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Sextoy auf Abwegen?

Verschwörungstheorie: Analkugeln sollen Schachspieler zum Sieg verholfen haben

Der Schachweltmeister verliert überraschend gegen einen Teenager – und steigt danach erbost aus einem Turnier aus. Jetzt gibt es wilde Theorien, um den Nachwuchsspieler zu diskreditieren. Auch Elon Musk meldet sich zu Wort.


Erobern Analkugeln jetzt auch die Welt des Schachs?
  • 12. September 2022, 12:46h 10 2 Min.

In der Schachwelt gibt es derzeit einen besonders bizarren Streit: Hintergrund ist die Niederlage des 31-jährigen Schachweltmeisters Magnus Carlsen aus Norwegen gegen den 19-jährigen Newcomer Hans Niemann aus den USA. Carlsen hatte vor einer Woche bei einem mit einer halben Million Euro dotierten Turnier in St. Louis (US-Bundesstaat Missouri) völlig überraschend den Kürzeren gezogen. Er zog sich daraufhin aus dem Turnier zurück – und seither machen wilde Betrugsvorwürfe die Runde.

Die wildeste Theorie kommt vom kanadischen Großmeister Eric Hansen. Er stellte in einem Livestream im Gamer-Portal Twitch die Vermutung auf, dass Niemann Analkugeln genutzt haben könnte, um sich die richtigen Züge mit Vibrationen anzeigen zu lassen. Er sei aber kein Experte in dieser Sache, so Hansen weiter.

Elon Musk kalauert

Die Anschuldigung schlug hohe Wellen: Sogar Elon Musk, der reichste Mann der Welt, schaltete sich in die Debatte ein. In einem inzwischen wieder gelöschten Tweet erklärte der Tesla-Gründer spöttisch: "Das Talent trifft ein Ziel, das kein anderer trifft; das Genie trifft ein Ziel, das kein anderer sieht (weil es in deinem Hintern steckt)".

Der unterlegene Carlsen hat sich bislang nicht zu den Gründen für seinen Rückzug geäußert. Er hatte diesen nur in einem Tweet angekündigt und dabei ein kurzes Video mit Fußballtrainer José Mourinho veröffentlicht, in dem dieser erklärte: "Wenn ich etwas sage, bin ich in großen Schwierigkeiten. Und ich möchte keine Probleme kriegen."

/ MagnusCarlsen
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Der attackierte Niemann äußerte sich zu den Analkugel-Vorwürfen, indem er vergangene Schummeleien in Online-Spielen zugab, aber beteuerte, dass er heute eine ehrliche Haut sei. "Als Zwölfjähriger spielte ich gegen einen Freund und ich hatte etwas Hilfe vom Computer", so Niemann. Den zweiten Fehler habe er mit 16 Jahren begangen: Damals habe er erstmals alleine in New York gelebt, während draußen die Corona-Pandemie tobte. "Und ich musste meine Miete bezahlen. Ich hätte alles getan, um meinen Stream größer zu machen". Dies sei "der größte Fehler meines Lebens" gewesen, seither habe er nie wieder betrogen, so die Nummer 40 der Weltrangliste. (cw)

-w-

#1 Glaube ich nichtAnonym
  • 12.09.2022, 15:19h
  • Jetzt ist also schon das Schachspiel unter der Gürtellinie angekommen.

    Wie einer cool weiterspielen kann wenn einem da hinten mittels Analperlen Stösschen auf den G-Punkt verabreicht werden, das wage ich sehr zu bezweifeln.

    Das muss sein Gegenüber doch mitgekriegt haben?
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#2 StresslaAnonym
  • 12.09.2022, 15:22h
  • Skurril, das Ganze. Dass der dicke Putinfreund Musk sogleich auf den unterschwellig auch schwulenfeindlichen Zug aufspringt, darf wohl nicht mehr verwundern.
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#3 Gnurfel42Anonym
  • 12.09.2022, 16:37h
  • Dies ist ganz offensichtlich eine schlechte Ad-hoc-Hypothese. Der Streamer hat ja selber zugegeben, dass er keine Ahnung hat.

    Und die Hypothese hat einen gigantischen Haken: Nein, nicht die Technik. Der Haken an der Hypothese ist, sie ist nicht falsifizierbar. Es ist so gut wie unmöglich, zu beweisen, dass die Hypothese *nicht* stimmt. Das ist schlecht. Solange es keine handfesten Beweise gibt, sollte man diese Hypothese nicht ernst nehmen. Die Wahl von Analkugeln u.ä. scheint reichlich skurril und auch effekthascherisch. Es gibt ja noch eine Reihe anderer Geräte, die funken, und die man irgendwo am Körper verstecken kann.

    Denn dies könnte man im Prinzip *jedem* Spieler pauschal so vorwerfen, und da kannst du auch nicht viel sagen. Die einzig sinnvolle Verteidigung gegen solche Vorwürfe ist die Erinnerung an das Prinzip der Falsifizierbarkeit.

    »What has been asserted without evidence may be dismissed without evidence.«
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