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"Opernwelt"-Preis

Kirill Serebrennikow ist Regisseur des Jahres

Der aus Russland geflohene schwule Regisseur hat eine hohe deutsche Auszeichnung erhalten.


Kirill Serebrennikow mit seiner neuesten Auszeichnung (Bild: Twitter / Opernwelt)
  • 29. September 2022, 07:42h - 2 Min.

Regisseur Kirill Serebrennikow ist bei einer Expert*innen-Umfrage der Zeitschrift "Opernwelt" zum "Regisseur des Jahres" gewählt worden. Grund seien seine Deutungen von Schostakowitschs "Nase" an der Bayerischen Staatsoper in München sowie Webers "Freischütz" in Amsterdam. "Und bitte: weiter so!", forderte die "Opernwelt" auf Twitter den 53-jährigen Regisseur auf.

/ Opernwelt
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Serebrennikow hatte in Moskau lange unter Hausarrest gestanden. Der Putin-Kritiker verlor letztes Jahr auch seinen Posten als Theater-Chef des international bekannten Gogol-Zentrums in Moskau (queer.de berichtete). Er konnte nach eigenen Angaben Russland legal verlassen und lebt inzwischen in Berlin. Im Mai stellte er in Cannes einen Film über den schwulen Tschaikowski vor. Dabei handelte es sich um den einzigen russischen Beitrag im Wettbewerb (queer.de berichtete).

Weitere Auszeichnungen von "Opernwelt": Die Oper Frankfurt ist erneut zum "Opernhaus des Jahres" gewählt worden. Maßgeblich für diese sechste Auszeichnung seien eine innovative, mutige Programmplanung sowie herausragende Regieleistungen gewesen, hieß es am Donnerstag zur Begründung. Die Zeitschrift hat nach eigenen Angaben für die Erhebung mehr als 40 internationale Kritikerinnen und Kritikern befragt.

Auch die "Aufführung des Jahres" in der Spielzeit 2021/22 wurde mit Christof Loys Inszenierung von Nikolai Rimski-Korsakows "Die Nacht vor Weihnachten" in Frankfurt gesehen. Das Haus beherbergt zudem den "Chor des Jahres" wegen der Leistung der Sängerinnen und Sänger in Luigi Dallapiccolas Musiktheater "Ulisse".

"Dirigent des Jahres" ist Kirill Petrenko. Der Chef der Berliner Philharmoniker wurde für seine Interpretation von Tschaikowskys "Pique Dame" ausgezeichnet, die er mit dem Orchester aus Berlin in Baden-Baden präsentierte.

Als "Uraufführung des Jahres" wurden Peter Eötvös' "Sleepless" an der Berliner Staatsoper Unter den Linden und Stefan Wirths "Girl with a Pearl Earring" am Opernhaus Zürich gleichauf gewertet. (dpa/cw)

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