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Synodaler Prozess

Italienische Katholik*­innen fordern neuen Umgang mit LGBTI

Der Vatikan solle oft vermiedene Fragen ansprechen und sich gesellschaftlicher Unterschiede annehmen, verlangt die italienische Bischofskonferenz in einem Schreiben an den Papst.


Den Opfern von sexuellem und geistigem Missbrauch solle besser zugehört werden, fordert die italienische Bischofskonferenz (Bild: jhc / unsplash)

Die italienischen Gläubigen wollen im weltweiten Reformprozess der katholischen Kirche Fragen der sexuellen Orientierung und Transparenz beim Thema sexueller Missbrauch stärker beachten. "Der Mangel an Transparenz hat nach Meinung einiger Versandung und Unterlassen bei wichtigen Fragen wie dem Umgang mit wirtschaftlichen Ressourcen sowie geistigem und sexuellem Missbrauch begünstigt", hieß es in einem am Donnerstag veröffentlichten Schreiben, das die italienische Bischofskonferenz an Maria Himmelfahrt (15. August) in den Vatikan schickte. Den Opfern von sexuellem und geistigem Missbrauch solle außerdem besser zugehört werden. Anders als in Deutschland wird das Thema in Italien deutlich weniger diskutiert.

Unter anderem forderten die katholischen Gläubigen in Italien dem Dokument zufolge auch, oft vermiedene Fragen anzusprechen und sich gesellschaftlicher Unterschiede anzunehmen. Dazu zählten etwa Fragen zur sexuellen Orientierung, wie zu Menschen aus der LGBTI-Community und ihren Eltern.

Papst Franziskus rief 2021 zu dem sogenannten weltweiten synodalen Prozess auf. Dieser ist nicht mit dem Reformweg der deutschen katholischen Kirche – dem synodalen Weg – zu verwechseln. Franziskus wollte, dass sich die Gläubigen in der ersten Phase des Reformprozesses über ihre Ortskirchen einbringen. Der Vatikan erhält Zusammenfassungen der weltweiten Bischofskonferenzen. In Phase zwei will die Kirche auf größeren kontinentalen Konferenzen über die Ideen diskutieren. (cw/dpa)

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#1 FinnAnonym
  • 19.08.2022, 11:29h
  • Das übliche Marketing der Kirche, dem doch keine Taten folgen.

    Aber unabhängig von den Positionen der Kirche sollte Italien endlich LGBTI voll gleichstellen. Inkl. Eheöffnung. Denn Italien ist doch ein demokratischer Rechtsstaat und kein Gottesstaat, der nur macht, was die Kirche verlangt.
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#2 Eben ebenAnonym
  • 19.08.2022, 12:01h
  • Antwort auf #1 von Finn
  • Genau so wird es kommen - einmal mehr, denn es läuft ja regelmäßig so ab: "Die Kirche wird endlich von innen reformiert, es gibt bereits gute Fortschritte und bald ist alles schön und überall Blumen. Wir sind auf einem guten Weg(TM).

    Und dann macht Old Bergoglio (oder wer auch immer dann der "unfehlbare Stellvertreter des einzig wahren Gottes auf Erden" sein mag) wieder den Lindner:
    youtu.be/EgchO4Uy-Qw
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