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Er will ein Vorbild für andere sein

Schottischer Fußballer Zander Murray outet sich als schwul

Weiteres Coming-out im britischen Fußball: Nach einem CSD-Besuch ringt sich der 30-jährige Zander Murray durch, offen mit seiner sexuellen Orientierung umzugehen.


Zander Murray spielt seit 2019 für die Gala Fairydean Rovers (Bild: Instagram / Zander Murray)

  • 21. September 2022, 08:01h 7 2 Min.

Das Coming-out eines weitere Fußballers sorgt in Großbritannien für Schlagzeilen: Der 30 Jahre alte Zander Murray hat sich vergangene Woche auf der Homepage seines in der Kleinstadt Galashiels beheimateten Clubs Gala Fairydean Rovers als schwul geoutet und die Hintergründe erläutert. Der Verein spielt in der fünftklassigen Lowland Football League. Nach seinem Coming-out habe er viele positive Reaktionen erhalten.

Offen zu sein, sei eine große Entlastung, erklärte Murray in seinem Coming-out-Schreiben. "Es gibt zwei Gründe, warum ich mich zu dem Schritt entschieden habe: Erstens war ich kürzlich auf einem CSD und habe es geliebt. Zuvor hatte ich meine sexuelle Orientierung immer geheim gehalten", so Murray. Es sei schön gewesen, einfach "frei und glücklich zu sein" und er selbst sein zu können. "Ich wollte außerdem auch anderen Spielern helfen, die mit dieser Sache kämpfen, da es für Männer, speziell für Fußballer, nicht so einfach ist, damit umzugehen."

Vor dem Coming-out habe er befürchtet, dass sich Menschen gegen ihn wenden. "Man denkt das Schlimmste", schrieb er. Aber: "Es war schön zu sehen, wie viel Unterstützung ich erhalten habe."

/ fairydeanrovers

Nach dem Coming-out sagte Murray gegenüber "BBC Radio Scotland": "Ich habe das Ausmaß der Reaktionen nicht erwartet. So viele Leute hat das inspiriert und motiviert und ich habe viele bezaubernde Botschaften erhalten." Als er aufgewachsen sei, habe er praktisch keine schwulen Vorbilder gehabt – deshalb sei das Coming-out für ihn lange kein Thema gewesen.

Bereits im Mai hatte sich der 17-jährige englische Zweitligaspieler Jake Daniels als schwul geoutet (queer.de berichtete). Auf diesen Schritt gab es viele positive Reaktionen, etwa auch vom Erstligatrainer Jürgen Klopp (queer.de berichtete).

Vor Daniels hatte es drei Jahrzehnte lang kein einziges Coming-out im Profi-Fußball auf der Insel gegeben. Das war offenbar auch auf schlechte Erfahrungen von Justin Fashanu zurückzuführen, der sich 1990 als schwul geoutet hatte. Der einstige englische Superstar wurde danach mit homophoben Sprechchören in Stadien bedacht, musste sich homophobe "Witze" der Mitspieler anhören und war einer aggressiven Kampagne der nicht zimperlichen britischen Boulevardmedien ausgesetzt. 1998 beging Fashanu nach nie bewiesenen Missbrauchsvorwürfen Selbstmord. (dk)

-w-

#1 WanndererAnonym
  • 21.09.2022, 18:37h
  • Verkehrte Welt: Wenn sonst eine Fußballmeldung kommt, sind gleich 20 Statements darunter, dass ein aktiver Spieler sich outen solle. Jetzt tut das einer und alle sind still.
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#2 KopfschüttelAnonym
#3 AmberAnonym
  • 21.09.2022, 19:54h
  • Ich feier das! Es braucht Leute die Mutig sind.

    Gerade im Fußball, wo viele immer noch nicht sehen wollen, welche Quote es unter den Spielern gibt. Nein, die sind bitte alle Hetero und ach so glücklich mit ihren "Freundinnen".
    Full Support!
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