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Trotz guter Abrufzahlen

Netflix setzt queere Fantasyserie "First Kill" nach einer Staffel ab

Nach acht Folgen und einem Cliffhanger ist Schluss: Die Teenie-Fantasyserie "First Kill" hat offenbar nicht genug Zuschauer*innen erreicht.


Nach der Entscheidung von Netflix wird nicht mehr gebissen (Bild: Netflix)

Netflix hat "First Kill" knapp zwei Monate nach der Veröffentlichung der ersten Staffel angesetzt. Das berichtet das amerikanische Branchenportal "Entertainment Weekly". Demnach seien die Verträge der Schauspieler*innen seien nicht verlängert worden. Das Streamingportal hatte am 10. Juni acht Folgen der im US-Bundesstaat Georgia gedrehten Fantasyserie veröffentlicht, die auf einer Kurzgeschichte von Victoria Schwab basiert.

Die Serie handelt von den beiden Teenagerinnen Juliette (Sarah Catherine Hook) und Calliope "Cal" (Imani Lewis), die sich ineinander verlieben. Die Problematik: Juliette stammt aus einer Vampirsfamilie und Cal aus einer Familie von Vampirjäger*innen. "Entertainment Weekly" bezeichnete "First Kill" als "Romeo und Julia mit Zähnen".

Die Entscheidung mag für Fans der Serie überraschend kommen, da "First Kill" wochenlang zu den zehn meistgesehenen Sendungen bei Netflix gehörte. Wie "Forbes" berichtete, war "First Kill" mit geschätzten 98 Millionen gestreamten Stunden weit erfolgreicher als die queere britische Serie "Heartstopper", die es nur auf 53 Millionen Stunden gebracht habe (Netflix veröffentlicht keine genauen Zahlen der Abrufe). Trotzdem verlängerte Netflix im Mai "Heartstopper" um zwei weitere Staffeln (queer.de berichtete). Gründe für das Aus von "First Kill" könnten die höheren Produktionskosten oder eine durchwachsenere Reaktion von TV-Kritiker*innen als bei "Hearstopper" gewesen sein.

Viele Fans zeigten sich in sozialen Medien empört über die Absetzung von "First Kill" – insbesondere weil die erste Staffel mit einem Cliffhanger endete. Dabei verwiesen einige auch darauf, dass viele Serien mit lesbischen Handlungssträngen zuletzt beendet wurden.

Dominic Goodman, der Cals älteren Bruder Apollo spielt, bedankte sich auf Twitter bei den Fans der Serie: "An alle 'First Kill'-Fans: Ich empfinde nichts als Liebe für jeden einzelnen von euch! Dank an alle dafür, dass ihr die Sendung angenommen habt." (cw)

Twitter / dominicdgoodman
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#1 RedlichesFerntonkinoAnonym
  • 04.08.2022, 12:55h
  • Sehr "schön", brauche ich dann gar nicht erst anzufangen. Vor allem wieder die beliebte Tour: "...weil die erste Staffel mit einem Cliffhanger endete. "

    Aber Hauptsache, Murks wie "The Gray Man" wird mit Geld zugeschissen, egal wie mies es wird.
    Oder die ganzen anderen horrend teuren ranzigen Eigenproduktionen der letzten Jahre.
    Ach ja: Und Chapelle.
    Wir dürfen Chapelle nicht vergessen.
    mAn mUsS iMmEr auCh diE anDeRe MeiNuNg hÖreN. DaS mUsS mAn aUsHaLteN.

    Ich tippe eh drauf, dass neben dem Diktat der internationalen Zahlen auch und zunehmend der reaktionäre und christlich-fundamentalistische Rollback dank Vormachtstellung und Einflussnahme der GOP an den entsprechenden Stellen spätestens mittelfristig zu einer "überraschenden" Abnahme an queeren Formaten bei Netflix, Disney & Co. führen wird (trotz vermeintlicher "Gegenbeweise" wie Hearstopper S2 und S3, die aber gewiss nicht wegen der "Wertschätzung der queeren Community" produziert werden, sondern weil sie als Cash Cow gesehen werden kann, auch wenn die Sehstunden bislang deutlich hinter "First Kill" liegen
    - wenn etwas trotz queerem Content Views und ggf. Abos bringt: Gerne. Ansonsten lieber in wirtschaftlich rentableren und weniger "gesellschaftlich volatiilen" Content investieren. Bloß nichts, oder zumindest so wenig wie möglich produzieren, was die neuen Machthaber und die dann nicht nur in den 'sozialen Netzen' tonangebenden "Besorgten" erzürnen könnte, das erwarte ich).

    Vielleicht bin ich da zu pessimistisch, aber all das, was in den Häusern in den letzten Monaten gecancelt wurde, stofftechnisch wie menschlich, das lässt nichts Gutes erahnen.
    Kann sich die Fraktion "mAn kAnN siCh hEuT nIx mEhR anGucKen, nUr nOcH SchWuLe uNd tRanS miT iHrEr AgEnDa!1!eins!" wieder freuen - "redliche Formate für normale, also züchtige und gottesfürchtige Bürger".
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#2 HmmmAnonym
  • 04.08.2022, 13:47h
  • Antwort auf #1 von RedlichesFerntonkino
  • Na, da The Gray Man direkt 2 Fortsetzung bekommt scheint das ja auch eine erfolgreiche Strategie zu sein. (Wobei die doch bitte erstmal endlich die Fortsetzungen zu Tyler Rake und Old Guard an den Start bringen sollen, das dauert immer so lächerlich lange)

    Und "Mensch liebt Vampir" ist halt auch ein in den letzten Jahren zu Tode gerittenes Pferd: Buffy, Twilight, Tru Blood, Vampire Diaries.... viel generischer geht's ja kaum.
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#3 StaffelbergblickAnonym
  • 04.08.2022, 14:34h
  • Wir können jetzt über das absetzen von queeren Filmen bei Netflix streiten. Aber ich hatte bereits vor einigen Monaten darauf hingewiesen .... Netflix ist eine Aktiengesesllschaft. Und dort zählen erfolgreiche Zahlen. Ich habe jetzt nicht vor sämtliche Kosten-Ausgabenberichte von Netflix zu analysieren. Aber in den letzten Monaten ist zunehmend in der Wirtschaftspresse von stagnierenden Kundenzahlen bei Netfliex zu lesen. Und diese Zahlen haben für Netflix mehr Aussagekraft als die Inhalte.
    Wir sollten nicht annehmen Netflix sei der queere Medienselbstbedienungsladen ... Die können sehr wohl "auslesen", was geguckt wird,, sprich was gestreamt wird.
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#4 Ith_Anonym
  • 04.08.2022, 18:44h
  • Pft, da hat man gerade mal wieder Netflix abonniert, nachdem man wegen deren Chappelle-Support nen paar Monate keine Lust hatte, Geld reinzuwerfen, will gemütlich die Watchlist abarbeiten, und dann setzen die einen der Top-Kandidaten ab, ehe man überhaupt mit dem Reinschauen anfängt.
    Und dann noch mit nem Cliffhanger nach gerade mal 8 Folgen, da kann man es ja gleich lassen.
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#5 Ith_Anonym
  • 04.08.2022, 18:47h
  • Antwort auf #1 von RedlichesFerntonkino
  • "Ich tippe eh drauf, dass neben dem Diktat der internationalen Zahlen auch und zunehmend der reaktionäre und christlich-fundamentalistische Rollback dank Vormachtstellung und Einflussnahme der GOP an den entsprechenden Stellen spätestens mittelfristig zu einer "überraschenden" Abnahme an queeren Formaten bei Netflix, Disney & Co. führen wird"

    Habe leider ziemlich genau denselben Eindruck.
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#6 AutobahnAnonym
  • 05.08.2022, 09:55h
  • Serien nach der ersten Staffel und offenen Ende abgesetzt.
    Netflix und da wundert ihr euch echt noch das euch die Kunden weglaufen?
    Vieleicht da mal eine Verbindung herstellen. Ist auch für mich ein Grund euch nicht zu abonnieren.
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