Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?43339

Notdurft für alle

Deutsche Bahn: "Ab heute sind alle Zugtoiletten Unisextoiletten"

Mit einem Tweet reagiert die Deutsche Bahn auf die Debatte um Geschlechtertrennung im stillen Örtchen.


Hier darf jede*r rein (Bild: Entbert / wikipedia)

Die Deutsche Bahn hat am Montag mit einem Tweet für Aufregung in sozialen Medien gesorgt: "Ab heute sind alle Zugtoiletten Unisextoiletten", schrieb der Konzern.

Freilich sind Unisextoiletten in Bahnen weltweit nichts Neues. Sie existierten bereits lange vor der aufgeregten Diskussion um geschlechtsneutrale Toiletten, die von der AfD, aber auch von Teilen der Union, als "Genderwahn" kritisiert werden (queer.de berichtete). Vielmehr reagierte die Bahn mit ihrem Tweet auf eine Aufforderung der Autorin Kathrin Weßling, die den Konzern aufgefordert hatte: "Wenn ich Social Media bei der DB machen würde, würde ich twittern dass ab heute alle Zugtoiletten Unisextoiletten sind und einfach mal abwarten was passiert."

/ DB_Bahn
Datenschutz-Einstellungen | Info / Hilfe

Anlass für die Debatte war eine Empfehlung des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI), der in seiner "Sanitärraumrichtlinie" Unisextoiletten empfohlen hatte – offenbar als Folge der Einführung des dritten Geschlechseintrags "divers" (queer.de berichtete).

"Also defekt für egal welches Geschlecht?"

Viele reagierten erheitert auf den Tweet der Bahn. Einer schrieb etwa: "Dann darf sich Stephan Brandner jetzt in allen Zugtoiletten einschließen, wenn die Masken kontrolliert werden." Hintergrund ist eine Aktion des queerfeindlichen AfD-Politikers aus dem Jahr 2020, als der Maskenverweigerer einen Polizeieinsatz im Zug provozierte. Ein anderer Twitter-User kalauerte: "Also, wenn ihr jetzt noch arabische Zahlen einführt, werden ihr aber sowas von exmatrikuliert!" Manche bauten auch ihre Kritik an der Bahn in Reaktionen ein: "Also defekt für egal welches Geschlecht?", fragte ein Nutzer.

Freilich fanden auch einige genderkritische Kräfte den Eintrag nicht lustig: "Schon ziemlich geschmacklos, sich über die Ängste von Frauen lustig zu machen", schrieb eine Userin.

Bereits in der Vergangenheit machten sich viele einen Spaß daraus, die Unisextoiletten in Bahnen zu skandalisieren – etwa der Zugreiseblog im Artikel "Genderwahn der Bahn: Züge sollen Unisex-Toiletten erhalten", der am 1. April 2018 erschienen war. (dk)

-w-

-w-

-w-

#1 la_passanteAnonym
  • 27.09.2022, 13:24h
  • Zu den Zeiten der Bundesbahn waren Zugtoiletten auch nicht nach Geschlechtern getrennt, soweit ich mich erinnern kann (ist sehr lange her). Was soll also die Aufregung?
  • Direktlink »
#2 DannyMarc
#3 HmmmAnonym
  • 27.09.2022, 14:12h
  • Antwort auf #1 von la_passante
  • Genau das ist ja der Punkt den die Autorin, die Bahn und der Artikel hier ausarbeiten... die Albernheit dieser Diskussion sich darüber zu beschweren wer jetzt vor einem einen abgeseilt hat.

    Und Unisex Toiletten würden wahrscheinlich für jeden Vorteile bringen, wenn links und rechts noch Frauen/Nonbinäre fröhlich am kacken und pissen sind wird sich der ein oder andere Hurensohn vielleicht 2mal überlegen ob seine Hand "zufällig" meinen Arsch "streift" wenn ich am Urinal steh.

    Das Ausscheidungen mal ein Politikum werden mit denen man Stimmen gewinnen kann ist ja an Absurdität nicht mehr zu überbieten!
  • Direktlink »