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Beitrag zu "besserem Zugang zur Impfung"
EMA empfiehlt Weg für effizientere Nutzung von Affenpocken-Impfstoff
Laut der europäischen Arzneimittelbehörde reicht ein Fünftel der bislang üblichen Menge für eine Impfung aus.

Der Pocken-Impfstoff ist derzeit in Europa knapp (Bild: Photo Credit: James GathanyContent Providers: CDC / wikipedia)
- 19. August 2022, 15:25h 2 Min.
Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat eine Empfehlung für einen effizienteren Einsatz des Affenpocken-Impfstoffs Imvanex veröffentlicht. Demnach reicht ein Fünftel der herkömmlichen Dosis, wenn das Präparat nicht subkutan – also unter die Haut – gespritzt wird, sondern in die Haut. Dies könne helfen, den derzeit sehr begrenzten Vorrat des Präparats besser zu nutzen.
Als Beleg verweist die in Amsterdam ansässige Behörde auf eine Studie aus dem Jahr 2015 an etwa 500 Teilnehmenden, denen das Präparat entweder unter oder aber in die Haut injiziert wurde. "Personen, die den Impfstoff intradermal erhielten, bekamen ein Fünftel (0,1 ml) der subkutanen Dosis (0,5 ml), wiesen aber ähnliche Antikörperwerte auf wie jene, die die höhere subkutane Dosis erhielten", teilte die EMA am Freitag mit.
Bei einer intradermalen Verabreichung bestehe allerdings ein höheres Risiko für lokale Reaktionen wie Rötungen, Verdickungen oder Verfärbungen der Haut. Nur medizinisches Fachpersonal, das Erfahrung mit dieser Art der Injektion habe, sollte den Impfstoff auf diese Weise verabreichen.
EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides bezeichnete die Empfehlung als äußerst wichtig. "Dadurch wird ein besserer Zugang zur Impfung für gefährdete Bürger und Beschäftigte im Gesundheitswesen gewährleistet."
/ SKyriakidesEUAs #Monkeypox cases rise it is vital to increase vaccination access and protect our citizens.
Stella Kyriakides (@SKyriakidesEU) August 19, 2022
@EMA_News recommendation will allow the vaccination of 5 times as many people with the vaccines we have.
We will keep working with Member States to ensure a coordinated response. https://t.co/ohJBn1SsCV
Die EU-Kommission hatte Imvanex Ende Juli gegen Affenpocken zugelassen und war damit einer EMA-Empfehlung gefolgt. Eine Impfung gegen Affenpocken empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) in Deutschland für bestimmte Gruppen und Menschen, die engen Kontakt zu Infizierten hatten (queer.de berichtete). Ein erhöhtes Infektionsrisiko sieht sie vor allem bei Männern, die gleichgeschlechtliche sexuelle Kontakte mit wechselnden Partnern haben.
Mit Stand vom Freitag sind 3.266 Affenpockenfälle aus allen 16 Bundesländern an das Robert-Koch-Institut übermittelt worden. Schwerpunkt der Positivmeldungen ist Berlin. (dpa/cw)
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