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Einzelkommentar zu:
FDP und Grüne fordern gleiche Rechte


#6 SaschaAnonym
  • 09.02.2006, 17:11h
  • Die FDP zitiert in ihrem Antrag das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 17.07.2002: "Die Eingetragene Lebenspartnerschaft berühre nicht die grundrechtlich geschützte Eheschließungsfreiheit, da GLEICHGESCHLECHTLICHEN PAAREN DIE EHE GRUNDSÄTZLICH VERSCHLOSSEN BLEIBE." (Hervorhebung durch Sascha)

    Wo, wenn nicht hier, liegt der große reaktionäre Denkfehler und die noch größere Frechheit bei all den progressiven Anträgen, die momentan eingereicht werden?

    Artikel 6 Absatz 1 des Grundgesetzes
    stellt zwar Ehe und Familie unter besonderen Schutz, definiert sie aber nicht explizit als Lebensgemeinschaft verschieden geschlechtlicher Partner.

    Und genau hier muss die Politik ansetzen: Denn im Jahre 2006 und in einem Europa, in dem zahlreiche Länder die Ehe endlich als gesellschaftliche (nicht kirchliche!!!) Institution neu definiert und ohne Einschränkung für Homosexuelle geöffnet haben, können wir in Deutschland (nur weil "wir Papst sind") nicht weiterhin der alten, falschen und menschen- sowie realitätsverachtenden Logik folgen!

    Wir brauchen keine "Extrawurst" für Schwule und Lesben, bei der am Ende aber ausdrücklich dazu gesagt wird, dass sie eben nicht der heiligen Ehe gleich ist. Was wir in einer Demokratie dringend brauchen, ist die uneingeschränkte Öffnung der Ehe.

    Leider wird dieser Anspruch weder im Antrag der Grünen noch der FDP erhoben!
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