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Eurowings Discover erlaubt männlichen Flugbegleitern und Piloten Schminke und Nagellack

Die Lufthansa-Tochter für das Ferienflug-Geschäft hat ihre Richtlinien für das äußere Erscheinungsbild von Mitarbeiter*innen gelockert und einige sexistische Verbote abgeschafft.


Dezent geschminkt fürs Pressefoto: Flugbegleiter von Eurowings Discover (Bild: Eurowings Discover)

Bei Eurowings Discover können Fluggäste seit diesem Sommer auf männliche Piloten und Flugbegleiter mit Schminke und Nagellack treffen. Auch Tattoos und Piercings dürfen Mitarbeiter*innen mit Kundenkontakt jetzt offen zeigen. Das geht aus einem neuen Styleguide des Lufthansa-Ferienfliegers hervor.

Die Richtlinien für das äußere Erscheinungsbild von Mitarbeiter*innen würden sich deutlich von anderen Fluggesellschaften unterscheiden, zitiert das Fachportal aerotelegraph.com eine Sprecherin von Eurowings Discover. So können kleine Tattoos an Händen, Armen und am Hals jetzt offen gezeigt werden, allerdings nicht im Gesicht. Zungen- und Nasenpiercings sind ebenfalls erlaubt. "Auch männliche Mitarbeitende dürfen sich bei uns seit diesem Sommer dezent schminken, inklusive Nagellack", sagte die Mitarbeiterin. Das sei sehr positiv aufgenommen worden.

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Kein Unterschied zwischen Cockpit- und Kabinenpersonal

Die neuen Regeln gelten sowohl für das Cockpit- als auch für das Kabinenpersonal. "Wir machen da keinen Unterschied", so die Sprecherin von Eurowings Discover. Mit den Lockerungen will die Fluggesellschaft die Motivation ihrer Crews erhöhen: "Wir sind überzeugt davon, dass das Selbstbewusstsein unserer Mitarbeitenden gestärkt wird, wenn sie gegenüber Gästen so auftreten können, wie sie sich wohlfühlen."

Keine Lockerungen bei der Lufthansa

Die Lufthansa-Tochter Eurowings Discover wurde im vergangenen Jahr für das Ferienflug-Geschäft gegründet. Angeboten werden touristische Flüge ab Frankfurt und München auf der Kurz-, Mittel- und Langstrecke.

Laut aerotelegraph.com bleiben die anderen Mitglieder der Lufthansa Group – neben Lufthansa sind das u.a. Swiss und Austrian Airlines – beim Make-up-Verbot für männliche Flugbegleiter. Der Star-Alliance-Partner United Airlines hatten dagegen schon vor einem Jahr seine Style-Richtlinien gelockert (queer.de berichtete). Bei Alaska Airlines gibt es seit dem Frühjahr geschlechtsneutrale Uniformen (queer.de berichtete). (cw)

-w-

#1 StaffelbergblickAnonym
  • 26.08.2022, 10:09h
  • Den Nagellack bitte korrespondierend mit dem Binder ;-)
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#2 Livio2022Anonym
  • 26.08.2022, 16:13h
  • Im Ferienfluggeschäft absolut ok. Jedoch als ehemaliger Mitarbeiter einer der größten europäischen IATA-Airlines sehe ich gleiches auf Interkontistrecken beispielsweise in den Iran oder auch nach Saudi-Arabien mit großen Bedenken. Feminisiertes Äußeres für Männer wird mit Homosexualität gleichgestellt. Was das dort bedeutet vermag ich hier nicht weiter auszuführen. Ich kenne Kollegen, die das Glück hatten, durch den jeweiligen Botschafter des Herkunftslandes innerhalb von 2 Wochen aus dem Gefängnis entlassen zu werden und ausreisen durften. Gleiches gilt für Stewardessen, die im Iran keine Kopf- bzw. Haarbedeckung trugen. Dagegen sind die U.A.E. (Vereinigte Arabische Emirate) noch vergleichesweise human. Sex unter Männern wird eigentlich überall dort praktiziert, müssen Frauen doch jungfräulich in die Ehe gehen. Allerdings kollidiert es mit dem Koran, da Gläubige eben nur zwischen Mann und Frau gezeugt werden können. Westliche Werte werden komplett abgelehnt. Demokratie wird es in diesen Gefilden bedauerlicherweise niemals geben. Letztendlich bleibt für Gays nur die Flucht aus diesen Ländern in moderate arabische Gegenden wie die Türkei oder Marokko, die auch ohne entsprechende Visa bereist werden dürfen.
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#3 FinalmSposatoEhemaliges Profil
  • 26.08.2022, 16:32h
  • Antwort auf #2 von Livio2022
  • Tja, was soll man da sagen?

    Vielleicht statt überhaupt Flüge in solche Staaten durchzuführen endlich umdenken!

    Die Globalisierung ist gescheitert.
    Wandel durch Handel ist gescheitert.
    Frieden schaffen ohne Waffen ebenso. Dies die aller traurigste Erkenntnis einer ganzen Generation.

    Globalisierung hat aus Schurken nur reiche Schurken gemacht und unsere westlichen Demokratien geschwächt und uns abhängig und erpressbar durch Diktaturen gemacht. Es hat uns mitten in Europa wieder einen Krieg beschert.

    Handel nur noch unter Staaten die wenigstens Mindeststandards an Menschenrechten gewähren. Leider ist dies beim Öl im Moment noch nicht machbar, aber da müssen wir hin, wenn Recht, Demokratie und Menschenrechte eine Zukunft haben sollen.
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