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Entwurf fertig

Queer­beauftragter legt Aktionsplan gegen LGBTI-Feindlichkeit vor

Der Plan der Bundesregierung gegen Homo- und Transphobie steht – und soll wohl noch in diesem Jahr beschossen werden.


Sven Lehmann ist seit Januar erster Beauftragter der Bundesregierung für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt (Bild: Grüne / Cornelis Gollhardt)

Mit einem umfangreichen Maßnahmenkatalog will die Bundesregierung gegen Queerfeindlichkeit vorgehen. Der Queerbeauftragte der Bundesregierung, Sven Lehmann (Grüne), verschickte dazu am Dienstag den Entwurf für einen "Nationalen Aktionsplan für Akzeptanz und Schutz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt" an Verbände und Ministerien der Bundesregierung zur weiteren Abstimmung.

In dem Papier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, werden die unterschiedlichen Vorhaben der Ampel zum Thema zusammengefasst und Vorschläge zur Umsetzung gemacht. Es geht dabei etwa um "Rechtliche Anerkennung", "Teilhabe" oder "Sicherheit". Im Koalitionsvertrag hatten die Ampel-Parteien festgehalten, einen solchen Aktionsplan zu erarbeiten. Er soll nach dpa-Informationen noch in diesem Jahr beschlossen werden. Anschließend sollen eine Priorisierung und die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen erfolgen.

So will die Ampel laut Koalitionsvertrag den Gleichbehandlungsartikel des Grundgesetzes um ein Verbot der Diskriminierung wegen sexueller Identität ergänzen. Im Entwurf des Aktionsplans wird vorgeschlagen, dass die Regierung hierzu den "Dialog mit Bundestag und Bundesländern über einen entsprechenden Gesetzentwurf" sucht, denn für eine Grundgesetzänderung braucht es in Bundestag und Bundesrat Zweidrittelmehrheiten.

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Von Hasskriminalität über Schulprojekte bis zu geschlechtergerechter Sprache

Sicherheitsbehörden sollen dem Entwurf zufolge Hasskriminalität aufgrund des Geschlechts oder gegen queere Menschen zukünftig separat erfassen. In Schulen und im Sport sollen Projekte gegen Sexismus und Queerfeindlichkeit gefördert werden. Geplant ist zudem eine Regelung zur Kostenübernahme von künstlichen Befruchtungen bei Kinderwunsch auch für unverheiratete und gleichgeschlechtliche Paare. Beim Punkt "Geschlechtergerechte Sprache" wird die "Einrichtung eines Gremiums zur Formulierung von Empfehlungen für den Öffentlichen Dienst" vorgeschlagen.

"Wir sind in Sachen Gleichberechtigung und Akzeptanz weit gekommen, aber noch längst nicht weit genug", sagte Lehmann der dpa. Mit dem Aktionsplan wolle man Queerfeindlichkeit entschieden entgegenwirken. "Der Aktionsplan wird die Agenda für eine Politik des Respekts." (dpa/cw)

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#1 OutAndProud
  • 30.08.2022, 15:58h
  • Die News ist auch auf SPON veröffentlicht worden.

    Im Forum laufen die alte weißen Männer der agd gerade Amok.
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#2 ShojiAnonym
  • 30.08.2022, 16:07h
  • Wiedermal eine herbe Enttäuschung, ist das Papier offensichtlich nur für weisse, christlich geprägte Menschen mit deutschem Pass gedacht. Kein Wort über Asyl aufgrund von Verfolgung, kein Wort über die Beendigung europarechtswidriger Abschiebepraxen, kein Wort über die Strafverfolgung von Hasssprache, -predigten und Volksverhetzung seitens der Kirche(n) und ihrer Ideologen.
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#3 HmmmAnonym
  • 30.08.2022, 16:28h
  • Antwort auf #2 von Shoji
  • Ehrliche Frage:

    Kann man Asylrecht und "was gesagt werden darf" überhaupt "nur" unter LGBTI-Aspekten angehen, wäre nicht jede Entscheidung hierzu automatisch eine Art Grundsatzentscheidung?

    Also, eigentlich: Kann man diese Bereiche nicht nur reformieren wenn man sie komplett betrachtet?

    Ansonsten: ich bin kein Fan von künstlicher Befruchtung uä, ich bin da per se eher für Verbot und dafür Reformierung/Unterstützung für Adoptionen, es sollte dabei ja imho ums Kind gehen und nicht um die (imho selbstsüchtige) Erfahrung schwanger zu sein.... Aber das ist kein Hügel auf dem ich sterben wollen würde, wenns so kommt auch gut, der Rest scheint auf dem ersten Blick doch ganz ok....
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