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Statistisches Landesamt
Rheinland-Pfalz: 0,9 Prozent der Ehescheidungen gleichgeschlechtlich
Fast jede hundertste Ehescheidung betrifft inzwischen gleichgeschlechtliche Paare.

Seit fünf Jahren dürfen gleichgeschlechtliche Paare heiraten – und sich damit auch scheiden lassen
- 19. August 2022, 09:10h 1 Min.
Im Jahr 2021 sind insgesamt 7.416 Ehen vor rheinland-pfälzischen Familiengerichten geschieden worden – 64 davon zwischen schwulen oder lesbischen Partner*innen. Der Anteil der gleichgeschlechtlichen Scheidungen betrug damit 0,9 Prozent. Das teilte das Statistische Landesamt in Bad Ems an der Lahn am Freitag mit.
Damit liegt Rheinland-Pfalz beim Anteil gleichgeschlechtlicher Scheidungen leicht über dem Bundesdurchschnitt. Das Statistische Bundesamt hatte erst vergangenen Monat mitgeteilt, dass 2021 in allen 16 Ländern 0,7 Prozent der Scheidungen von Paaren gleichen Geschlechts durchgeführt worden seien (queer.de berichtete).
Insgesamt weniger Scheidungen
Insgesamt sei in Rheinland-Pfalz – wie auch im Bundesschnitt – die Zahl der Scheidungen gesunken. Im Südwest-Land wurden rund 380 Scheidungen weniger als 2020 gezählt. Die Anzahl der Ehescheidungen ist damit bereits das fünfte Jahr in Folge rückläufig – trotz der zusätzlichen Scheidungen durch gleichgeschlechtliche Paare.
Die Scheidungsquote, also der Anteil eines Heiratsjahrgangs, der bis einschließlich 2021 geschieden wurde, lag insgesamt für den Jahrgang 1989 mit 45,5 Prozent am höchsten. Es folgen die Heiratsjahrgänge 1990 (45,2 Prozent) und 1988 (44,2 Prozent). Von 1.000 im Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2021 bestehenden Ehen wurden im Jahr 2021 in Rheinland-Pfalz 8,6 geschieden.
Die Eheschließung unter Paaren des gleichen Geschlechts ist erst am 1. Oktober 2017 legalisiert worden. Zuvor hatten Schwule und Lesben eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingehen können. Auflösungen von Lebenspartnerschaften sind in der Scheidungsstatistik nicht enthalten. (dk)















Aber 99+ % der Scheidungen sind nicht im queeren Bereich; oder hier "gleichgeschlechtlich"?
Wo wir doch so promiskuitiv sind...und überhaupt...
Ich meine mich zu erinnern daß es nach der fr. Revolution befristete Ehen gab die man verlängern konnte. Bis hin zum Bund auf ewig. Eventuell waren unsere Ahnen schon einmal weiter.