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Synodaler Weg

Mainzer Bischof erwartet Lockerung des Segnungsverbots für Homo­sexuelle

Holt die katholische Kirche in Deutschland gleichgeschlechtliche Paare aus der Schmuddelecke? Bischof Peter Kohlgraf glaubt, dass man sich gegen den Vatikan durchsetzen kann.


Peter Kohlgraf ist seit 2017 katholischer Bischof von Mainz (Bild: Bistum Mainz)

  • 7. September 2022, 12:17h 3 2 Min.

Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf geht nach eigenen Worten "mit gemischten Gefühlen" in die bevorstehende Synodalversammlung zum Reformprozess der katholischen Kirche in Deutschland. Er erwarte insbesondere Änderungen im seelsorglichen Umgang mit gleich­geschlechtlichen Paaren, sagte er der Zeitschrift "Publik Forum" (Mittwoch). Es sei für ihn "keine Frage, dass es auch in außerehelichen Partnerschaften Sinndimensionen gibt, die ich segnen kann. Da stehe ich auf dem Boden einer soliden Theologie."

Bislang hält der Vatikan am Segnungsverbot für gleich­geschlechtliche Paare fest – während Segnungen etwa von Tieren oder sogar von Autos erlaubt sind. Erst letztes Jahr bekräftigte die Glaubenskongregation, dass "sündigen" Beziehungen grundsätzlich kein Segen entgegengebracht werden könne (queer.de berichtete). Dagegen gab es viel Widerspruch in Deutschland.

Skepsis bei Synodalem Rat und Gleichbehandlung von Frauen

Skeptisch äußerte sich Kohlgraf über die geplante Einrichtung eines Synodalen Rates aus Bischöfen und Laien, der gemeinsam Entscheidungen treffen soll: "Ein weiteres Gremium halte ich für problematisch." Die Rolle des Diözesanbischofs werde sich "durch den Synodalen Rat nicht verändern".

Die Argumente, die für die Öffnung aller Weiheämter für Frauen vorgebracht werden, könne er "gut mittragen", sagte Kohlgraf weiter. Allerdings sei nicht damit zu rechnen, dass sich hier in absehbarer Zeit etwas ändere. Das wüssten auch alle, die an dem Grundsatzpapier mitgearbeitet hätten. Als Erfolg wertete der Mainzer Bischof, dass sich das Thema sexueller Missbrauch in allen Grundlagentexten und Handlungsempfehlungen widerspiegele.

Von diesem Donnerstag an treffen die katholischen Bischöfe Deutschlands mit Laien-Vertreter*innen, Ordensleuten und kirchlichen Mitarbeitenden in Frankfurt zur vierten Synodalversammlung des Synodalen Weges zusammen, wie der Reformprozess bezeichnet wird. Die Reformer*innen wollen bei der mehrtägigen Veranstaltung Änderungen erreichen in der kirchlichen Sexualmoral, der Rolle von Frauen in der Kirche und im Umgang mit dem Zölibat für katholische Priester. Auslöser des Reformprozesses war die massive Vertrauenskrise nach Bekanntwerden des Missbrauchsskandals.

Der Vatikan hat allerdings bereits angekündigt, dass er zu weitgehende Veränderungen in Deutschland nicht akzeptieren werde (queer.de berichtete). (dpa/dk)

-w-

#1 OlamarAnonym
  • 07.09.2022, 16:01h
  • wenn Homosexualität von Außen unterdrückt wird, wird sie halt heimlich ausgelebt, was mitunter durch die Unterdrückung auch bizarre Formen annehmen kann (z. B. Promiskuität - da man ja nicht öffentlich zu einander stehen kann und nicht regelmäßig mit einer bestimmten Person gesehen werden will, um Fragen zu entgehen die eventuell aufkommen könnten). Und gerade das heimliche, das dem Menschen ein schlechtes Gewissen macht, das ist für die Seele schädlich, oder "Sünde". Das Wichtigste dabei ist es, sich darüber klar zu werden, dass was man gemacht hat für niemanden schädlich war (für einvernehmlicher Sex braucht man logischer Weise sowieso kein schlechtes Gewissen zu haben). Dazu braucht es keinen externen Menschen, der einem das bestätigt. Mit reinem Gewissen findet man sehr leicht Zugang zum göttlichen - Auch ohne komerziell-folkloristische Auswüchse.
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#2 SchlüssigAnonym
  • 07.09.2022, 16:23h
  • Antwort auf #1 von Olamar
  • Na...also bitte.
    Promiskuität ist kein "bizarre(r) Auswuchs", sondern natürlicher Teil des sexuellen Spektrums, nicht jedermanns aber vielermanns Sache, und auch der promiskuitive Mensch muss kein schlechtes Gewissen haben.
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#3 fredinbkkkkAnonym
  • 08.09.2022, 04:11h
  • Mit reinem Gewissen findet man sehr leicht Zugang zum göttlichen -
    ...zu was ????
    Ist der Satz Satiere ??

    Der Mainzer Klerikalopa ,will wohl seinen gutbezahlten Beruf verlieren ,,sich gegen den Stellvertreter GOTTES zu stellen.das kann ins Auge gehen....
    am Ende lande er noch auf seine alten Tage als Friedhofsprediger und bei Harz 4

    Franzi wird sich seinen Namen merken

    und villeicht in christlicher Manier zuschlagen......
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