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"Beerdigungsvorführungen"

Nach "Batgirl"-Aus: Geheime Kino-Vorführungen geplant

Der eigentlich gecancelte DC-Film "Batgirl", in dem erstmals eine trans Figur auftauchen sollte, erhält nun doch "Beerdigungsvorführungen". Danach soll das Filmmaterial allerdings unter Verschluss genommen werden.


Trans Schauspielerin Ivory Aquino stellte im abgesagten Film die Barkeeperin Alysia Yeoh dar (Bild: Pax Ahimsa Gethen / wikipedia)

Dass "Batgirl" nicht über die Bildschirme von HBO Max fliegen wird, ist seit Anfang August bekannt. Eine ausgewählte Gruppe von Insider*innen wird den Film während geheimer Vorführungen auf dem Gelände von Warner Bros. dennoch zu sehen bekommen. Das meldet "The Hollywood Reporter". "Batgirl" wäre der erste Film von DC Comics gewesen, in dem eine trans Figur aufgetaucht wäre.

Wie das Branchenmagazin von nicht näher genannten Quellen erfuhr, seien die Vorführungen für Personen gedacht, die an dem Film mitgearbeitet haben – Cast, Crew und Produktion. Einer der Informant*innen soll sie "Beerdigungsvorführungen" genannt haben, die abgehalten werden, bevor der Film in ein unbekanntes Leben nach dem Tod entlassen werde.

Mitten in der Postproduktion gestoppt

Am 2. August war bekannt geworden, dass der neue CEO von Warner Bros. Discovery, David Zaslav (62), sich dafür entschieden hatte, den 90 Millionen US-Dollar teuren DC-Film aus steuerlichen Gründen abzusetzen (queer.de berichtete). "Batgirl" befand sich zu dieser Zeit in der Postproduktion, die visuellen Effekte und die Filmmusik sollen noch nicht fertig gewesen sein. Zuvor hatte es bereits eine einzige Testvorführung gegeben.

Instagram / msivoryaquino | Trans Schauspielerin Ivory Aquino appelliert an Warner-Bros-Chef David Zaslav, die Absetzung des Films doch noch zu überdenken
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Leslie Grace (27) spielte die Hauptrolle der Barbara Gordon/Batgirl in dem Film, der eines von mehreren DC-Projekten war, die zur Stärkung des Streamingdienstes HBO Max produziert wurden. Zaslav, der im April die Leitung des fusionierten Unternehmens übernommen hat, hat diese Strategie umgedreht und drängt Warner zurück zur Konzentration auf Kinofilme.

"Batgirl" hat zwar die meiste Aufmerksamkeit auf sich gezogen, es war aber nicht der einzige Film, der Zaslavs Steuerabschreibungsstrategie zum Opfer fiel. "Scoob! Holiday Haunt", ein weiterer fast fertiger Film, der am selben Tag wie "Batgirl" gestrichen wurde, hatte vergangene Woche seine eigene "Beerdigungsvorführung" auf dem Warner-Gelände. (spot)

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Queere TV-Tipps
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#1 Ith_Anonym
  • 29.08.2022, 12:34h
  • Ach, naja, dafür haben wir ja eine nicht-binäre Figur in The Sandman.
    Ist halt leider der*die Oberböse, verfolgt Ziele, die ich verabscheue und ist mir auch sonst absolut unsympathisch. Aber hey. Wir fangen halt gerade mal da an, wo schwule Figuren vor dreißig Jahren waren. Und der*die Oberböse zu sein, ist ja immerhin schon besser, als Witzfigur oder nach zehn Minuten tot. Oder gleich beerdigter Film als Outcome.
    Mehr kann man vermutlich nicht erwarten.
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#2 HmmmAnonym
  • 29.08.2022, 12:45h
  • Antwort auf #1 von Ith_
  • Auch in Batgirl wäre afaik kein non-binärer Charakter aufgetaucht, sowohl Schauspielerin als auch ihr Charakter sind (Trans)Frauen ?!?
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#3 Ith_Anonym
  • 29.08.2022, 12:53h
  • Antwort auf #2 von Hmmm
  • Ja, ist wohl so.
    Wär das das einzige feministische Element gewesen?

    Na. Es ist halt leider so. Wenn es Mainstream ist, kann man es vergessen, weil man eh nicht existiert.

    Ich bin ja selbst bloß körperlich nicht-binär. Eigentlich repräsentiert hätte mich in Sandman der Schwule. Also der Massenmörder.
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