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Es ist aus

"Queer as Folk" nach einer Staffel abgesetzt

Die Neuauflage von "Queer as Folk" wird trotz eines Cliffhangers nicht fortgesetzt. Artikel enthält Spoiler.


Wir werden nie erfahren, wie es mit Ruthie (Jesse James Keitel) und Brodie (Devin Way) weitergeht (Bild: Peacock)

Der Streaminganbieter Peacock hat die Neuauflage von "Queer as Folk" nach einer Staffel und acht Folgen abgesetzt. Die erste Staffel war Anfang Juni auf Peacock veröffentlicht worden, Ende Juli bot der kostenpflichtige Streamingdienst Starzplay die Serie auch in Deutschland an (queer.de berichtete).

Fans dürften enttäuscht sein, da die letzte Folge mit einem Cliffhanger endete: Ruthie (Jesse James Keitel) und Brodie (Devin Way) küssten sich darin in einer dramatischen Szene im Regen von New Orleans. Stephen Dunn, der Drehbuchautor, Regisseur und Produzent hinter dem Reboot, beschrieb das Ende von Staffel eins so: "Das ist ein katastrophales Ende. Aber es ist auch wunderschön und sehr romantisch." Er habe queere Menschen mit der Serie "in jedes mögliche Szenario" setzen wollen. Nun wird das Publikum aber nie erfahren, ob Ruthie und Brodie eine Zukunft als Liebespaar haben.

Dunn reagierte am Freitag auf Instagram auf die Absetzung der Show. "Es ist ein seltenes Geschenk in diesen Zeiten und in diesem Land, eine Sendung zu machen, die so furchtlos und kompromisslos ist wie 'Queer as Folk'. Diese Erfahrung hat unser Leben für immer verändert und wir sind so dankbar, dass wir diese unglaubliche neue Familie gefunden haben. Aber heute haben wir die enttäuschende Nachricht erhalten, dass wir keine zweite Staffel erhalten", so Dunn. "Wir wissen, wie viel die Sendung Fans bedeutet hat, und sind traurig, dass wir nicht mehr Folgen drehen können." Ferner erklärte er, dass er und sein Team stolz auf die Serie seien.

Die nichtbinäre und trans Darstellerin Jesse James Keitel schrieb auf Twitter: "Es bricht mein Herz, dass ich Ade zu Ruthie sagen muss. Wir alle haben queere Figuren gesehen (oder gespielt), die unfehlbar sind, aber ich habe nie jemanden so wie sie gespielt. Ich bin jedem dankbar, der sich mit Ruthie identifizieren konnte. Ich habe mich auch in ihr wiedergefunden."

/ JesseJKeitel
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"Queer as Folk" basierte auf der gleichnamigen britischen Serie aus den Jahren 1999 und 2000. Bereits 2000 bis 2005 gab es einen US-Ableger, der im kanadischen Toronto gedreht wurde, aber im amerikanischen Pittsburgh spielte. Die neue Serie wurde im pittoresken New Orleans gedreht und war auch dort mit viel Lokalkolorit angesiedelt. Anders als die Vorgängerserien zeigte das neue "Queer as Folk" eine große ethnische Vielfalt bei Figuren und behandelte auch Themen wie Schwule mit Behinderung sowie andere Geschlechtsidentitäten. Eine Nebenrolle hatte auch die kanadisch-britische Schauspielerin Kim Cattrall ("Sex and the City") übernommen – sie spielte Brodies Mutter.

Offizieller deutscher Trailer
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Die Serie erhielt insgesamt positive Reaktionen, allerdings auch Kritik. Queer.de-Autor Sebastian Galyga beklagte etwa in einer Rezension zu glatte Figuren und fehlende Tiefe. (dk)

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Queere TV-Tipps
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#1 TimonAnonym
  • 26.09.2022, 11:45h
  • Wundert mich gar nicht.

    Der mittlerweile dritte Aufguss derselben Serie war so grottenschlecht, dass es echt peinlich war.

    Vielleicht sollten die in Zukunft auch mal was neues machen, statt immer nur das x-te Sequel, Prequel oder Remake von erfolgreichen Klassikern zu machen.
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#2 Uwe RAnonym
  • 26.09.2022, 12:56h
  • Sebstian Galyga hat in seiner Rezension da leider recht. Und der letzte Absatz fasst das Alleinstellungsmerkmal der Serie dann ja quasi schon zusammen. Langweilig.

    Hinzu kommt in meinen Augen, dass die Serie rein gar nichts mit dem Vorgänger verbindet. Es ist einfach nur eine queere Clique in einer x-beliebigen Stadt.

    "Basiert auf der gleichnamigen [...]" - Ja wo denn?

    Man hat doch eher den Eindruck, dass man versucht hat, vom Glanz der alten Serien etwas abzubekommen. Mehr nicht.
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#3 BrianForeverAnonym
  • 26.09.2022, 13:06h
  • Ohne es gesehen zu haben - wundert mich nicht.
    Ich habe verstanden, dass es gar nicht so viel mit den beiden Vorgängern zu tun hat, aber dennoch ist das Anlehnen offensichtlich und - am schlimmsten - man hat sich des bekannten Namens bedient.
    Macht ne neue Serie und gebt ihr einen eigenen Namen. Ganz einfach.
    Wenn man es "Queer As Folk" nennt, verbinden die einen es mit dem britischen Original, die anderen mit der US-Version - und allein die Enttäuschung, dass es nur ein Aufguss ist, wird viele (wie mich) davon abgehalten haben, sich das anzusehen. Entsprechend schlecht waren die Quoten und Reaktionen. Hätte man den Machern ganz ohne Kristallkugel so voraussagen können.
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