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Eurowings Discover erlaubt männlichen Flugbegleitern und Piloten Schminke und Nagellack
Die Lufthansa-Tochter für das Ferienflug-Geschäft hat ihre Richtlinien für das äußere Erscheinungsbild von Mitarbeiter*innen gelockert und einige sexistische Verbote abgeschafft.

Dezent geschminkt fürs Pressefoto: Flugbegleiter von Eurowings Discover (Bild: Eurowings Discover)
- 26. August 2022, 02:35h 2 Min.
Bei Eurowings Discover können Fluggäste seit diesem Sommer auf männliche Piloten und Flugbegleiter mit Schminke und Nagellack treffen. Auch Tattoos und Piercings dürfen Mitarbeiter*innen mit Kundenkontakt jetzt offen zeigen. Das geht aus einem neuen Styleguide des Lufthansa-Ferienfliegers hervor.
Die Richtlinien für das äußere Erscheinungsbild von Mitarbeiter*innen würden sich deutlich von anderen Fluggesellschaften unterscheiden, zitiert das Fachportal aerotelegraph.com eine Sprecherin von Eurowings Discover. So können kleine Tattoos an Händen, Armen und am Hals jetzt offen gezeigt werden, allerdings nicht im Gesicht. Zungen- und Nasenpiercings sind ebenfalls erlaubt. "Auch männliche Mitarbeitende dürfen sich bei uns seit diesem Sommer dezent schminken, inklusive Nagellack", sagte die Mitarbeiterin. Das sei sehr positiv aufgenommen worden.
Kein Unterschied zwischen Cockpit- und Kabinenpersonal
Die neuen Regeln gelten sowohl für das Cockpit- als auch für das Kabinenpersonal. "Wir machen da keinen Unterschied", so die Sprecherin von Eurowings Discover. Mit den Lockerungen will die Fluggesellschaft die Motivation ihrer Crews erhöhen: "Wir sind überzeugt davon, dass das Selbstbewusstsein unserer Mitarbeitenden gestärkt wird, wenn sie gegenüber Gästen so auftreten können, wie sie sich wohlfühlen."
Keine Lockerungen bei der Lufthansa
Die Lufthansa-Tochter Eurowings Discover wurde im vergangenen Jahr für das Ferienflug-Geschäft gegründet. Angeboten werden touristische Flüge ab Frankfurt und München auf der Kurz-, Mittel- und Langstrecke.
Laut aerotelegraph.com bleiben die anderen Mitglieder der Lufthansa Group – neben Lufthansa sind das u.a. Swiss und Austrian Airlines – beim Make-up-Verbot für männliche Flugbegleiter. Der Star-Alliance-Partner United Airlines hatten dagegen schon vor einem Jahr seine Style-Richtlinien gelockert (queer.de berichtete). Bei Alaska Airlines gibt es seit dem Frühjahr geschlechtsneutrale Uniformen (queer.de berichtete). (cw)
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