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Polizeibericht

Offenbar queer­feindlicher Angriff bei Frankfurter Volksfest

Auf der "Dippemess" soll eine Person queerfeindlich beleidigt und zu Boden geschlagen worden sein. Ein 14-jähriger Verdächtiger wurde bereits ermittelt.


Symbolbild für einen Polizeieinsatz (Bild: René Mentschke / flickr)

  • 23. September 2022, 15:29h 12 2 Min.

Während der diesjährigen Frankfurter "Dippemess" ist es zu einem mutmaßlich queerfeindlichen Angriff gekommen. Nach derzeitigen Ermittlungen ereignete sich die Tat zwischen dem 9. und 10. September, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

Ein Zeuge hatte sich demnach am Donnerstag mit Videos von der Tat bei der Polizei gemeldet. Darauf war zu sehen, wie ein Jugendlicher einer anderen Person mit der Faust ins Gesicht schlug. Das Opfer sei durch den Schlag zu Boden gegangen. Zudem soll die Person queerfeindlich beleidigt worden sein.

Umstehende Personen hätten den Angaben zufolge das Geschehen mit ihren Smartphones gefilmt. Ein Video des Vorgangs kursiere mittlerweile im Internet.

Angegriffene Person noch unbekannt

Ein 14-Jähriger sei bereits als Tatverdächtiger ermittelt worden, berichtete die Polizei weiter. Gegen ihn werde nun wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung ermittelt. Die Ermittlungen zur Identifizierung der angegriffenen Person sowie zu den Hintergründen der Tat dauerten an. Zuständig ist der Staatsschutz der Frankfurter Kriminalpolizei. Zeug*innen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer (069) 755-53111 zu melden.

Die Frankfurter Polizei hatte zuletzt häufiger mutmaßliche queerfeindliche Übergriffe gemeldet. Im Juli hatte sie zudem nach mehreren Angriffen angekündigt, ihre Präsenz insbesondere um die Konstablerwache zu verstärken, um queere Menschen besser vor Gewalt zu schützen (queer.de berichtete).

Die "Dippemess" gilt als größtes und ältestes Frankfurter Volksfest, sie wurde bereits im 14. Jahrhundert schriftlich erwähnt. Sie findet auf dem Festplatz am Ratsweg vor der Eissporthalle zweimal pro Jahr statt, einmal für drei Wochen rund um Ostern und dann als Herbst-Ausgabe für eine Woche Anfang September. (cw)

-w-

#1 IngenieurAnonym
  • 23.09.2022, 21:41h
  • Erschreckend wie jung die Täter immer sind, aber da hilft vielleicht noch Aufklärung.
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#2 Pride
  • 23.09.2022, 21:56h...
  • Es ist unverständlich, wenn mehrere Menschen filmten, daß denn nicht zusammen eingegriffen werden konnte. Jedenfalls sollten sie dann jetzt so couragiert sein, mit ihren Filmen das Verbrechen mit auf zu klären. Sonst bestände der nicht auszudenkende Verdacht, Gaffer*innen hätten da auch noch für ihren weiteren Hausgebrauch gefilmt.
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#3 janxAnonym
  • 23.09.2022, 23:02h
  • Wird halt zukünftig die Frage sein, ob wir uns ständig von Teenagern verprügeln lassen müssen oder ob man nicht mal das Strafmündigkeitsalter herabsetzt und das Jugendstrafrecht abschafft. Beim Herabsetzen des Wahlalters sind alle immer vorne mit dabei und bei Friday For Future wollen die Jugendlichen auch ernstgenommen werden. Aber dann kann man mit 14 Jahren nicht wissen, dass man keine Menschen zusammenschlägt? Da ist einiges schwer in Schieflage geraten in dieser Rechtfertigungsrepublik.
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