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"Das tiefschwarze Herz"

J.K. Rowling: Neues Buch handelt von transphober Cartoonistin, die ermordet wird

Die durch transphobe Äußerungen berüchtigte "Harry Potter"-Autorin hat einen neuen Krimi veröffentlicht, der einige Parallelen zu ihrem eigenen Leben aufweist.


J.K. Rowling 2010 bei einer Lesung vor dem Weißen Haus (Bild: Executive Office of the President)

  • 1. September 2022, 09:15h 18 2 Min.

Das neueste Buch der britischen Autorin J.K. Rowling sorgt wegen seiner Handlung für Aufsehen: Im am Dienstag auf Englisch erschienenen Krimi "The Ink Black Heart" geht es um eine junge Frau, der Transphobie und Rassismus vorgeworfen wird. Schließlich muss sich die Cartoonistin gegen Anfeindungen im Internet wehren und wird ermordet.

Auf Deutsch erscheint das Buch am kommenden Mittwoch unter dem Titel "Das tiefschwarze Herz". Es ist Teil der Cormoran-Strike-Serie, die Rowling unter dem Pseudonym Robert Galbraith veröffentlicht.

Die Handlung führte in (sozialen) Medien zu einiger Aufregung, da Rowling seit mehreren Jahren selbst wegen transphober Äußerungen in der Kritik steht. So zog sie mehrfach Parallelen zwischen trans Frauen und Sexualstraftätern (queer.de berichtete). Außerdem behauptete sie, dass sie bereits sehr viele Morddrohungen wegen ihrer Äußerungen erhalten habe (queer.de berichtete).

Eine trans Twitter-Nutzerin schrieb als Reaktion auf die Veröffentlichung von "Das tiefschwarze Herz" ungläubig: "J.K. Rowling ist als Terf [transfeindliche Feministin] und transphobe Person bekannt, nutzt aber eine andere Geschlechtsidentität namens Robert Galbraith, um ein Buch zu veröffentlichen, in dem sie sich über Verfolgung einer transphoben Person beschwert." Eine deutsche Twitter-Nutzerin schrieb: "Rowlings neuer Roman lässt sich scheinbar in ein Wort zusammen fassen: Mimimi!"

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In einem unkritischen Podcast-Interview mit dem offen schwulen Moderator Graham Norton stritt Rowling allerdings ab, dass das Buch eine Reaktion auf Kritik an ihrer Haltung gegenüber trans Menschen sei. Der erste Entwurf des Buches sei fertig gewesen, "bevor manche Dinge passiert sind".

In der Vergangenheit hat Rowling stets bestritten, transphob zu sein. Die Autorin behauptete, viele trans Freund*innen zu haben. Sie beschrieb aber wiederholt trans Aktivist*innen als gefährlich. 2020 erklärte sie etwa in einem Essay: "Ich weigere mich, vor einer Bewegung niederzuknien, die meiner Meinung nach nachweisbaren Schaden erzeugt, in dem sie versucht, die 'Frau' als politische und biologische Klasse auszuhöhlen, und Sexualstraftäter beschützt wie selten zuvor."

Die britische Presse steht "The Ink Black Heart" in Kritiken eher distanziert gegenüber, was insbesondere an der Länge liegt. "Kein Thriller sollte 1.012 Seiten lang sein", heißt es etwa in der konservativen "Sunday Times". In der Rezension wird allerdings Rowlings "tapfere Haltung bei Trans-Fragen" gelobt. (dk)

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-w-

#1 VictoriaAnonym
  • 01.09.2022, 13:54h
  • Das Buch soll *davor* entstanden sein?
    Jaja, verarschen kann ich mich selber. Was für eine dreiste Lüge. 1200 Seiten. Seiten gefüllt mit erfundenen Tweets. Du kannst es dir einfach nicht ausdenken, man kann diese Frau nicht besser parodieren als sie es selbst tut. Was für eine armselige, verschwendete, hasserfüllte Existenz. Wie man sich nur so doll in die Opferrolle drängen und daran kläglich scheitern kann.
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#2 sirenensangAnonym
  • 01.09.2022, 14:20h
  • Kann ja sein dass sie das Ding geschrieben hat, bevor Leute ihre politische Einstellung kennen gelernt haben. Das heißt, sie war vorher schon transphob.
    Würd mich jetzt nicht wundern.
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#3 dasglaubeichnichtAnonym
  • 01.09.2022, 14:58h
  • #1
    ich glaube nicht, dass dieses Buch "davor" entstanden ist.
    Mein erster Gedanke war, dass diese neue Veröffentlichung geschäftstüchtig ist, weil sie der Empörungswelle nachsetzt und wahrscheinlich stark verkauft wird.
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