Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?43208

"Im Geheimdienst Ihrer Majestät"

Ex-James-Bond-Darsteller Lazenby entschuldigt sich nach sexistischen und homophoben Sprüchen

George Lazenby war bei einem Auftritt nach "schauerlichen" Anekdoten vom Publikum ausgebuht worden und hatte die Bühne verlassen.


Lazenby auf einer Bond-Fan-Veranstaltung im Jahr 2008 (Bild: Luigi Novi / wikipedia)

  • 13. September 2022, 07:38h 8 2 Min.

Der ehemalige James-Bond-Darsteller George Lazenby (83) hat sich öffentlich entschuldigt, nachdem er mit Aussagen bei einer Konzertveranstaltung im australischen Perth für Empörung gesorgt hatte. "Es tut mir leid und macht mich traurig, dass meine Geschichten einige Leute beleidigt haben", schrieb der Australier bei Twitter.

Lazenby, der in dem 007-Klassiker "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" 1969 die Rolle des berühmten Geheimagenten gespielt hatte, war Stargast der Konzertreihe "The Music of James Bond" gewesen. Laut Medienberichten war es beim dritten Konzert in Perth zum Eklat gekommen, als Lazenby als Talkgast über sein Leben reflektierte.


Lazenby mit dem späteren AbFab-Star Joanna Lumley in "Her Majesty's Secret Service" (Bild: Comet Photo AG / wikipedia)

Beim Radiosender 6PR berichtete eine Zuschauerin, Lazenby habe "vor allem von seinen sexuellen Errungenschaften erzählt": "Es war absolut unglaublich. Einmal redete er über einen australischen Cricketspieler, an dessen Tochter er interessiert war, und er sagte, er habe sie aus einem Pub in London herausgezerrt und in ein Auto gesteckt, was natürlich schauerlich ist."

Auch habe er "homophobe Bemerkungen" gemacht, geflucht und einen Tag nach ihrem Tod die Rolle der Queen herabgespielt. All das sei "nicht charmant, nicht einmal lustig" gewesen, so die Anruferin. "Es war gruselig, es war beleidigend … es war absolut schreckliches Verhalten." Eine andere Zuschauerin soll ihn deshalb unterbrochen haben: "Entschuldigung, aber das ist beleidigend!" Daraufhin habe der James-Bond-Star unter Buhrufen die Bühne verlassen. Seine Teilnahme am vierten und letzten Konzert in Melbourne wurde abgesagt.

Schauspieler verweist auf "gay friends"

Lazenby selbst äußerte sich auf Twitter reumütig. "Es war nie meine Absicht, verletzende oder homophobe Kommentare abzugeben, und es tut mir wirklich leid, wenn meine Geschichten, die ich oft erzählt habe, so aufgenommen wurden." In seinem engsten Umfeld habe er auch homosexuelle Freunde und er habe niemanden verletzten wollen. Sein ganzes Leben sei er von starken Frauen umgeben gewesen und er habe Frauen immer bewundert und sie und ihre Wünsche respektiert.

/ lazenbyofficial
Datenschutz-Einstellungen | Info / Hilfe

Andere Zuschauer nahmen Lazenby nach dem Auftritt in Schutz. So hieß es, der 007-Darsteller habe "bewusst übertrieben", um das Publikum zum Lachen zu bringen. "Die Show war sehr unterhaltsam, bis einige Leute dazwischen gerufen und gebuht haben", sagte ein Zuschauer. Zuvor war Lazenby in Sydney und Adelaide aufgetreten, wo er Berichten zufolge viel Applaus bekommen hatte.

In dem Film "Becoming Bond" von 2017, einer Mischung aus Spielfilm und Dokumentation, hatte Lazenby mit viel Humor von seiner angeblich wilden Jugend erzählt. Auf die Frage, ob sich wirklich alles so zugetragen habe, grinste der ergraute Schauspieler vor der Kamera ironisch und sagte: "Wie sollte ich mich sonst daran erinnern können?" (dpa/cw)

#1 janxAnonym
  • 13.09.2022, 10:36h
  • Er ist 83. Ich würde jetzt kein Riesenfass aufmachen. Es ist einfach so, dass so etwas früher vollkommen normal war. Niemand hat sich etwas dabei gedacht oder protestiert, wenn solche Witze gemacht wurden. Die Zeiten haben sich zum Glück geändert. Es ist gut das Leute deutlich protestiert haben. Ich hoffe er hat in seinem hohen Alter auch ein wenig daraus gelernt. Dann ist aber nun auch mal gut. Da soll man sich lieber auf andere Leute konzentrieren, die ganz bewusst eine Hassideologie verbreiten.
  • Direktlink »
#2 ZonkiAnonym
#3 Alexander_FAnonym