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Queer Cinema

QueerScope-Debütfilmpreis für "So Damn Easy Going"

Der Dachverband der unabhängigen queeren Filmfestivals im deutschsprachigen Raum verleiht am Freitag in Freiburg seinen diesjährigen Preis – und zeigt vorab ein queeres Kurzfilmprogramm aus der Ukraine.


Szene aus "So Damn Easy Going"
  • 28. September 2022, 06:02h - 3 Min.

Die beiden queeren Filmfestivals in Freiburg, die Freiburger Lesbenfilmtage und die Schwule Filmwoche Freiburg, gestalten am Freitag, den 30. September 2022, im Kommunalen Kino ein gemeinsames Programm.

Um 17.30 Uhr präsentieren sie ein etwa 90-minütiges queeres Kurzfilmprogramm aus der Ukraine mit dem Namen "Nichts über uns ohne uns". Kuratiert wurde es von Bohdan Zhuk, Programmer des queeren Wettbewerbs beim Internationalen Film Festival "Molodist" in Kiew. Es zeigt sechs Produktionen von jungen queeren Filmschaffenden, die das Potenzial haben, eine wichtige Kraft in der ukrainischen und internationalen Filmwelt zu werden.

Gemeinsamer Preis der queeren Filmfestivals

Um 20 Uhr gibt es dann ein besonderes Highlight: die Verleihung des mit 5.000 Euro dotierten QueerScope-Debütfilmpreises, einer seit 2016 alljährlich vom Dachverband der unabhängigen, queeren Filmfestivals im deutschsprachigen Raum vergebenen Auszeichnung.

Dieses Jahr begeisterte die schwedisch-norwegische Spielfilmproduktion "So Damn Easy Going" die Programmverantwortlichen der 21 queeren Filmfestivals am meisten. Sie ist das Spielfilmdebüt des Regisseurs Christoffer Sandler nach einer Romanvorlage der schwedischen Schriftstellerin und Astrid-Lindgren-Preisträgerin Jenny Jägerfeld.

Zur Handlung: Die 18-jährige Schülerin Joanna hat eine Lightshow im Kopf. Und die Tabletten, die sie nehmen muss, um ihre Hyperaktivitätsstörung im Zaum zu halten, sind fast leer. Joana wird immer unruhiger. Sie hasst es, mit ihrer Nervosität aufzufallen. Nun braucht sie dringend Geld für ein neues Rezept. Von ihrem Vater, der den ganzen Tag vor dem Fernseher verbringt, ist da nichts zu erwarten. Doch ihr Nebenverdienst mit dem Verkauf von Kondomen an Mitschüler*innen bringt nicht genug ein. Vielleicht könnte ihr Freund Matheus aushelfen. Aber den möchte Joanna eigentlich lieber auf Abstand halten, denn sie hat gerade ihre neue Mitschülerin Audrey kennengelernt, zu der sie sich seltsam hingezogen fühlt...

Deutschlandpremiere in Freiburg

Der Film eröffnete in diesem Frühjahr das Göteborg International Filmfestival und überzeugt als zarte Lovestory durch seine eindringliche und doch leichte Erzählweise und die schauspielerische Leistung der beiden Newcomerinnen Nikki Hanseblad und Melina Benett Paukkonen in den Hauptrollen. Regisseur und Co-Autor Christoffer Sandler setzt überraschende visuelle und akustische Effekte ein, um die unkontrollierbare Kakophonie von Licht und Geräuschen darzustellen, die viele Menschen mit ADHS jeden Tag ertragen müssen. Mit "So Damn Easy Going" ist ihm ein charmantes Coming-of-Age-Drama gelungen über die Liebe und den Mut, man selbst zu sein.

Direktlink | Offizieller Trailer zu "So Damn Easy Going"
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Vor der Vorführung des Films, der in Freiburg als Deutschlandpremiere in der schwedischen Originalversion mit deutschen Untertiteln gezeigt wird, werden die beiden Freiburger queeren Filmfestivals den 7. QueerScope-Debütfilmpreis in Form einer gravierten Kameralinse im Kommunalen Kino Freiburg feierlich an den Regisseur Christoffer Sandler und die Hauptdarstellerin Nikki Hanseblad überreichen. Nach der Vorführung werden der Regisseur und die Hauptdarstellerin noch für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung stehen und interessante Einblicke in die Hintergründe zu "So Damn Easy Going" geben.

Den musikalischen Rahmen der Preisverleihung gestaltet das Bad Mouse Orchestra mit queeren Songs aus den 1920er Jahren mit Ukulele, Gitarre und Gesang. (cw/pm)

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