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- 03. Februar 2006 2 Min.
New York (queer.de) - Amerikanische Kirchenvertreter haben kritisiert, dass der Hauptdarsteller eines christlichen Films schwul ist. In "End of the Spear" - der Rekonstruktion einer wahren Geschichte - spielt Chad Allen (bekannt aus der Fernsehserie "Dr. Quinn, Ärztin aus Leidenschaft") die Rolle eines protestantischen Missionars. Der war in den 50er Jahren von einem Eingeborenenstamm umgebracht worden, als er diesen bekehren wollte. "Was haben sich die Produzenten nur dabei gedacht", fragte Pfarrer R. Albert Mohler, Präsident der theologischen Universität Southern Baptist Theological Seminary. Er kritisierte, dass Allen nicht nur schwul sei, sondern auch zugebe, Sex mit Männern zu haben und als Aktivist für die Homo-Ehe einzutreten. Proteste kommen von Kirchen aus dem ganzen Land. Auch Regisseur Jim Hanon sieht die sexuelle Orientierung seines Stars kritisch: "Wir stimmen Chads Lifestyle nicht zu. Wir wissen, dass manche unsere Zuschauer in dieser Beziehung sensibel sind. Aber wir haben uns entschieden, den Film mit ihm zu machen." Allerdings hätte er nicht mit Allen gedreht, wenn er vor Drehbeginn von dessen Homosexualität gewusst hätte. Beim Kinostart von "End of the Spear" vor rund zwei Wochen landete der Film mit einem geschätzten Budget von zehn Millionen Dollar auf dem zehnten Platz in der nordamerikanischen Kino-Hitparade, letzte Woche rutschte er auf den 14. Platz ab. Die "New York Times" kritisierte, der Film stelle Ureinwohner wie Wilde dar, denen die edlen, uneigennützigen weißen Missionare gegenüber gestellt werden. (dk)















"Die einzig richtige Destination für Missionare ist zurecht der Kochtopf eines Kannibalenstammes"