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New York

Schwuler Meteorologe wegen Pornovideos gefeuert

Der beliebte Wettermoderator Erick Adame hat seinen Job bei einem großen New Yorker TV-Sender verloren, weil er in einer "Adult Website" mit sich spielte.


Erick Adame darf dem New Yorker Publikum nicht mehr die Wettervorhersage vorlesen (Bild: Instagram / Erick Adame)

Der schwule Meteorologe Erick Adame ist am Montag vom Fernsehsender NY1 fristlos entlassen worden, weil seine Vorgesetzten auf nicht jugendfreie Videos des Wettermoderators aufmerksam geworden sind. In einem Instagram-Eintrag berichtet der zwei Mal für einen Emmy nominierte Adame über den Grund seiner Entlassung: Er sei "heimlich auf einer Erwachsenen-Website" aktiv gewesen, "obwohl ich eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens im größten TV-Markt des Landes bin". Er habe "vor der Kamera für andere Männer performt", so der Meteorologe weiter. Um welche Seite es sich dabei handelt, sagte er nicht.

Für seine Aktivitäten sei er nicht bezahlt worden. Sein Psychiater bezeichne diese als "zwanghafte Verhaltensweisen". "Es war absurd von mir zu glauben, dass ich das geheim halten konnte", gab er zu. Als sein Arbeitgeber von diesem Hobby Wind bekommen habe, sei er zunächst freigestellt und dann gefeuert worden.

"Ich entschuldige mich nicht dafür, offen schwul zu sein"

In dem langen Text erklärte er weiter, er wolle sich bei seinem Arbeitgeber, seinen Kolleg*innen, seinem Publikum, seiner Familie und seinen Freund*innen "unmissverständlich entschuldigen". Er werde ärztliche Hilfe aufsuchen. Gleichzeitig erklärte er: "Lassen Sie mich ganz deutlich werden: Ich entschuldige mich nicht dafür, offen schwul oder sex-positiv zu sein – das sind Geschenke und ich schäme mich nicht dafür." Er sei optimistisch, in Zukunft wieder einen Arbeitsplatz zu finden.

Die US-Nachrichtenseite "Daily Beast" berichtete über Gerichtsunterlagen, laut denen er gerichtlich gegen ein Unternehmen vorgeht, das über eine Website Nacktbilder von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens teilt. Demnach seinen aus den Video stammende Nacktaufnahmen von ihm an seinen Arbeitgeber und seine Mutter geschickt worden. Adame verlangt nun, dass die Identität eines anonymen Nutzers des Portals öffentlich gemacht wird, der diese Bilder verschickt hat.

Adame arbeitete seit 2017 für NY1. Er wurde für seine Berichterstattung über Hurrikan Ida und den Tropensturm Isaias jeweils für einen Emmy nominiert. (dk)

-w-

#1 KilianEhemaliges Profil
  • 20.09.2022, 16:45h
  • In den USA kann man ja hunderte Millionen Dollar via Gericht erstreiten. Da es nahezu ausgeschlossen ist, dass der Arbeitgeber per Mausrutscher ausgerechnet auf Adame und die entsprechende Seite gestoßen ist, würde ich alle Verräter:innen und Denunziant:innen auf Schmerzensgeld und Schadensersatz verklagen und dafür sorgen, dass diese Personen in diesem Leben keinen schönen Moment mehr erleben.
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#2 thorium222
  • 20.09.2022, 18:17hMr
  • Ja, natürlich, das Schlaueste war das jetzt wirklich nicht, aber das liegt ja nur an dem bigotten und prüden Umfeld. Menschen haben Sex und andere Menschen wollen dabei zuschauen, das sollte echt nicht weiter erwähnenswert sein. Wenn er das jetzt nicht in der Wettershow macht, sollte es vollkommen egal sein, welche einvernehmlichen Sexualpraktiken er in seinem Privatleben auslebt. Es zwingt ja niemand die Zuschauer seiner Wetterberichte, online zu gehen und nach seinen Sexvideos zu suchen.
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#3 gastAnonym
  • 20.09.2022, 20:14h
  • Oh je, jemand der in der Fernsehbranche tätig ist, sollte sich über die Gefahren bewusst sein, die auf solchen Websites mit entsprechendem Klientel - lauern. Kind, hättest dein Gesicht verdecken können .... zu spät. Ich hoffe er lernt draus.
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