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Gesundheit

WHO warnt: Affenpocken-Impfung ist kein Allheilmittel

Impfdurchbrüche wurden gemeldet sowohl bei Menschen, die nach einem möglichen Kontakt mit einem Infizierten geimpft wurden, als auch bei jenen, die sich vorsorglich hatten impfen lassen.


Eine Impfung ist keine Garantie, sich nicht mit Affenpocken anzustecken (Bild: Triggermouse / pixabay)

  • 18. August 2022, 07:00h 4 2 Min.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt nach Meldungen von Impfdurchbrüchen bei Affenpocken davor, das Impfen als Allheilmittel zu betrachten. Sie betonte, dass noch keine randomisierten, kontrollierten Studien vorliegen, aber die Meldungen legten nahe, dass man sich nicht auf den Impfschutz alleine verlassen sollte, sagte die WHO-Affenpocken-Expertin Rosamund Lewis am Mittwoch in Genf.

Bei randomisierten kontrollierten Studien werden Teilnehmer*innen per Zufall in zwei Gruppen geteilt und unterschiedlich behandelt, zum Beispiel eine mit dem Medikament, die zweite mit einem Scheinmedikament ohne Wirkstoff. Erst aus der Auswertung solcher Studien lassen sich Schlüsse über die Wirksamkeit einer Substanz ziehen.

Volle Wirksamkeit erst zwei Wochen nach zweiter Dosis

"Wir haben von Anfang an gewusst, dass dieser Impfstoff kein Allheilmittel sein würde, dass er nicht alle Erwartungen erfüllen würde, die in ihn gesetzt werden", sagte Lewis. Das sei aber auch nicht zu erwarten gewesen. Impfdurchbrüche würden sowohl bei Menschen gemeldet, die nach einem möglichen Kontakt mit einem Infizierten geimpft wurden als auch bei jenen, die sich vorsorglich hatten impfen lassen.

Lewis betonte, dass Geimpfte mindestens zwei Wochen nach der zweiten Impfdosis warten müssen, damit der Stoff seine volle Wirksamkeit entfalten könne, ehe sie sich riskantem Verhalten aussetzen. Mehr als 90 Prozent der Affenpockenfälle werden bei Männern gemeldet, die häufigen Sex mit wechselnden Partnern haben. Sie rief diese Männer auf, die Zahl ihrer Sexualpartner zu reduzieren und Gruppensex zu vermeiden.

Über 3.200 Affenpockenfälle in Deutschland

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RK) erfolgt eine Grundimmunisierung für Erwachsene, die in der Vergangenheit keine Pockenimpfung erhalten haben, mit zwei Impfstoffdosen Imvanex im Abstand von mindestens 28 Tagen. Während die erste Impfstoffdosis bereits einen guten Basisschutz vermittle, diene die zweite Dosis dazu, die Dauer des Impfschutzes zu verlängern. Bei Menschen, die in der Vergangenheit gegen Pocken geimpft worden seien, reiche eine Impfstoffgabe aus.

Der WHO wurden bis Mittwoch mehr als 35.000 Affenpocken-Nachweise aus 92 Ländern gemeldet. Zwölf Menschen kamen uns Leben. Innerhalb einer Woche waren es 7.500 Fälle, 20 Prozent mehr als in der Vorwoche. In Deutschland waren laut RKI insgesamt 3.213 Affenpockenfälle gemeldet worden. (cw/dpa)

-w-

#1 LerionAnonym
  • 18.08.2022, 10:25h
  • Ich hab erstmal alle promisken Tätigkeiten komplett auf Eis gestellt, bis es einen angepassten Impfstoff gibt. Rechne damit dass das noch viele Monate dauern wird.
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#2 SickoboAnonym
  • 18.08.2022, 10:57h
  • Ja danke rki, dass wir Dank eurer Empfehlung und der Impfstoff Knappheit, erstmal nur eine Impfung bekommen. Die FDA empfiehlt nun intradermal zu impfen Start subkutan, damit 5 Mal so viele Menschen geimpft werden können (und zwar doppelt) und ihr eiert rum und geht nicht Mal die Studie raus, auf die ihr euch mit eurer Empfehlung bezieht.
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#3 MarekAusHHAnonym
  • 18.08.2022, 13:07h
  • "Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt nach Meldungen von Impfdurchbrüchen bei Affenpocken davor, das Impfen als Allheilmittel zu betrachten. "

    Wo ist ne Imfung schon das Allheilmittel?
    Sagt doch selbst das RKI nicht. Hier steht etwas bei in der Kindheit gegen Pocken Geimpften von 85% Schutz und der gleiche Wert auch bei der MPX Impfung. Auch hier wird von der 2wöchigen Aufbauphase bis zum guten Schutz informiert. Und die, welche in der Kindheit nicht geimpft wurden, sollen 2 Impfungen erhalten. Soweit doch alles bekannt.

    85% Schutz heißt ja nicht 100% Schutz. Trotzdem habe ich mich lieber impfen lassen (hatte hier in Hamburg wohl einfach Glück gehabt, in der richtigen Praxis zu sein?)

    Natürlich wäre ich froh, wenn es irgendwann eine besser angepasstere Impfung gäbe. Aber wer weiß, wie lange das dauert?

    Das Allheilmittel scheint zu sein, den pösen Sexualkontakt einzustellen? Wer weiß: auch in "monogamen" Partnerschaften kann man nie 100% sicher sein, oder? Diese Entscheidung obliegt ja nun jedem selber.

    Auch hier gilt wie bei den anderen STI's: Du bekommst es nicht, Du holst es Dir!
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