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Alaska
Queerfeindin Sarah Palin unterliegt überraschend bei Kongresswahl
Sarah Palins Comeback ist gescheitert: Die US-Ikone der Neuen Rechten konnte bei einer Nachwahl den Sitz von Alaska erstmals seit 50 Jahren nicht für die Republikaner gewinnen.
- 1. September 2022, 12:34h 2 Min.
Sarah Palin hat am Dienstag die Nachwahl zum US-Kongress im Wahlbezirk Alaska verloren. Die 58-jährige Republikanerin unterlag der demokratischen Kandidatin Mary Peltola in einer Stichwahl mit 48,5 zu 51,5 Prozent.
/ kmld67MARY WON! WE HAVE A DEMOCRAT NATIVE ALASKAN IN THE HOUSE!
Kristin (@kmld67) September 1, 2022
This Alaskan is in tears! Way to go Alaska!#MaryPetola pic.twitter.com/zltDoI4Ysg
Peltola, eine 49-jährige ehemalige Abgeordnete des Landesparlaments von Alaska, konnte den einzigen Kongress-Wahlbezirk des Bundesstaates erstmals seit 1972 für die Demokratische Partei erobern. Sie ist außerdem die erste Alaska-Indigene, die jemals in den US-Kongress gewählt worden ist. Grund für die Nachwahl war der Tod von Don Young, dem bisherigen Abgeordneten aus Alaska.
Allerdings wird Petola den Wahlsieg nicht lange genießen können: Die nächsten regulären Kongresswahlen finden bereits Anfang November statt. Petola steht dabei schon als Kandidatin fest. Auch Palin wird wohl erneut antreten.
Wahlbeobachter*innen erwarten, dass die Republikaner im Herbst wahrscheinlich die Mehrheit in beiden Kammern des US-Parlaments erobern werden und die Politik von Präsident Joe Biden zu einem großen Teil blockieren können. LGBTI-Organisationen sehen diese Entwicklung mit Sorge, da sich die Republikaner nach der Wahlniederlage von Donald Trump 2020 insbesondere mit Transphobie profilierten (queer.de berichtete).
Zuletzt gab es aber einen Hoffnungsschimmer für die Demokraten, weil ihre Basis vom Abtreibungsurteil des Obersten Gerichtshofs vom Juni motiviert wurde. Das mehrheitlich konservative Gericht hatte entschieden, dass Frauen kein Recht auf Schwangerschaftsabbruch haben, woraufhin mehrere konservative Bundesstaaten Verbote einführten.
Sarah Palin war zwischen 2006 und 2009 Gouverneurin von Alaska und wurde insbesondere als Vizepräsidentschaftskandidatin von John McCain 2008 bekannt. In ihrem politischen Leben setzte Palin wiederholt auf Queerfeindlichkeit: So forderte sie etwa, ein Ehe-Verbot für Schwule und Lesben in der US-Verfassung zu verankern (queer.de berichtete). Außerdem kämpfte sie dafür, dass gleichgeschlechtliche Paare keinerlei Rechte erhalten. So wurden während ihrer Regierungszeit in Alaska Partner von schwulen Landesbeamten oder lesbischen Landesbeamtinnen nicht anerkannt, während Hetero-Paare "Spousal Benefits" erhielten, also beispielsweise eine Krankenmitversicherung oder Rentenzahlungen im Todesfall. Zuletzt machte sie sich vor allem mit transfeindlichen Äußerungen von sich reden. Über eine trans Schwimmerin sagte sie etwa abwertend: "Das ist doch ein Mann!"
In den letzten Jahren war Palin vor allem als außerparlamentarische Kommentatorin und machte als glühende Anhängerin von Präsident Donald Trump von sich reden. Trump unterstützte im Gegenzug Palin in ihrem Kongresswahlkampf. (dk)
















