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"Universaldesign"

Ein Vorraum für alle: VDI empfiehlt Unisextoiletten

In einer neuen "Sanitärraumrichtlinie" empfiehlt der Verein Deutscher Ingenieure laut einem Medienbericht die Schaffung von Unisexklos, um nichtbinäre und intergeschlechtliche Menschen nicht zu diskriminieren.


Symbolbild: Unisextoilette am Flughafen von San Diego (Bild: Checkingfax / wikipedia)

  • 27. September 2022, 02:08h 11 2 Min.

Einem Medienbericht zufolge empfiehlt der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) in der Diskussion um eine zusätzliche Toilette für intergeschlechtliche und nichtbinäre Menschen die Schaffung von Unisextoiletten. Dies gehe aus einer überarbeiteten "Sanitärraumrichtlinie" des VDI hervor, berichtete die "Bild"-Zeitung am Montag. Darin schlägt der Verband demnach einen Unisexvorraum vor, um diskriminierungsfrei mit Menschen umzugehen, die sich nicht als Mann oder Frau definieren.

Vom gemeinsamen Vorraum könne dann der Toilettenraum mit raumhohen Einzelkabinen abgehen. Ein Beweggrund für die Überarbeitung der Richtlinie ist dem Bericht zufolge das Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2017, in dessen Folge die dritte Geschlechtsoption "divers" im Personenstandsrecht eingeführt wurde. "Mit der Einführung des dritten Personenstands durch den Gesetzgeber sind neue Konzepte für Sanitärbereiche erforderlich", heißt es demnach im Entwurf der VDI-Richtlinie.

Im Anschluss an das Verfassungsgerichtsurteil kam die Frage auf, ob für nichtbinäre Menschen auch neue WCs geschaffen werden müssten. Dem Bericht zufolge empfiehlt der Ingenieursverband hier "die Berücksichtigung im Rahmen eines Universaldesigns". Die VDI-Empfehlungen sind nicht rechtlich bindend. Laut "Bild" wird jedoch erwartet, dass sich trotzdem viele Bauträger*innen künftig darauf berufen, um gegen mögliche Klagen gewappnet zu sein. (cw/AFP)

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#1 HugogeraldAnonym
  • 27.09.2022, 09:42h
  • Statt einen Weg zu finden, damit es vor den Frauen-Klos nicht mehr sooo lange Warteschlangen gibt, sollen die Schwanzträger (Männer etc.) die nur pinkeln möchten diese Schlangen jetzt verlängern, dass die Frauen etc. noch länger warten müssen - schräger Vorschlag oder
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#2 Paula RoydAnonym
  • 27.09.2022, 09:46h
  • Sicherlich eine pragmatische Lösung, solang es zur Beschleunigung des Gesamtdurchlaufs weiterhin separate Urinale gibt.

    Da muss sich niemand outen, es gibt ja auch auf getrenntgeschlechtlichen Toiletten genügend Männer, die nur zum Pinkeln die Kabine benutzen.
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#3 WenigerIstNichtMehrAnonym
  • 27.09.2022, 10:06h
  • Das mag eine gute Idee sein, wenn mehr Leute einen Raum benutzen können, anstatt woanders warten zu müssen. Wenn aber nun Urinale rausgerissen werden und in einem Raum nur noch eine statt zwei Gelegenheiten gibt, kann das nicht Sinn der Sache sein. So an der uni Köln passiert.
    Da gab es im Erdgeschoß ein neu (!) errichteter Toilettenraum mit Sitz-WC und abgetrennten Urinal.
    Nach der Änderung zum Unisexklo wurden Trennwand und Tür zwischen Sitz-WC und Urinal regelrecht rausgerissen und das Urinal entfernt. Echt jetzt? Musste das sein?
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