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Event-Blog
Über 8.000 Zuschauer*innen beim Queerfilmfestival
Die Queere Kulturstiftung zieht eine positive Bilanz des 4. Queerfilmfestivals. Viele Filme laufen in den nächsten Wochen und Monaten in den Kinos an.
- Von
7. September 2022, 05:51h
"Die besten queeren Filme des Jahres": Am Donnerstag, den 8. September 2022 beginnt das queerfilmfestival, das in dieser Ausgabe 19 nicht-heteronormative Filme zeigt. Bei zahlreichen Vorstellungen werden Filmemacher*innen vor Ort sein – darunter etwa François Ozon oder Rosa von Praunheim.
Zu sehen sind filmische Leckerbissen aus Cannes, Toronto, Locarno und der Berlinale mit Aufführungen in 17 Kinos und 13 Städten. Bis zum 14. September dürfen die Besucher*innen mit queeren zeitgenössischen Filmen und verschiedenen Genres rechnen und dabei handlungstechnisch den gesamten Erdball bereisen.
Auch dieses Jahr begleitet queer.de das queerfilmfestival wieder mit einem täglichen Event-Blog. Wir wünschen viel Vergnügen im Kino!
Live-Ticker (abgeschlossen)
Das queere Kino feiern!

Im Oktober 2022 in der Queerfilmnacht: "The Schoolmaster Games" (Bild: Salzgeber)
Beim 4. Queerfilmfestival vom 8. bis 14. September 2022 feierten über 8.000 Zuschauer*innen die besten queeren Filme des Jahres auf der großen Leinwand – und konnten bei vielen Vorführungen die anwesenden Filmemacher*innen wie François Ozon, Rosa von Praunheim, Uli Decker oder Ylva Forner hautnah erleben.
Für alle, die das Queerfilmfestival verpasst haben oder ihre Lieblinge nochmal schauen wollen: Viele Filme laufen in den nächsten Wochen und Monaten in den Kinos an. "Peter von Kant" startet am 22. September, "Rex Gildo – Der letzte Tanz" am 29. September, "The Schoolmaster Games" ist im Oktober in der Queerfilmnacht zu sehen, "Anima – Die Kleider meines Vaters" startet am 20. Oktober, "Wet Sand" am 24. November und läuft zudem im November in der Queerfilmnacht, "Nelly & Nadine" startet am 24. November, "Irrlicht" am 8. Dezember, "Concerned Citizen" am 2. Februar und "Girls Girls Girls" am 23. Februar.
Björn Koll, Vorstand der Queeren Kulturstiftung: "Ich möchte mich ganz herzlich bei unserem Publikum bedanken! Es ist schön zu sehen, dass das Queerfilmfestival wächst und gedeiht und ein immer spannenderer Ort für Austausch und Gespräche und Film- und Kinoerfahrungen jenseits des Mainstreams wird. In diesem Zusammenhang möchte ich auch allen Kinobetreiber*innen und unseren Freund*innen und Partner*innen, dem Berlin Lesbian Non-Binary Filmfest, der Buchhandlung Löwenherz, dem Pornfilmfestival Berlin, dem XPosed International Queer Film Festival, der Sissy, der Queerfilmnacht und den Filmverleihern Farbfilm Verleih, MFA+, Missing Films, Rise And Shine Cinema und Salzgeber und auch der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien ganz herzlich danken. Wir sehen uns wieder – im Kino!"
Ein wilder Freundinnenfilm aus Finnland

Szene aus "Girls Girls Girls" (Bild: Salzgeber)
Ein vor Leben pulsierendes Stück Kino: Alli Haapasalo führt die Protagonistinnen Rönkkö, Mimmi und Emma in ihrem Coming-of-Age-Film "Girls Girls Girls" auf der Suche nach "Liebe, Sex und Smoothies" zusammen, wie auf dem Plakat zu lesen ist. Die drei Teenager (gespielt von den Nachwuchstalenten Aamu Milonoff, Eleonoora Kauhanen und Linnea Leino) begeben sich auf eine turbulente Entdeckungsreise der eigenen Bedürfnisse und Sehnsüchte und unterstützen sich auf dieser Identitätsfindung gegenseitig. Der energetische Film konnte die Zuschauer*innen bereits auf dem diesjährigen Sundance Film Festival in der Publikumskategorie des "World Cinema Dramatic" begeistern – jetzt hat diese filmische Perle ihren Weg von Finnland auf das Queerfilmfestival gefunden.
Queeres kanadisches Roadmovie auf der Suche nach den eigenen Wurzeln

Szene aus "Wildhood" (Bild: Salzgeber)
"Wildhood" porträtiert den jugendlichen Link und seinen Halbbruder, die sich auf die Suche nach ihrer indigenen Mutter machen. Auf den Spuren des kanadischen Mi'kmaq-Stammes trifft Link auf den Two-Spirit Pasmay, für den er zunehmend Gefühle entwickelt. Als Two-Spirit nimmt Pasmay eine eigenständige Geschlechtlichkeit außerhalb von binären Zuschreibungen an, die sich aufgrund der unterschiedlichen kulturellen Identität der Indigenen vom Begriff der Nonbinarität abgrenzt. Regisseur*in Brettan Hannam leistet mit diesen autobiografischen Einflüssen einen wichtigen Beitrag filmischer Repräsentation und verzaubert die Zuschauer*innen mit einer wundervollen Filmsprache.
Auf den Spuren des schwedischen queeren Kinos

Szene aus "Vorurteil und Stolz" (Bild: Salzgeber)
Der queeren Repräsentation auf den Grund gehen – das hat Eva Beling in ihrem Dokumentarfilm "Vorurteil und Stolz" zur Aufgabe gemacht. Dazu durchforstete die schwedische Regisseurin die Archive nach genderqueeren, trans, schwulen und lesbischen Filmen und interviewte zahlreiche Filmschaffende. Ihre Reise in die Vergangenheit reicht zurück bis ins Jahr 1916 zu dem Stummfilmdrama "Ikarus" als erstes Artefakt des schwedischen queeren Kinos. Der Titel von Belings Film ist eine Anspielung an Jane Austens literarischen Klassiker "Stolz und Vorurteil" und weist auf den noch immer marginalisierten, zugleich selbstemanzipatorischen Charakter hin, den die queere Filmkunst in der hiesigen Kinolandschaft einnimmt. Bei der heutigen Berliner Vorstellung um 18:30 steht Regisseurin Eva Beling für Nachfragen zur Verfügung.
Schlagersänger und Fernsehstar zerbricht am heteronormativen Anpassungsdruck

Szene aus "Rex Gildo – Der letzte Tanz" (Bild: missingFILMs)
"Bei einer Fiesta Mexicana / Dann wird alles wieder so schön / Wie es mal war / Hossa!" Der Song seiner Karriere: Rex Gildo brachte mit "Fiesta Mexicana" in den 1970ern Freude in viele Familien. Seine Homosexualität konnte der Schlagersänger und Schauspieler zu seiner Blütezeit jedoch nicht ausleben. Er zerbrach an dem Anpassungsdruck der heteronormativen Öffentlichkeit und beging 1999 Suizid. Rosa von Praunheim, Regisseur von queeren Klassikern wie "Die Bettwurst" und "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt", nimmt sich der tragischen Biografie von Ludwig Franz Hirtreiter (wie sein bürgerlicher Name lautet) an. In seinem halbfiktionalen Dokumentarfilm "Rex Gildo – Der letzte Tanz" agieren Kilian Berger und Kai Schumann als junger bzw. alter Rex Gildo und Ben Becker als heimlicher Geliebter. Rosa von Praunheim wird noch bei der heutigen Vorführung am 13. September um 21 Uhr in Berlin sowie morgen um 19 Uhr in den Leipziger Passage Kinos vor Ort sein.
Weil sich das Queerfilmfestival bereits dem Ende zuneigt, könnt ihr hier noch einige Impressionen von der Einführungsveranstaltung am Donnerstag, den 8. September sehen: Unter Anwesenheit von Regisseur François Ozon und Nebendarsteller Stéfan Crépon zeigten wir dort den Berlinale-Eröffnungsfilm "Peter von Kant".
Eine Schule der sexuellen Machtspiele

Szene aus "The Schoolmaster Games"(Bild: Salzgeber)
Mit einem skurrilen queeren Gedankenspiel verführt die schwedische Regisseurin Ylva Forner in ihrem Langfilmdebüt "The Schoolmaster Games" die Zuschauer*innen: Die St.-Sebastian-Akademie ist eine Bildungsstätte, in der sich alles um die schwule Sexualität der Studenten dreht – seien es die Theorie-Seminare oder die gängigen Praktiken in den SM-Räumen und auf den Fluren. Bis eine geheimnisvolle Nachricht auftaucht, die die Zukunft der Schoolmaster Games bedroht.
Die filmische Adaption des gleichnamigen Romans von Kristofer Folkhammar verspricht "Master, Slave und Melo-Drama". Vor der Kamera sind unter anderem Arvin Kananian ("Triangle of Sadness") sowie Christian Arnold ("The House That Jack Built") zu sehen. Bei der Aufführung in Berlin am 12. September um 21 Uhr wird die Regisseurin vor Ort sein!
Wer warst du eigentlich?

Szene aus "Anima – Die Kleider meines Vaters" (Bild: farbfilm)
Regisseurin Uli Decker bekam am Sterbebett ihres Vaters zum ersten Mal eine Kiste zu Gesicht, in der dieser Utensilien für Make-up und Drag aufbewahrte. Seine queere Identität blieb im bayerischen Heimatdorf all die Jahre ein unausgesprochenes Familiengeheimnis, das Decker in ihrem halb animierten Dokumentarfilm "Anima – Die Kleider meines Vaters" nun aufdeckt.
Für ihren sehr persönlichen, berührenden Porträtfilm erhielt die Regisseurin bereits den Max-Ophüls-Preis als bester Dokumentarfilm. Besucher*innen können noch in Stuttgart am Dienstag, den 13. September, um 19 Uhr und in Köln am 14. September, 19:30 Uhr mit Uli Decker ins Gespräch kommen.
Unerfüllter Kinderwunsch stellt lesbische Beziehung vor die Zerreißprobe

Szene aus "Zwischen uns beiden" (Bild: Salzgeber)
In der Beziehung zwischen Laetitia und Elodie kriselt es: Das lesbische Paar verzweifelt am jahrelang unerfüllten Kinderwunsch, der sie finanziell wie emotional belastet. Bei der Geldbeschaffung für eine weitere künstliche Befruchtung soll ihnen der neue Untermieter Simon behilflich sein, zu dem sich Laetitia zunehmend hingezogen fühlt. Immer weiter nimmt das Ausmaß dessen zu, was "Zwischen uns beiden" steht (so auch der Filmtitel), als plötzlich doch eine ungeplante Schwangerschaft im Raum steht.
Die filmischen Newcomerinnen Amandine Noworyta und Iris Jodorowsky spielen die Hauptrollen in diesem tiefgründigen und zugleich humorvollen Werk des französischen Regisseurs Jude Bauman. Die Berliner Kinogänger*innen können Amandine Noworyta bei der sonntäglichen Vorstellung am 11.9. um 16 Uhr im Delphi Lux begegnen.
Verliebt in den besten Freund an der argentinischen Küste

Szene aus "Sublime" (Bild: Salzgeber)
Eine andere Art der Zerreißprobe erfährt die Hauptfigur Manu im argentinischen Drama "Sublime". Seit Jahren verbindet den Teenager eine enge Freundschaft mit Felipe: Sie verbringen so viel Zeit wie möglich miteinander, vor allem um gemeinsam Musik zu produzieren. Unverhofft entwickelt Manu Gefühle für seinen besten Freund, kann diese Emotionen aber nicht äußern, ohne die Beziehung aufs Spiel zu setzen.
Mit großer Feinfühligkeit inszeniert Regisseur Mariano Biasin diesen Coming-of-Age-Film, der eine Situation thematisiert, die so ähnlich wohl viele schon einmal erlebt haben. Vor der traumhaften Kulisse der argentinischen Küste agieren die talentierten jugendlichen Schauspieler Martín Miller und Teo Inama Chiabrando in den Hauptrollen.
Ein queeres Sci-Fi-Fantasy-Musical

Szene aus "Irrlicht" (Bild: Salzgeber)
Auch der neue Film von João Pedro Rodrigues "Irrlicht" läuft auf dem diesjährigen Queerfilmfestival. Geschickt erzählt der portugiesische Starregisseur die Handlung aus einer Erinnerung des Prinzen Alfredo im Jahre 2069 heraus. Entgegen aller monarchischen Erwartungshaltungen trat dieser in seiner Jugend eine Ausbildung als Feuerwehrmann an und verliebte sich dort in seinen Ausbilder Afonso. Als einen "Liebestanz gegen den Flächenbrand" wird dieses queere Sci-Fi-Fantasy-Musical angekündigt. Daher an alle Fans des Autor:innen-Kinos und skurriler Genre-Mischungen der Aufruf: Ab ins Kino!
Eine lesbische Liebe in dunklen Zeiten

Szene aus "Nelly & Nadine" (Bild: Rise And Shine Cinema)
Als einer von vier Dokumentarfilmen zeigt das Queerfilmfestival "Nelly & Nadine" von Magnus Gertten. Im Konzentrationslager Ravensbrück lernen sich zwei Frauen kennen und verlieben sich trotz der grausamen Umstände ineinander. Nach Kriegsende finden sie einander wieder und ziehen gemeinsam fort, um ihre Liebe ausleben zu können.
Nellys Enkelin deckt diese lang unbekannt gebliebene lesbische Liebesgeschichte hier mittels Fotos, Tagebucheinträgen und Liebesbriefen auf. "Nelly & Nadine" ist damit der Abschluss der "28. April-Trilogie" des schwedischen Regisseurs: Darin porträtiert er Holocaust-Überlebende wie Nadine, die an besagtem Tag nach Malmö evakuiert wurden.
Feel-Good-Movie an der britischen Küste

Szene aus "Sweetheart" (Bild: Salzgeber)
Es ist der Albtraum eines jeden Teenagers: den Familienurlaub in Natur und Einsamkeit zu verbringen, fernab von Zivilisation und ohne erreichbare Freund*innen. Genau das steht AJ, der Protagonistin des Coming-of-Age-Films "Sweetheart", jedoch bevor. Die Vorstellung einer ganzen Woche Isolation im Südwesten Englands ist für sie blanker Horror – wäre da nicht die Rettungsschwimmerin Isla, in die sie sich langsam verliebt. Die bereits mehrfach prämierte britische Komödie ist das Filmdebüt von Marley Morrison: Hauptdarstellerin Nell Barlow erhielt etwa für ihre "Breakthrough Performance" einen "British Independent Film Award". Für alle, die sich ein Lächeln ins Gesicht zaubern lassen möchten: Ab in's Kino!
Zynische White-Guilt-Trip-Komödie

Szene aus "Concerned Citizen" (Bild: Salzgeber)
Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht: Der Ausdruck des besorgten Bürgers, "Concerned Citizen", ist ein sarkastischer Kommentar auf die spießbürgerliche Unreflektiertheit und Gentrifizierung. Um den Anblick seiner Wohngegend in Tel Aviv zu verschönern, möchte Ben einen Baum pflanzen – und gerät dadurch in einen Strudel ungeahnter Konsequenzen, bis ein Geflüchteter brutal von der Polizei zusammengeschlagen wird. Damit beginnt er seine Privilegien und eigene schwule Beziehung neu zu bewerten. Regisseur Idan Haguel erfordert in diesem schwarzhumorigen Film, den er selbst als "zynische White-Guilt-Trip-Komödie" bezeichnet, sowohl von seinen Figuren als auch Zuschauer*innen die Offenheit zur ehrlichen Selbstreflexion.
Neurestaurierungen des radikalen schwulen Erotikkinos

Szene aus dem restaurierten Werk von Fred Halsted (Bild: Salzgeber)
Mit "L.A. Plays Itself" und "The Sex Garage" zeigt das queerfilmfestival im Kino-Spätprogramm zwei neu restaurierte Werke des US-amerikanischen Pornodarstellers und -regisseurs Fred Halsted. Sie sind die Erstlingswerke eines Filmschaffenden aus dem Jahr 1972, dessen radikale Visualität nicht nur bahnbrechend für das schwule Erotikkino ist, sondern bis heute noch großen Anklang in der Kunstwelt findet: Seine Filme sind als einziges schwules pornografisches Material dauerhafter Bestandteil des New Yorker Museum of Modern Art.
Der Sommer ist wieder da!

Szene aus "Mein erster Sommer" (Bild: Salzgeber)
Die Besucher*innen des queerfilmfestivals haben am Freitag die Gelegenheit, den Sommer Revue passieren zu lassen und sich sonnendurchfluteten Momenten auf der Leinwand hinzugeben.
Katie Founds "Mein erster Sommer" trägt Aufbruch und unendliche Möglichkeiten im Titel. Das Regiedebüt der Australierin erzählt eine märchenhafte lesbische Coming-of-Age-Geschichte rund um Claudia und Grace sowie die Entdeckung der "Liebe wie ein erster Atemzug", wie das Plakat verspricht. Neben Nachwuchsdarstellerin Maiah Stewardson spielt hier auch Markella Kavenagh mit, die aktuell in der neuen "Herr der Ringe"-Serie "Die Ringe der Macht" zu sehen ist.
Ägyptische Popmusik und polyamouröse Liebesgeschichten

Szene aus "Soll ich dich einem Sommertag vergleichen?" (Bild: Salzgeber)
Mit dem zweiten sommerlichen Filmtitel geht es nach Ägypten. Regisseur Mohammad Shawky Hassan zitiert in seinem schwulen Liebesfilm "Soll ich dich einem Sommertag vergleichen?" die homoerotisch rezipierten Sonette von Shakespeare. In flirrenden, farbenfrohen Bildern entwirft er ein skurriles und zugleich herzergreifendes Musical mit ägyptischer Popmusik und mythischen arabischen Figuren. Mit einer innovativen Visualität geht der Film der Vergänglichkeit der polyamourösen Liebe auf den Grund. Bei der Berliner Vorführung am Freitag im Delphi Lux wird der Regisseur selbst anwesend sein; in München können die Besucher*innen nach dem Screening am Montag, 12.9. im City Kino mit Co-Produzent Maxi Haslberger, ins Gespräch kommen.
Eye Candy in hautengen Speedos

Szene aus "Der Schwmmer" (Bild: Salzgeber)
In den Pool geht es mit dem Film "Der Schwimmer" des israelischen Regisseurs Adam Kalderon. Der ehrgeizige Schwimmprofi Erez verliebt sich in seinen attraktiven Konkurrenten; zunehmend gerät er in einen Gewissenskonflikt zwischen eigenen sportlichen Ambitionen und der großen Liebe. "Ein Film fürs (schwule) Auge", findet Fabian Schäfer auf queer.de (https://www.queer.de/detail.php?article_id=43124). Hautnah könnt ihr den Regisseur bei den Vorführungen in Berlin (9.9. 19 Uhr: Delphi Lux), Frankfurt (13.9. 18 Uhr: Harmonie), Leipzig (8.9. 20 Uhr: Passage), Nürnberg (12.9. 20:30 Uhr: Casablanca) und Wien (10.9. 19:45 Uhr: Votiv Kino) erleben.
Mit François Ozon geht's am Donnerstag los!

Szene aus "Peter von Kant" (Bild: Carole Bethuel / Foz)
Die liebevolle Hommage an Rainer Werner Fassbinder "Peter von Kant" eröffnet das diesjährige Festival. Es ist der neue Film des französischen Regisseurs François Ozon, der sich schon in "Tropfen auf heiße Steine" oder "Swimming Pool" mit dem Werk Fassbinders auseinandersetzte.
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Der satirische Film rund um den titelgebenden Regisseur, der in Köln an den Verlockungen des Genusses und einer impulsiven Zerstörungswut zerbricht, eröffnete schon die diesjährige Berlinale. Bei der Eröffnungsveranstaltung im Berliner Delphi Filmpalast des queerfilmfestivals wird sowohl Ozon als auch Stéfan Crépon (einer der Darsteller) anwesend sein – für diese Vorführung gibt es auf Instagram oder Facebook noch zwei Freikarten zu gewinnen!
Eine queere Geschichte aus Georgien

Szene aus "Wet Sand" (Bild: Salzgeber)
Raus aus Köln, ab in ein kleines georgisches Dorf am Schwarzen Meer. Elene Naveriani porträtiert in "Wet Sand" die stagnierende Ortsgemeinschaft, die seit Jahrzehnten in Traditionen feststeckt und keinen Platz für queere Liebe lässt. Erst als ein alter Mann Suizid begeht und seine Enkelin aus der Großstadt anreist, beginnt sich dieses Geflecht der unausgesprochenen Wut und Verzweiflung zu lösen.
Ein zutiefst melancholisches und nachdenkliches Stück Kino, das eine traumhafte Szenerie auf die Leinwand malt und gleichzeitig nach der Befreiung queerer Menschen schreit.
Weitere Infos und Links zu den Kinokarten findest du auf der Website des queerfilmfestivals.
Links zum Thema:
» Website des queerfilmfestivals
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Wer um Himmels Willen denkt sich solche deutschen Untertitel aus? Und warum?
Der peinlich bemüht wirkende und wenig subtile Wegweiser Richtung "Wassersport", dazu "Speedo-Sex" - warum?
Klingt in meinen Ohren wie so eine billige Natursekt-Pornonummer aus den 90ern. Ob das dem Film gerecht wird, wage ich nach den bislang gelesenen Kritiken zu bezweifeln.
Bislang hielt ich diese arg peinlichen Filmuntertitel im Deutschen wie "Mo' Money - Meh' Geld", "Das turbogeile Gummiboot", "Voll auf die Nüsse" oder "Hot Fuzz Zwei abgewichste Profis" für den Tiefpunkt. Was der deutsche Verleih aus "The Swimmer" macht, legt die Latte (höhö, höhö - er hatte Latte gesagt, höhö) noch deutlich tiefer. Und sie lag schon fast auf dem Boden.