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Hass
Saudischer Soziologe: Homosexuelle sind Terroristen
Abdelrahman Al-Garrash wirft Schwulen und Lesben Terrorismus vor, weil sie sich schlechter als Tiere verhielten. Der Staat müsse sexuelle Minderheiten deshalb bekämpfen.

Abdelrahman Al-Garrash redet sich bei Hurra TV in Rage (Bild: MEMRI)
- 17. August 2022, 11:29h 2 Min.
Der saudi-arabische Soziologe Abdelrahman Al-Garrash hat in einer Diskussionsrunde im arabischsprachigen staatlich finanzierten US-Sender al-Hurra Schwule und Lesben als Terroristen bezeichnet, die man bekämpfen müsse. Er widersprach damit der Forderung des in der US-Hauptstadt Washington lebenden saudischen Aktivisten Wajih Al-Assad, der forderte, Homosexualität zu legalisieren. Die Sendung vom 20. Juli wurde von der in Washington beheimateten Nichtregierungsorganisation "Middle East Media Research Institute" (MEMRI) übersetzt; Memri analysiert Medien im Nahen Osten.
"Das ist eine Pervertierung der menschlichen Natur", erklärte Al-Garrash mit Blick auf Homosexualität. "Sogar die Tiere, die minderwertiger sind als die Menschen, sind zu angeekelt, um solche Dinge zu tun. Ich verstehe nicht, dass Wajih solche Perversen legalisieren will. Sie sind pervers aus einer ideologischen, religiösen und sogar menschlichen Perspektive." Daraufhin forderte er: "Wenn jemand sein ideologisches und menschliches Niveau auf einen Standard senkt, der unter dem der Tiere liegt, dann sollte er zum Terroristen erklärt werden."
"Wir sind im Krieg gegen diese sexuellen Perversen"
Saudi-Arabien und die Golf-Staaten hätten gezeigt, dass sie erfolgreich gegen Drogen und Terrorismus kämpfen könnten, so Al-Garrash weiter. "Wir sind jetzt in einem neuen ideologischen Krieg gegen diese ideologischen und sexuellen Perversen. […] Genauso wie wir den Terrorismus und die Drogen bekämpft haben, sollten wir die Homosexuellen bekämpfen." Man müsse deutlich machen, dass Homosexuelle die Gesellschaft bedrohten. "Ihr habt keinen Platz bei uns – in der arabischen Welt, der arabischen Halbinsel und den Menschen des Golfs", sagte der Soziologe.
In Saudi-Arabien steht auf Homosexualität die Todesstrafe. Das Königreich versucht, alle Anzeichen von queerem Leben aus der Öffentlichkeit zu verbannen. Dies hat höchst eigenartige Konsequenzen: So wurde unlängst Spielzeug und Kinderkleidung in Regenbogenfarben konfisziert (queer.de berichtete). Auch Filme, in denen etwa am Rande ein gleichgeschlechtlicher Kuss vorkommt, werden verboten – zuletzt der amerikanische Zeichentrickfilm "Lightyear" (queer.de berichtete).
Al-Garrashs Äußerungen zu Homosexualität in der Tierwelt sind übrigens falsch. Immer wieder gibt es Berichte über gleichgeschlechtliche Liebe in der Fauna – etwa über die 190 Jahre alte, noch immer sexuell aktive bisexuelle Riesenschildkröte Jonathan oder über schwule Pinguine in Zoos. (dk)
















Worte eines Hassgetriebenen radikalen "Gottesgläubigkeiten", der nicht die geringste Ahnung hat von der Natur und was Tiere so alles machen und biologisch können. Das vereint so ziemlich Homophobe Menschen auch hier in Deutschland mit diesem Hassprediger.