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Hirnblutungen

Lebensgefahr: Brutaler Angriff auf trans Mann beim CSD Münster

Zum Ende des CSD-Straßenfests am Samstag wurde ein junger Teilnehmer niedergeschlagen und erlitt dabei schwerste Verletzungen. Am Sonntag beteten über 100 Menschen für seine Genesung.


Beten für eine schnelle Genesung von Malte C.: Gottesdienst vor der Heilig-Geist-Kirche (Bild: kcmmuenster / facebook)

Eine schwere Gewalttat überschattet den CSD in Münster. Zum Ende des Ständefests auf dem Hafenplatz wurde am Samstag gegen 20 Uhr der junge trans Mann Malte C. von einer unbekannten Person angegriffen und niedergeschlagen. Das Mitglied der Selbsthilfegruppe TransIdent Münster wurde mit Hirnblutungen in die Uniklinik eingeliefert und dort bereits mehrfach operiert. Nach Angaben der Gruppe schwebt Malte "weiter in Lebensgefahr und ist so schwer verletzt, dass wenn er es überleben sollte mit hoher Wahrscheinlichkeit schwere Schäden davontragen wird".

Es war ein schöner CSD Tag! Aber dann geschah zum Ende des Standfestes am Hafenplatz etwas Unfassbares: Malte, ein...

Posted by Trans-Inter-Münster e.V. /SHG TransIdent MS on Saturday, August 27, 2022
Facebook / Trans-Inter-Münster e.V. /SHG TransIdent MS
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Die genaueren Umstände des Angriffs sind noch nicht endgültig geklärt. Der Täter ist nach Angaben der Polizei flüchtig. Zeug*­innen des Vorfalls. werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

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KCM fordert "konsequente Ahndung"

Das queere Zentrum KCM zeigte sich in einer Stellungnahme auf Facebook "fassunglos" und "erschüttert" über den Angriff. "Generell verurteilen wir Gewalt gegen Menschen und sind für eine konsequente Ahndung derartiger Taten."

Gewalttat überschattet CSD in Münster Gestern erreichte uns während der CSD Abschlussparty eine Nachricht, die uns alle...

Posted by KCM e. V. on Sunday, August 28, 2022
Facebook / KCM e. V.
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"Er hatte es in seinem bisherigen Leben schon schwer genug, und jetzt das", schreibt TransIdent Münster. "Wir denken an ihn und hoffen sehr, dass er keine bleibenden Schäden behält, aber auch dieses Trauma wird ihn hoffentlich nicht unterkriegen."

Am Sonntagabend organisierten die queeren Vereine Münsters einen Gottesdienst vor der Heilig-Geist-Kirche, bei dem über 100 Menschen für eine schnelle Genesung des Gewaltopfers beteten.

Der CSD Münster fand am Samstag mit Rekordbeteiligung statt. Die Veranstalter*innen hatten mit rund 3.000 Teilnehmenden gerechnet, gekommen waren jedoch viel mehr. Nach Angaben der Polizei beteiligten sich zeitweise mehr als 10.000 Menschen an der Pride-Demonstration. (cw)

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#1 BetetAuchfürMalteAnonym
  • 29.08.2022, 08:21h
  • Soeben las ich den Artikel und bin am Weinen. Ich empfinde Schmerz bei Jagd und Gewalt auf LGBTI, da es immer dieselben feigen Übergriffe sind. Und ich habe für Malte auch gebetet und bitte euch - soweit ihr glaubt, dasselbe zu tun. Denn es ist auch so, dass wenn wir für jemanden anderes beten, gibt es bestimmt auch Leute, die für uns wiederum beten. Für Genesung von Malte oder: für Aufnahme ins Reich Gottes. Ich als Schwuler glaube - egal, was irgendwer sagt. Ich selbst war am Wochenende auf dem CSD Bremen. Und ich muss euch sagen, auch dort ist mir zwar keine direkte Gewalt begegnet. ABER(!) es gibt seelische Gewalt von Seiten sogenannter "Christen", die mit ihren Flugblättern und ähnlichen Aufrührungen mit "Hölle" drohen. Man kann versuchen, sachliche Gespräche zu führen mit ihnen, aber ich bin daran gescheitert. FAKT IST: Jesus ist Liebe, bzw. Gott ist Liebe. Und wenn das so ist, und mir einer von denen ins Gesicht sagt - mit eher böser Miene; "Wenn du nicht umkehrst, gehst du in die Hölle." Dann sprach und spricht keine Liebe aus diesem Menschen. Und Liebe hat Gott für alle Menschen. Allerdings werden sich Menschen, die anderen großen Schaden zugefügt haben, auch dementsprechend verantworten müssen. Gott sieht Maltes Peiniger und Gott sieht auch dessen und auch unsere Probleme. Er sieht sie. Und wenn man sich an ihn wendet, wird er helfen. Das ist mein Glaube.

    In Bremen lief ich mit einem T-Shirt in Regenbogenfarben herum, welche das Logo der Toten Hosen (Knochenadler) schmückten. Es kamen mir Leute dennoch entgegen oder zogen an mir vorbei, die nach der Parade Dinge sagten wie, "...die sollen sich verpissen." Oder das allerschärfste war ein sogen. Fan der Toten Hosen (man muss dazu wissen, es fand am selben Tag ein Konzert der Band in Bremen abends statt), die in meine Richtung blickte und zu den anderen auch Hosen-Shirts-Tragenden (jedoch keine Regenbogen-Shirts, da nicht lesbisch oder schwul) sagte: "...na solche (ich denke sie meinte mich im Regenbogen-Outfit) hab ich ja echt gefressen..."

    Noch Fragen? - Diese Band steht für Toleranz. Die Frau vielleicht für Intoleranz. Und was gar nicht geht, sind Über-Fanatiker mit Hölle-Flyern oder eben Schläger, die für Mordattacken gegen Gay, Lesbian und Trans verantwortlich sein könnten. Gottes Antwort wird kommen. Auch hier.

    P.S. Campino trägt im übrigen ein Jesus-am-Kreuz-Tattoo am Waden.

    Und andererseits: Jesus geht auch bei Homosexuellen. Wer das nicht glaubt, sind die Flyer-Leute und Konsorten wie AfD, wo auch Mitglieder bei der DEMO für ALLE - eine Mischung aus Rechts und Fundamental-Christlich eigentlich eine sehr seltsame, aber so auch krass explosive Mischung ergeben.
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#2 SuperblondieAnonym
  • 29.08.2022, 08:44h
  • "...beteten für seine Genesung"?!
    Leiden die denn alle unter dem Stockholmsysdrom?!
    Das ist wirklich -neben der ungeheuerlichen Tat- ein weiterer Schlag in das Gesicht aller nicht-heterosexueller!
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#3 nichtbinärePersonAnonym
  • 29.08.2022, 08:58h
  • Antwort auf #2 von Superblondie
  • Man kommt nicht umhin, dabei an die Formulierung "den Teufel mit dem Beelzebub austreiben" zu denken.
    Weiter will ich hier gar nicht in eine Diskussion einsteigen, da ich denke, dass eine solche absolut fruchtlos wäre.

    Dem jungen Malte von Herzen alles Gute und den Menschen, die ihm beistehen, viel Kraft!
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