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Türkei
Istanbul: Hunderte demonstrieren für Verbot von LGBTI-Verbänden
Während CSD-Märsche in der Türkei seit Jahren verboten werden, warb das staatliche Fernsehen für eine queerfeindliche Kundgebung regierungsnaher Organisationen.

Die Demonstration fand im als traditionell konservativ geltenden Stadtbezirk Fatih statt (Bild: TRT)
- 19. September 2022, 05:32h 1 Min.
Mehrere hundert Menschen beteiligten sich am Sonntag in Istanbul an einer queerfeindlichen Demonstration. Die Teilnehmer*innen trugen Banner mit Aufschriften wie "Schütze Deine Familie und Deine Generation", wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Zudem forderten sie ein Verbot von "LGBT Propaganda" und von Gruppen, die sich für die Rechte queerer Menschen einsetzen. Deren Demonstrationen waren in den vergangenen Jahren in der Türkei untersagt worden.
Zu der Demonstration hatten dutzende konservative Vereinigungen aufgerufen. Unter den Teilnehmern waren viele Unterstützer*innen von Gruppierungen, die dem Präsidenten Recep Tayyip Erdogan nahestehen. Frauen mit Kopftuch skandierten Parolen wie "Vater und Mutter und Baby gleich Familie". Sie versammelten sich in dem als traditionell konservativ geltenden Stadtbezirk Fatih.
Nach einer Genehmigung durch den türkischen Rundfunkrat wurde im Fernsehen für die Kundgebung geworben, da sie im "öffentlichen Interesse" sei. Dies stieß auf massiven Protest bei Menschenrechtsgruppen. Kritiker*innen der Demonstration veöffentlichten in Online-Netzwerken Kommentare wie "Nein zu dem Marsch des Hasses", um ihre Solidarität mit der LGBTI-Bewegung zu bekunden. (cw/AFP)














