https://queer.de/?43328
Es ist aus
"Queer as Folk" nach einer Staffel abgesetzt
Die Neuauflage von "Queer as Folk" wird trotz eines Cliffhangers nicht fortgesetzt. Artikel enthält Spoiler.

Wir werden nie erfahren, wie es mit Ruthie (Jesse James Keitel) und Brodie (Devin Way) weitergeht (Bild: Peacock)
- 26. September 2022, 09:24h 3 Min.
Der Streaminganbieter Peacock hat die Neuauflage von "Queer as Folk" nach einer Staffel und acht Folgen abgesetzt. Die erste Staffel war Anfang Juni auf Peacock veröffentlicht worden, Ende Juli bot der kostenpflichtige Streamingdienst Starzplay die Serie auch in Deutschland an (queer.de berichtete).
Fans dürften enttäuscht sein, da die letzte Folge mit einem Cliffhanger endete: Ruthie (Jesse James Keitel) und Brodie (Devin Way) küssten sich darin in einer dramatischen Szene im Regen von New Orleans. Stephen Dunn, der Drehbuchautor, Regisseur und Produzent hinter dem Reboot, beschrieb das Ende von Staffel eins so: "Das ist ein katastrophales Ende. Aber es ist auch wunderschön und sehr romantisch." Er habe queere Menschen mit der Serie "in jedes mögliche Szenario" setzen wollen. Nun wird das Publikum aber nie erfahren, ob Ruthie und Brodie eine Zukunft als Liebespaar haben.
Dunn reagierte am Freitag auf Instagram auf die Absetzung der Show. "Es ist ein seltenes Geschenk in diesen Zeiten und in diesem Land, eine Sendung zu machen, die so furchtlos und kompromisslos ist wie 'Queer as Folk'. Diese Erfahrung hat unser Leben für immer verändert und wir sind so dankbar, dass wir diese unglaubliche neue Familie gefunden haben. Aber heute haben wir die enttäuschende Nachricht erhalten, dass wir keine zweite Staffel erhalten", so Dunn. "Wir wissen, wie viel die Sendung Fans bedeutet hat, und sind traurig, dass wir nicht mehr Folgen drehen können." Ferner erklärte er, dass er und sein Team stolz auf die Serie seien.
Die nichtbinäre und trans Darstellerin Jesse James Keitel schrieb auf Twitter: "Es bricht mein Herz, dass ich Ade zu Ruthie sagen muss. Wir alle haben queere Figuren gesehen (oder gespielt), die unfehlbar sind, aber ich habe nie jemanden so wie sie gespielt. Ich bin jedem dankbar, der sich mit Ruthie identifizieren konnte. Ich habe mich auch in ihr wiedergefunden."
/ JesseJKeitelBreaks my heart to say goodbye to Ruthie weve all seen (or played) queer characters that are infallible, but Ive never played anyone quite like her. Grateful to everyone who connected with Ruthie I saw me in her too Cheers, queers #QueerAsFolk pic.twitter.com/NszbJnTvUB
Jesse James Keitel (@JesseJKeitel) September 26, 2022
|
"Queer as Folk" basierte auf der gleichnamigen britischen Serie aus den Jahren 1999 und 2000. Bereits 2000 bis 2005 gab es einen US-Ableger, der im kanadischen Toronto gedreht wurde, aber im amerikanischen Pittsburgh spielte. Die neue Serie wurde im pittoresken New Orleans gedreht und war auch dort mit viel Lokalkolorit angesiedelt. Anders als die Vorgängerserien zeigte das neue "Queer as Folk" eine große ethnische Vielfalt bei Figuren und behandelte auch Themen wie Schwule mit Behinderung sowie andere Geschlechtsidentitäten. Eine Nebenrolle hatte auch die kanadisch-britische Schauspielerin Kim Cattrall ("Sex and the City") übernommen – sie spielte Brodies Mutter.
Die Serie erhielt insgesamt positive Reaktionen, allerdings auch Kritik. Queer.de-Autor Sebastian Galyga beklagte etwa in einer Rezension zu glatte Figuren und fehlende Tiefe. (dk)
Mehr queere Kultur:
» auf sissymag.de
01:55h, ZDFneo:
The Persian Version
Culture-Clash-Komödie und queeres Familiendrama: Die lesbische Leila muss ihren aus dem Iran stammenden Eltern beibringen, dass sie von einem Drag-Darsteller schwanger ist.
Spielfilm, USA 2023- 5 weitere TV-Tipps »















Der mittlerweile dritte Aufguss derselben Serie war so grottenschlecht, dass es echt peinlich war.
Vielleicht sollten die in Zukunft auch mal was neues machen, statt immer nur das x-te Sequel, Prequel oder Remake von erfolgreichen Klassikern zu machen.