https://queer.de/?43082
Virusinfektion
Affenpocken: USA melden ersten Todesfall
Während in den USA erstmals ein Mensch an oder mit Affenpocken starb, scheint sich die Lage in Europa zu verbessern.

In Europa sind die Affenpocken scheinbar auf dem Rückzug (Bild: CPHA)
- 31. August 2022, 13:46h - 2 Min.
Die Vereinigten Staaten haben ihren ersten Todesfall im Zusammenhang mit den Affenpocken registriert. Die Gesundheitsbehörden des Bundesstaates Texas bestätigten am Dienstag den Tod einer mit den Affenpocken infizierten Person, deren Geschlecht nicht genannt wurde. Der oder die Erwachsene war demnach bereits zuvor stark immungeschwächt. Die Behörden wollen nun nach eigenen Angaben untersuchen, "welche Rolle die Affenpocken bei dem Todesfall spielten".
Auch Jennifer McQuiston von der US-Gesundheitsbehörde CDC erklärte, es müsse nun geprüft werden, ob die Affenpocken bei dem Todesfall eine Rolle gespielt hätten oder nicht. "Es ist wichtig zu betonten, dass Todesfälle aufgrund der Affenpocken zwar möglich, aber sehr selten sind." Bei mehr als 40.000 Infektionsfällen des derzeitigen Ausbruchs weltweit habe es nur eine "Handvoll" Tote gegeben, sagte McQuiston. Laut der Nachrichtenagentur Reuters meldeten außerhalb Afrikas bislang Brasilien, Kuba, Ecuador, Indien und Spanien Todesfälle.
Bei den Affenpocken handelt sich um eine weniger gefährliche Verwandte der seit etwa 40 Jahren ausgerotteten Pocken. Die Krankheit trat jahrzehntelang vor allem in manchen west- und zentralafrikanischen Ländern auf. Seit Mai aber wurde sie auch außerhalb Afrikas vermehrt registriert, insbesondere unter Männern, die Sex mit Männern haben. Allein in den USA sind bislang mehr als 18.000 Fälle gemeldet worden. In Deutschland registrierte das Robert-Koch-Institut bis Mittwoch 3.467 Infektionen.
WHO: Affenpocken können in Europa "eliminiert" werden
Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kann die Ausbreitung der Affenpocken in Europa gestoppt werden. Wie die Organisation am Dienstag mitteilte, gebe es in vielen europäischen Ländern – darunter neben Deutschland auch in Frankreich, Spanien, Portugal und Großbritannien – ermutigende Anzeichen. Die Zahl der gemeldeten Fälle nehme dort Woche für Woche ab. "Wir glauben, dass wir die anhaltende Übertragung der Affenpocken von Mensch zu Mensch in der Region [Europa] eliminieren können", sagte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge. "Um der Eliminierung näher zu kommen, müssen wir unsere Anstrengungen dringend verstärken."
In Deutschland ist die Impfung gegen die Affenpocken zwar bislang schleppend angelaufen, allerdings kamen zuletzt vermehrt Dosen ins Land, etwa mehrere tausend allein im am meisten betroffenen Bundesland Berlin (queer.de berichtete).
Zu den typischen Symptomen der Krankheit gehören hohes Fieber, geschwollene Lymphknoten und Windpocken-ähnliche Pusteln. Übertragen wird die Krankheit durch engen Körper- und Hautkontakt. (AFP/dk)














