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"Inakzeptabel"

Dortmund: CSD-Organisator*­innen berichten von Gewalt

Auch in Dortmund ist es offenbar zu queerfeindlichen Übergriffen beim Pride gekommen.


Immer öfter gibt es Meldungen von Hassattacken beim CSD (Bild: K-Screen Shots / flickr)

Im Umfeld des CSD Dortmund ist es vergangenen Samstag zu offenbar queer­feindlich motivierten Angriffen auf Teilnehmer*­innen gekommen. Das meldet der queere Dortmunder Dachverband SLADO e.V., der den CSD veranstaltet.

Demnach seien gegen 21 Uhr drei Personen, die zuvor an der Demonstration teilgenommen hatten, im Bereich des Stadtgartens von einer Gruppe von Personen zunächst beleidigt und gefilmt worden. Im weiteren Verlauf seien die Betroffenen geschlagen und verletzt worden. Die herbeigerufene Polizei habe die Verletzungen dokumentiert. Die Verletzten seien vor Ort medizinisch versorgt worden. Nachdem die Täter*­innen erneut gesichtet worden seien, sei es der aufs Neue gerufenen Polizei nicht gelungenen, sie festzunehmen.

Mehrere weitere Vorfälle seien dem SLADO-Vorstand bekannt: Bei einem Übergriff sei ein Demo-Teilnehmer bespuckt worden. Während der Demonstration sei der Zug aus einem Haus in der Kurfürstenstraße mit Eiern beworfen worden. Am Hauptbahnhof hätten Neo-Nazis Aufnahmen des Demozugs gemacht und Bilder einzelner Teilnehmer*­innen widerrechtlich auf einschlägigen Telegram-Kanälen veröffentlicht.

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"Jede Form von Gewalt gegen queere Menschen ist inakzeptabel"

"Wir verurteilen die Angriffe auf Mitglieder unserer Community aufs Schärfste", erklärte der SLADO-Vorstand. "Jede Form von Gewalt gegen queere Menschen ist inakzeptabel. Die Vorfälle zeigen, dass es ein breites Spektrum von Gewalt gegen queere Menschen in Dortmund gibt. Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt öffentlich sichtbar zu machen, birgt weiterhin ein Risiko von Angriffen und Anfeindungen. Trotzdem werden wir auch in Zukunft sichtbar und hörbar für die Rechte von LSBTIQ* eintreten."

SLADO rät allen, die queerfeindliche Gewalt erleben, sich an die Polizei zu wenden und Anzeige zu erstattet. Sofern ein gegen LGBTI gerichteter Hintergrund als Motiv vermutet werde, sollte dieser angegeben und im Anzeigenprotokoll vermerkt werden. Oftmals schreckten queere Menschen vor einer Anzeige zurück, sei es wegen negativer Erfahrungen mit der Polizei, aus Scham oder wegen vermuteter geringer Erfolgsaussichten. Dadurch bleibe aber das Ausmaß queerfeindlicher Gewalt untererfasst.

CN: Queerfeindliche Gewalt. Dem Vorstand von SLADO sind mehrere queerfeindliche Angriffe und Übergriffe gegen...

Posted by SLADO on Friday, September 9, 2022
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Erst vor zwei Wochen wurde trans Mann Malte C. beim CSD im 50 Kilometer von Dortmund entfernten Münster von einem mutmaßlichen Trans-Hasser attackiert (queer.de berichtete). Der 25-Jährige starb später im Krankenhaus (queer.de berichtete). Auch aus Bremen wurde vor wenigen Tagen ein Übergriff auf eine trans Frau gemeldet, die dabei schwer verletzt wurde (queer.de berichtete).

Wegen "massiver öffentliche transfeindliche Gewalt im Pride-Kontext" sagten die Organisator*innen des Berliner Reclaim Pride am Freitag die Veranstaltung kurzfristig ab (queer.de berichtete). (cw)

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#1 EndeDerKommunkationAnonym
  • 09.09.2022, 15:41h
  • Nur, falls jemand fragen sollte, weshalb wir uns immer so aufspielen und wichtig machen, wozu es den CSD überhaupt noch gibt, wir hätten doch schon alles... - GENAU DESHALB.

    Vielleicht rafft nun aber auch mal die*der eine*r mehr, dass weshalb der CSD ursprünglich entstand. Wir sind wieder am Anfang.
  • Direktlink »
#2 KölnfischAnonym
  • 09.09.2022, 15:52h
  • Aufgabe für Herbert Reul und die Polizei:
    Feststellen der Identitäten der filmenden Neonazis
    und deren Bestrafung wegen widerrechtlicher
    Veröffentlichung einzelner Bilder auf Telegram.
    Gilt auch dann, wenn Polzeiangehörige auch
    gefilmt haben sollten zwecks Veröffentlichung.
  • Direktlink »