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"Universaldesign"
Ein Vorraum für alle: VDI empfiehlt Unisextoiletten
In einer neuen "Sanitärraumrichtlinie" empfiehlt der Verein Deutscher Ingenieure laut einem Medienbericht die Schaffung von Unisexklos, um nichtbinäre und intergeschlechtliche Menschen nicht zu diskriminieren.
- 27. September 2022, 02:08h 2 Min.
Einem Medienbericht zufolge empfiehlt der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) in der Diskussion um eine zusätzliche Toilette für intergeschlechtliche und nichtbinäre Menschen die Schaffung von Unisextoiletten. Dies gehe aus einer überarbeiteten "Sanitärraumrichtlinie" des VDI hervor, berichtete die "Bild"-Zeitung am Montag. Darin schlägt der Verband demnach einen Unisexvorraum vor, um diskriminierungsfrei mit Menschen umzugehen, die sich nicht als Mann oder Frau definieren.
Vom gemeinsamen Vorraum könne dann der Toilettenraum mit raumhohen Einzelkabinen abgehen. Ein Beweggrund für die Überarbeitung der Richtlinie ist dem Bericht zufolge das Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2017, in dessen Folge die dritte Geschlechtsoption "divers" im Personenstandsrecht eingeführt wurde. "Mit der Einführung des dritten Personenstands durch den Gesetzgeber sind neue Konzepte für Sanitärbereiche erforderlich", heißt es demnach im Entwurf der VDI-Richtlinie.
Im Anschluss an das Verfassungsgerichtsurteil kam die Frage auf, ob für nichtbinäre Menschen auch neue WCs geschaffen werden müssten. Dem Bericht zufolge empfiehlt der Ingenieursverband hier "die Berücksichtigung im Rahmen eines Universaldesigns". Die VDI-Empfehlungen sind nicht rechtlich bindend. Laut "Bild" wird jedoch erwartet, dass sich trotzdem viele Bauträger*innen künftig darauf berufen, um gegen mögliche Klagen gewappnet zu sein. (cw/AFP)















