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Creative Emmys

RuPaul und "Queer Eye" bei Creative Emmys erneut erfolgreich

Das amerikanische Fernsehen bleibt queer: Bei den Creative Emmys räumten erneut LGBTI-Realityshows ab. Auch offen homosexuelle Schauspieler*innen räumten ab.


RuPaul braucht bald ein neues Haus, um all ihre Auszeichnungen verstauen zu können… (Bild: Television Academy)

Erneut sind mehrere queere Sendungen bei den Creative Emmys – den Nebenkategorien der Emmy Awards, des bedeutendsten TV-Preises der USA – ausgezeichnet worden. "RuPaul's Drag Race" konnte am Wochenende in Los Angeles nach sieben Nominierungen zwei Preise einheimsen: Zum einen für das beste Produktionsdesign, zum anderen wurde RuPaul als bester Moderator bzw. beste Moderatorin in einer Reality- oder Wettbewerbsshow ausgezeichnet. Diesen Preis konnte RuPaul bereits zum siebten Mal in Folge gewinnen – und stach dabei die Fab-Five von "Queer Eye" ebenso aus wie die Investor*­innen der beliebten Realityserie "Shark Tank", der US-Version von "Höhle der Löwen".

In seiner Dankesrede warb RuPaul auch dafür, sich an den US-Kongresswahlen am 3. November zu beteiligen. Hintergrund ist, dass die Demokraten Umfragen zufolge beide Kammern des Parlaments an die queerkritischen Republikaner verlieren könnten.

Im vergangenen Jahr konnte RuPaul noch vier Creative Emmys gewinnen, etwa wegen der besten Regie in einer Realityserie (queer.de berichtete). Dieser Preis ging dieses Jahr aber an die Amazon-Prime-Show "Lizzo's Watch Out for the Big Grrrls" mit der Sängerin Lizzo, die unter anderem das Titellied für die deutsche Realityserie "Princess Charming" singt.

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"Queer Eye" konnte nach sechs Nominierungen nur einen Preis einheimsen, aber dafür in einer wichtigen Kategorie: Die Reihe mit den Fab-5 gewann die Auszeichnung als beste strukturierte Realityhsow. Dabei setzte sich "Queer Eye" gegen beliebte Serien wie die Trödel-Show "Antiques Roadshow" oder gegen "Shark Tank" durch.

/ QueerEye
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Mit je fünf Auszeichnungen am erfolgreichsten waren fünf Produktionen: "Adele One Night Only" ("Ein Abend mit Adele", deutsche Erstausstrahlung: ARD-Mediathek), "The Beatles: Get Back" (Disney+), "Euphoria" (Sky), "Stranger Things" (Netflix) und "The White Lotus" (Sky). Für seine schauspielerische Leistung in "Euphoria" gewann der offen schwule Darsteller Colman Domingo ("Fear the Walking Dead") den Preis als bester männlicher Gaststar in einer Dramaserie. Die Highschoolserie "Euphoria" ist unter queeren Fans sehr beliebt; eine der Hauptdarstellerinnen ist trans Schauspielerin Hunter Schafer.

Einen Preis erhielt auch Nathan Lane: Der offen schwule 66-Jährige wurde als bester männlicher Gaststar in einer Comedyserie ausgezeichnet – für seine Auftritte in der Disney+-Serie "Only Murders in the Building". Er konnte unter anderem den ebenfalls schwulen Komiker Jerrod Carmichael schlagen, der als Gastmoderator der Sketchshow "Saturday Night Live" nominiert worden war. Ebenfalls für eine Gastrolle in "Only Murders in the Building" nominiert war die lesbische Schauspielerin Jane Lynch, die sich aber Laurie Metcalf für ihren Auftritt in "Hacks" geschlagen geben musste.

Die Preise in den Hauptkategorien werden am kommenden Montag in Los Angeles in einer live im Fernsehen übertragenen Gala vergeben. (dk)

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