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"Es waren vielleicht nur ein paar Dutzend Leute"
Formel-1-Verantwortliche: Homophobie beim Großen Preis von Österreich war Einzelfall
Die Verantwortlichen des nächsten Formel-1-Rennens in den Niederlanden glauben nicht, dass sich die menschenverachtenden Vorfälle von Spielberg wiederholen.
- 1. September 2022, 10:18h 2 Min.
Nach Berichten über rassistische, homophobe und sexistische Beleidigungen am Rande des Formel-1-Rennens in Spielberg rechnen die Verantwortlichen im niederländischen Zandvoort nicht mit ähnlichen Entgleisungen. "Ich denke, dieses Jahr werden wir beweisen, dass Österreich ein Vorfall war, der nur von einzelnen Personen ausgelöst wurde. Es waren vielleicht nur ein paar Dutzend Leute, die ein bisschen über die Stränge geschlagen haben", sagte Streckenchef Jan Lammers "Autosport" am Donnerstag. Der "Grote Prijs van Nederland" findet am Sonntagnachmittag statt.
Nach dem Großen Preis von Österreich gab es im Juli in sozialen Netzwerken Berichte über homofeindliche, rassistische und sexistische Beleidigungen (queer.de berichtete). Den Schilderungen sollen viele davon überwiegend von niederländischen Fans ausgegangen sein.
Im vergangenen Jahr hatte der Zandvoort-Boss die niederländischen Fans schon um Fairness gegenüber Mercedes-Pilot Lewis Hamilton gebeten, der damals im WM-Kampf gegen Lokalmatador Max Verstappen steckte. Oranje-Fans seien "normalerweise für ihren Sinn für Humor bekannt. Sie nehmen sich selbst nicht allzu ernst und machen eine Menge Spaß. Ich glaube also, dass sich die Orange-Army von ihrer besten Seite zeigen wird", sagte Lammers.
Bleiben Hass-Fans zu Hause?
Die angeblichen Fans, die sich in Österreich Entgleisungen geleistet haben sollen, dürften "so beschämt sein", meinte Lammers, "dass sie vielleicht sogar zu Hause bleiben oder von ihren Freunden und ihrer Familie zurechtgewiesen werden. Das war peinlich und so kennen wir die Orange-Army nicht".
Mitte Juli hatte das Formel-1-Team Aston Martin nach homofeindlichen und rassistischen Beleidigungen die Zusammenarbeit mit zwei Mitarbeitern eines Zulieferers beendet (queer.de berichtete). (dpa/dk)















