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Diplomatischer Basar

Lawrow: Russland "bereit", über Griner zu verhandeln

Der extrem homophobe Außenminister will mit Amerika über die Freilassung der lesbischen US-Starbasketballerin Brittney Griner sprechen.


Sergej Lawrow ist bereits seit 18 Jahren Außenminister Russlands (Bild: Ministry of Foreign Affairs of the Republic of Poland / flickr)

Russland ist nach Angaben von Außenminister Sergej Lawrow bereit, mit Washington über einen Gefangenenaustausch der am Donnerstag verurteilten US-Basketballspielerin Brittney Griner zu diskutieren. Moskau sei "bereit, über das Thema zu sprechen", sagte Lawrow auf einer Pressekonferenz bei einem Besuch in Kambodscha. Für die Gespräche müsse aber ein direkter Kommunikationskanal zwischen den Präsidenten Wladimir Putin und Joe Biden eingehalten werden, der zwischen beiden vereinbart worden sei.

Es gebe "einen speziellen Kanal", der zwischen den Staatschefs vereinbart worden sei, sagte Lawrow. "Trotz gewisser öffentlicher Erklärungen" bestehe dieser weiterhin.

Ein russisches Gericht nahe Moskau hatte US-Basketballstar Griner am Donnerstag zu neun Jahren Haft wegen Drogenhandels verurteilt – eine harte Strafe, die einen Gefangenenaustausch zwischen Moskau und Washington möglich erscheinen lässt (queer.de berichtete).

Vergangene Woche hatte US-Außenminister Antony Blinken erstmals seit Beginn der russischen Offensive in der Ukraine mit Lawrow telefoniert. Infolge des Telefonats hatte Blinken gesagt, er habe Druck auf seinen russischen Kollegen ausgeübt, den "ernsthaften Vorschlag" Washingtons für eine Befreiung Griners und des wegen Spionage zu 16 Jahren Haft verurteilten US-Bürgers Paul Whelan anzunehmen.

Mehreren US-Medien zufolge könnten die beiden amerikanischen Gefangenen gegen den berüchtigten russischen Waffenhändler Viktor Bout ausgetauscht werden.

Griner war im Februar kurz vor dem Start des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine wegen eines Drogendelikts auf dem Moskauer Flughafen verhaftet worden. Sie selbst sagte vor Gericht, sie hatte aus Versehen ein Schmerzmittel in ihr Gepäck gepackt, das ihr von einem Arzt verschrieben worden war. Dabei handelte es sich laut Medienberichten um 0,5 Gramm Haschischöl, das in Russland nicht als Medikament anerkannt ist.

Die Basketballerin könnte laut Beobachter*innen als hervorragendes Feindbild für Russland gelten, weil sie als Amerikanerin, Schwarze und Homosexuelle gleich drei Merkmale besitzt, gegen die von der Putin-Regierung Stimmung gemacht wird. Lawrow selbst macht aus seiner Abneigung gegenüber queeren Menschen kein Geheimnis: Letztes Jahr veröffentlichte sein Ministerium ein Essay in mehreren Sprachen, in dem Lawrow dem Westen "aggressive LGBT-Propaganda" vorwirft (queer.de berichtete). (AFP/dk)



#1 gastAnonym
  • 05.08.2022, 13:34h
  • Klar, was sollen die mit Frau Griner. Sie kostet nur Geld im Gefängnis. Die Russen wollen etwas, die Amerikaner wollen etwas, also .....
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#2 dellbronx51069Anonym
  • 05.08.2022, 15:37h
  • Antwort auf #1 von gast
  • Das dürfte wohl kaum der Beweggrund sein. Es geht darum eine unbescholtene Person gegen einen Verbrecher auszutauschen, also um Erpressung. Keine Überraschung bei einem Verbrecherregime.
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#3 HmmmAnonym
#4 PiakAnonym
#5 tragischAnonym
  • 05.08.2022, 16:18h
  • Ein kleiner Fehler, den die Russen nun ausnutzen.
    Ich hoffe, dass ihr Albtraum bald im guten endet.
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#6 What AboutismusAnonym
  • 05.08.2022, 16:25h
  • Antwort auf #3 von Hmmm
  • Hmmm... mal wieder populistischer Murks aus dem Hause Hmmm. Heute mal wieder: Whataboutismus ("aber die anderen..."). Gibt es auch mal was Konstruktives, was du beitragen kannst?
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#7 HmmmAnonym
  • 05.08.2022, 16:27h
  • Antwort auf #4 von Piak
  • Ach, sind sie....ohne Anklage oder Urteil und dem Wissen das nachweislich unschuldige Menschen über Jahre gefangen und gefoltert wurden, ggf noch werden, und Seitenweise Verstöße gegen die sonst ach so wertvollen Menschenrechte vorliegen kannst du das mit Gewissheit sagen?

    Na dann....
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#8 HmmmAnonym
#9 What AboutismAnonym
  • 05.08.2022, 16:49h
  • Antwort auf #8 von Hmmm
  • Du derailst hier -wieder einmal- ein Thema, nur um es dann künstlich im Bezug auf von dir uminterpretierte Reaktionen noch weiter vom eigentlichen Thema zu entfernen.
    Man könnte bei dieser Taktik durchaus eine böswillige Absicht vermuten.

    Zusätzlich konkretisiere ich meine Frage von oben: Kommt von dir noch irgendwas Konstruktives, konkret: ZUM THEMA? Oder bleibt es bei Populismus und der Mottenkiste der dunklen Rhetorik?
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