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Gesundheitskrise

Affenpocken: Berlin soll zusätzlichen Impfstoff bekommen

In der Bundeshauptstadt sollen bald mehr Impfdosen ankommen.


Die Impfkampagne gegen die Affenpocken läuft nach Ansicht vieler queerer Aktivist*­innen nicht optimal (Bild: Photo Credit: James GathanyContent Providers: CDC / wikipedia)

  • 8. August 2022, 10:30h 12 2 Min.

Berlin soll in dieser Woche vom Bund noch zusätzliche Dosen des Affenpocken-Impfstoffs bekommen. Etwa 1.900 Impfdosen solle die Hauptstadt aller Voraussicht nach noch erhalten, teilte die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit, Pflege und Gleichstellung am Montag auf dpa-Anfrage mit. "Zudem werden wir über eine Abfrage an die Länder sehen, ob wir von ihnen noch Impfdosen bekommen können", hieß es weiter. Zuvor hatte der "Tagesspiegel" darüber berichtet. Bislang hatte Berlin, wo es im Bundesvergleich besonders viele gemeldete Fälle gibt, etwa 9.500 Dosen des Impfstoffs erhalten.

In den letzten Wochen waren von vielen Seiten Forderungen nach mehr Impfstoff für Berlin laut geworden – die Impfbereitschaft sei hoch, der bislang verfügbare Impfstoff aber nicht ausreichend, hieß es. Das Impf-Monitoring für die Hauptstadt laufe derzeit an, weil aber nicht alle Impfstellen Zahlen gemeldet hätten, seien die bisher vorliegenden Zahlen von rund 4.500 Impfungen noch nicht vollständig.

Eine Impfung gegen Affenpocken empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) unter anderem für bestimmte Gruppen und Menschen, die engen Kontakt zu Infizierten hatten. Ein erhöhtes Infektionsrisiko sieht sie insbesondere bei Männern, die gleichgeschlechtliche sexuelle Kontakte mit wechselnden Partnern haben.

Die Krankheit verläuft nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei den meisten Menschen mild und heilt in der Regel von alleine ab, schwere Verläufe sind aber möglich. Der Senatsverwaltung seien aber bislang keine schweren Verläufe durch das Virus in Berlin bekannt, hieß es.

Eine zweite Charge des Impfstoffs hatte der Bund für das dritte Quartal angekündigt, das genaue Lieferdatum ist noch offen. Berlin soll nach aktuellem Kenntnisstand der Gesundheitsverwaltung dann etwa ein Drittel des Impfstoffs bekommen.

Rückläufiger Trend

Mit Blick auf die Fallzahlen in der Hauptstadt sei generell weiter ein rückläufiger Trend zu beobachten, schrieb die Senatsverwaltung. Dies sei wohl noch nicht auf die Impfungen zurückzuführen, "dafür wäre es noch zu früh". Vielmehr spiele eine Verhaltensänderung der Menschen als Folge der öffentlichen Aufmerksamkeit für das Thema dafür eine wichtige Rolle. Ob sich der CSD vor gut zwei Wochen in Berlin auf die Affenpocken-Zahlen ausgewirkt habe, sei derzeit zwar noch nicht mit Sicherheit zu sagen – "bisher sieht es allerdings nicht so aus", betonte die Verwaltung.

Der Lesben- und Schwulenverband hatte letzte Woche die Bundesregierung und die Landesregierungen für die schleppende Impfkampagne kritisiert (queer.de berichtete). LSVD-Sprecher Alfonso Pantisano zeigte sich besonders über die Berliner Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne) irritiert. Bereits zuvor hatte sich die Deutsche Aidshilfe irritiert gezeigt, dass Deutschland nicht mehr Impfstoff bestellt hat (queer.de berichtete). (dpa/dk)

-w-

#1 Thom_ass1973
  • 08.08.2022, 13:18h
  • Bei der Aussicht auf 21 Tage Quarantäne ?! Klar wird da einfach kein PCR-Test gemacht und lieber erst einmal Dr. Google befragt. Heißt aber eben nicht, es gibt weniger Fälle!! Man(n) weiß wie es aussieht, geht erst einmal nicht zum Arzt und das Virus tanzt weiter ...
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#2 DannyMarc
  • 08.08.2022, 14:15h
  • Naja, wenn ich mir vorstelle wie viele MSM es in Berlin so ca. gibt und diejenigen abziehe, die monogam bzw. enthaltsam sind, dann wird auch dieser Impfstoff hinten und vorne nicht reichen.
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#3 CheekyAnonym
  • 08.08.2022, 15:09h
  • "Glückliches" Berlin. Hier im Ruhrgebiet ist es am den wenigen impfstellen unmöglich eine Impfung zu bekommen wenn man "nur" Vorsorge betreiben möchte.
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