie bisher bedeutet das den Untergang. Leider schon überall sichtbar. Wie heißt es doch so schön. Die Natur braucht uns nicht, aber wir die Natur. Und noch ein weises Zitat eines Nativ American: Die Erde ist unsere Mutter und die bringt man nicht um.
    Und schon deshalb habe ich keinen Führerschein und bevorzuge lieber das Fahrrad. Könnte ich so wie ich wollte auch auf Plastik verzichten würde ich auch dies sofort tun.
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#8 SchonProfil
  • 28.07.2022, 16:16hFürth
  • Antwort auf #6 von Hmmm
  • Ich versuche gerade einen gesellschaftlichen Spagat.
    Ich bin rd. 20 Jahre Motorrad gefahren. Motorradfahren heisst, Tank voll machen, mehr oder weniger im Kreis fahren, Tank leer (repeat). Also für Außenstehende völlig sinnlos. Dafür bin ich seit rd. 25 Jahren nicht in den Urlaub geflogen/gefahren. Aber ich schieße Silvesterfeuerwerk. Klar kann man Motorradfahren verbieten, auch Silvesterfeuerwerk. Dann bin ich für ein Verbot von Urlaubsreisen, Makeup und Mode. Am Ende werden alle alles verloren haben.
    Neues Szenario: Energie und Ressourchenverbrauch bekommt einen realen Preis. Jeder der einmal mit seinem V8-Mustang Bj 1960 spazieren fahren will, soll das tun, von mir aus 5..10 EUR/l. Ein Mädel malt sich gerne Mikroplastik im Gesicht rum, und wäscht es am Abend in die Natur, kann sie machen, aber bitte mit realistischen Preis für MakeUp. Jeder kann sein Hobby behalten, nur nicht alles auf einmal.
    Fahrten zu Arbeit/Dienstfahrten, Ressourcen zum Arbeiten müssen natürlich anders bewertet werden.
    Das ist jetzt nicht die Lösung und es gibt Probleme, weil das Geld ungleich und ungerecht verteilt ist, aber es wäre ein alternatives Szenario zur Verbotskultur.
    Ja, es wird auch Missbrauch geben, aber in Summe werden alle gewinnen.
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#9 YannickAnonym
  • 28.07.2022, 16:20h
  • Das ist ein wahres Vorbild an Sportlichkeit und Menschlichkeit und ein wahres sportliches Idol.

    Da kann sich so manch anderer Sportler ein Vorbild dran nehmen...

    Fans wollen nicht belogen werden, so wollen, dass ihre Idole ehrlich sind und echte Menschen sind.
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#10 SchonProfil