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Trotz guter Abrufzahlen
Netflix setzt queere Fantasyserie "First Kill" nach einer Staffel ab
Nach acht Folgen und einem Cliffhanger ist Schluss: Die Teenie-Fantasyserie "First Kill" hat offenbar nicht genug Zuschauer*innen erreicht.

Nach der Entscheidung von Netflix wird nicht mehr gebissen (Bild: Netflix)
- 4. August 2022, 10:26h 2 Min.
Netflix hat "First Kill" knapp zwei Monate nach der Veröffentlichung der ersten Staffel angesetzt. Das berichtet das amerikanische Branchenportal "Entertainment Weekly". Demnach seien die Verträge der Schauspieler*innen seien nicht verlängert worden. Das Streamingportal hatte am 10. Juni acht Folgen der im US-Bundesstaat Georgia gedrehten Fantasyserie veröffentlicht, die auf einer Kurzgeschichte von Victoria Schwab basiert.
Die Serie handelt von den beiden Teenagerinnen Juliette (Sarah Catherine Hook) und Calliope "Cal" (Imani Lewis), die sich ineinander verlieben. Die Problematik: Juliette stammt aus einer Vampirsfamilie und Cal aus einer Familie von Vampirjäger*innen. "Entertainment Weekly" bezeichnete "First Kill" als "Romeo und Julia mit Zähnen".
Die Entscheidung mag für Fans der Serie überraschend kommen, da "First Kill" wochenlang zu den zehn meistgesehenen Sendungen bei Netflix gehörte. Wie "Forbes" berichtete, war "First Kill" mit geschätzten 98 Millionen gestreamten Stunden weit erfolgreicher als die queere britische Serie "Heartstopper", die es nur auf 53 Millionen Stunden gebracht habe (Netflix veröffentlicht keine genauen Zahlen der Abrufe). Trotzdem verlängerte Netflix im Mai "Heartstopper" um zwei weitere Staffeln (queer.de berichtete). Gründe für das Aus von "First Kill" könnten die höheren Produktionskosten oder eine durchwachsenere Reaktion von TV-Kritiker*innen als bei "Heartstopper" gewesen sein.
Viele Fans zeigten sich in sozialen Medien empört über die Absetzung von "First Kill" – insbesondere weil die erste Staffel mit einem Cliffhanger endete. Dabei verwiesen einige auch darauf, dass viele Serien mit lesbischen Handlungssträngen zuletzt beendet wurden.
/ unicornearperthey all deserved so much better#wynonnaearp #killingeve #firstkill #batwoman #legendsoftomorrow #thewilds #motherlandfortsalem #teenagebountyhunters pic.twitter.com/h1r9Rt0LK3
marley (@unicornearper) August 3, 2022
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Dominic Goodman, der Cals älteren Bruder Apollo spielt, bedankte sich auf Twitter bei den Fans der Serie: "An alle 'First Kill'-Fans: Ich empfinde nichts als Liebe für jeden einzelnen von euch! Dank an alle dafür, dass ihr die Sendung angenommen habt." (cw)
/ dominicdgoodmanTo all the First Kill fans; I have nothing but love for every single one of you! Thank you all for taking the show in as your own, seeing you all feel seen made all the hard work and hours worth ittil the next project
Dominic D. Goodman (@dominicdgoodman) August 3, 2022
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Aber Hauptsache, Murks wie "The Gray Man" wird mit Geld zugeschissen, egal wie mies es wird.
Oder die ganzen anderen horrend teuren ranzigen Eigenproduktionen der letzten Jahre.
Ach ja: Und Chapelle.
Wir dürfen Chapelle nicht vergessen.
mAn mUsS iMmEr auCh diE anDeRe MeiNuNg hÖreN. DaS mUsS mAn aUsHaLteN.
Ich tippe eh drauf, dass neben dem Diktat der internationalen Zahlen auch und zunehmend der reaktionäre und christlich-fundamentalistische Rollback dank Vormachtstellung und Einflussnahme der GOP an den entsprechenden Stellen spätestens mittelfristig zu einer "überraschenden" Abnahme an queeren Formaten bei Netflix, Disney & Co. führen wird (trotz vermeintlicher "Gegenbeweise" wie Hearstopper S2 und S3, die aber gewiss nicht wegen der "Wertschätzung der queeren Community" produziert werden, sondern weil sie als Cash Cow gesehen werden kann, auch wenn die Sehstunden bislang deutlich hinter "First Kill" liegen
- wenn etwas trotz queerem Content Views und ggf. Abos bringt: Gerne. Ansonsten lieber in wirtschaftlich rentableren und weniger "gesellschaftlich volatiilen" Content investieren. Bloß nichts, oder zumindest so wenig wie möglich produzieren, was die neuen Machthaber und die dann nicht nur in den 'sozialen Netzen' tonangebenden "Besorgten" erzürnen könnte, das erwarte ich).
Vielleicht bin ich da zu pessimistisch, aber all das, was in den Häusern in den letzten Monaten gecancelt wurde, stofftechnisch wie menschlich, das lässt nichts Gutes erahnen.
Kann sich die Fraktion "mAn kAnN siCh hEuT nIx mEhR anGucKen, nUr nOcH SchWuLe uNd tRanS miT iHrEr AgEnDa!1!eins!" wieder freuen - "redliche Formate für normale, also züchtige und gottesfürchtige Bürger".