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Kalifornien
Erneut Gewalt bei "Straight Pride"-Demo
Rechtsextreme protestierten in Kalifornien gegen LGBTI-Rechte. Wie schon im letzten Jahr kam es zu Ausschreitungen.

Die Polizei war mit einem Großaufgebot beim "Straight Pride" dabei – und löste sowohl die Demo der Rechtsextremen als auch eine Gegenveranstaltung auf
- 29. August 2022, 12:43h 2 Min.
Beim sogenannten Straight Pride ist es am Samstag in der kalifornischen Großstadt Modesto erneut zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Laut Polizeiangaben standen ein paar Dutzend queerfeindliche Demonstranten, darunter auch Aktivisten der rechtsextremen "Proud Boys", 150 Gegendemonstrant*innen gegenüber.
Die Polizei löste nach Angaben der Regionalzeitung "Modesto Bee" nach ersten Schlägereien und Rauchbomben-Würfen die Demonstrationen auf. Dabei benutzte sie Pfefferspraygeschosse, die sie auch auf die Gegendemonstrant*innen abfeuerte. Drei Personen seien festgenommen worden.
/ SkySpider_There was a confrontation between White Lives Matter came to confront the counter protesters and an unlawful assembly was called after scuffles and smoke bombs. pic.twitter.com/x0nzlJWGqJ
Sky Spider (@SkySpider_) August 27, 2022
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Die laut Bildern ausschließlich männlichen "Straight Pride"-Demonstranten protestierten nicht nur gegen queere Rechte, sondern auch gegen das Recht auf Abtreibung. Die Veranstaltung fand deshalb vor einer Klinik der Wohltätigkeitsorganisation Planned Parenthood statt, in der auch Abtreibungen durchgeführt werden.
Hintergrund ist, dass Bundesstaaten nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofs vom Juni Abtreibungen verbieten dürfen – 14 der 50 Bundesstaaten drohen Ärzt*innen bei entsprechenden Behandlungen mit Strafen von bis zu 14 Jahren Haft. Teilweise sind auch Haftstrafen für abtreibenden Frauen vorgesehen. In Kalifornien blieb das Recht auf Schwangerschaftsabbruch aber bestehen.
Der erste "Straight Pride" in Modesto hatte 2019 stattgefunden (queer.de berichtete). Bereits letztes Jahr kam es zu heftigen Ausschreitungen (queer.de berichtete).
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Die "Proud Boys", die treibende Kraft hinter dem "Hetero-Pride"-Event, sind eine paramilitärische Organisation von Rechtsextremen, die erstmals bei der Demonstrationen "Unite the Right rally" in Charlottesville 2017 öffentliche Beachtung gefunden hatte. Bei der gewalttätigen Protestaktion, bei der auch Nazi-Fahnen geschwenkt wurden, ist eine Gegendemonstrantin getötet worden. Die Gruppe sorgte auch bei der US-Präsidentschaftswahl 2020 für Aufmerksamkeit, weil es der damalige Staatschef Donald Trump bei einer Debatte mit Herausforderer Joe Biden ablehnte, die "Proud Boys" zu verurteilen. (dk)













