https://queer.de/?43403
Achtzigerjahre-Star bei Kakerlakenshow
Boy George zieht in den britischen Dschungel
Für umgerechnet eine Million Euro soll der Culture-Club-Star bei der britischen Version von "Ich bin ein Star..." mitmachen. Wegen seiner juristischen Probleme ist der Auftritt umstritten.

Boy George in der Unterhaltungssendung "Saturday Night Takeaway" (Bild: Screenshot ITV)
- 4. Oktober 2022, 08:01h 2 Min.
Für eine Rekordgage soll laut "Daily Mail" George O'Dowd alias Boy George bei der 22. Staffel der britischen Dschungelshow "I'm a Celebrity...Get Me Out of Here!" teilnehmen. Der offen schwule 61-Jährige erhält nach Angaben der Boulevardzeitung für seinen Auftritt in der Sendung rund eine Million US-Dollar.
Eine namentlich nicht genannte Quelle beim Privatsender ITV erklärte laut "Mail": "Es ist mehr als aufregend, dass wir Boy George holen konnten. Es ist lange her, seit wir einen großen Weltstar in der Show hatten, und er wird zweifellos Zuschauer anlocken", wird die Person zitiert. "Er ist ein nationales Kulturgut und wir haben keinen Zweifel, dass das Publikum ihn zum Dschungelkönig wählen wird." Die britische Show soll im November erstmals seit Start der Corona-Krise wieder in Australien gedreht werden, also zwei Monate vor dem Start der 16. deutschen Staffel am selben Ort.
Bereits im April hatte Boy George in der Samstagabendshow "Ant and Dec's Saturday Night Takeaway" erklärt, dass er in den Dschungel gehen würde, wenn seine Essensvorlieben berücksichtigt werden würden. "Wenn eine vegane Version entsteht, dann bin ich dabei", so der Sänger damals. Boy George hatte vor acht Jahren erklärt, er sei auf eine roh-vegane Ernährung umgestiegen.
Juristische Auseinandersetzungen
In sozialen Medien gibt es aber auch Kritik an der Teilnahme, weil Boy George mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten war, unter anderem wegen Drogenproblemen. 2009 wurde er wegen Freiheitsberaubung zu 15 Monaten Haft verurteilt (queer.de berichtete). Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er einen norwegischen Escort gegen dessen Willen festgehalten und mit einer Eisenstange geschlagen hatte.
Im Frühjahr beschuldigte der frühere Culture-Club-Schlagzeuger Jon Moss Boy George zudem, ihn nach einer Culture-Club-Tournee vor ein paar Jahren um 188.000 Pfund (217.000 Euro) betrogen zu haben. Am Ende einigte sich die Band mit dem Ex-Mitglied außergerichtlich.
Boy George tritt auch in der aktuellen Staffel von "RuPaul's Drag Race UK" als Gast auf (queer.de berichtete). (dk)
Mehr queere Kultur:
» auf sissymag.de
23:20h, One:
In den besten Händen
Catherine Corsini beleuchtet in ihrer Tragikomödie die gesellschaftlichen Spannungen in Frankreich – erzählt aus der Perspektive eines gut situiierten lesbischen Paares.
Spielfilm, F 2022- mehr TV-Tipps »














