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Hollywood-Kino
Billy Eichner macht Heteros für schwachen "Bros"-Start verantwortlich
Der US-Kinostart der ersten schwulen Romcom eines großen Studios verlief enttäuschend – Drehbuchautor und Hauptdarsteller Billy Eichner glaubt, den Grund zu kennen.

Bobby (Billy Eichner, li.) und Aaron (Luke Macfarlane) lockten relativ wenige Zuschauer*innen in die US-Kinos (Bild: Universal Pictures)
- 4. Oktober 2022, 13:31h 2 Min.
Trotz überwiegend herausragender Kritiken ist die romantische Komödie "Bros" am Wochenende in den USA schwach gestartet. Der Film spielte in 3.350 Kinosälen 4,8 Millionen Dollar ein – und lag damit hinter dem Horrorfilm "Smile – Siehst du es auch?", dem Thriller "Don't Worry Darling" und dem Historienfilm "The Woman King" auf einem enttäuschenden vierten Platz. Im Vorfeld hatten Expert*innen geschätzt, dass die erste schwule Romcom eines großen Hollywoodstudios am Premierenwochenende acht bis zehn Millionen Dollar einspielen würde.
Hauptdarsteller Billy Eichner, der auch für das "Bros"-Drehbuch mitverantwortlich ist, teilte auf Twitter seine Gedanken, warum der Film so schwach gestartet ist: "'Rolling Stone' hat 'Bros' schon auf einer Liste der besten Comedys des 21. Jahrhundert gesetzt. Wahr ist aber auch, dass eine Kinokette 'Universal' angerufen hat und sagte, dass sie den Trailer wegen des schwulen Inhalts nicht zeigen werde", so Eichner. "Das ist die Welt, in der wir leben – leider. Sogar mit tollen Kritiken, guten Werten bei 'Rotten Tomatoes' und der Note Eins bei 'CinemaScore' gehen manche heterosexuellen Leute, besonders in bestimmten Teilen dieses Landes, nicht ins Kino zu 'Bros'. Das ist enttäuschend, aber so ist es nun mal."
/ billyeichnerThats just the world we live in, unfortunately. Even with glowing reviews, great Rotten Tomatoes scores, an A CinemaScore etc, straight people, especially in certain parts of the country, just didnt show up for Bros. And thats disappointing but it is what it is.
billy eichner (@billyeichner) October 2, 2022
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Eichner rief außerdem alle Heterosexuellen, "die nicht homophobe Spinner sind", auf, sich den Film anzusehen. "Es ist etwas Besonderes, diese Geschichte auf der großen Leinwand zu sehen, speziell für queere Menschen, die diese Chance nicht oft haben."
/ billyeichnerEveryone who ISNT a homophobic weirdo should go see BROS tonight! You will have a blast! And it *is* special and uniquely powerful to see this particular story on a big screen, esp for queer folks who dont get this opportunity often. I love this movie so much. GO BROS!!!
billy eichner (@billyeichner) October 2, 2022
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"Bros" war mit Kosten von 22 Millionen Dollar für einen Hollywoodfilm sehr günstig. Allerdings gab Universal Pictures noch einmal 30 Millionen Dollar für Werbung aus. Damit wird es für den Film schwierig werden, einen Gewinn zu erwirtschaften.
Nun besteht die Hoffnung, dass der Film international besser läuft: In Deutschland wird "Bros" am 27. Oktober in den Kinos anlaufen. "Bros" ist ein Film mit fast ausschließlich queerer Besetzung – mit dabei sind unter anderem Luke Macfarlane ("Brothers & Sisters"), Ts Madison ("Zola"), Guillermo Díaz ("Scandal"), Monica Raymund ("Chicago Fire"), Bowen Yang ("Saturday Night Live") und Miss Lawrence ("The United States vs. Billie Holiday") sowie Sitcom-Ikone Amanda Bearse ("Eine schrecklich nette Familie"), Oscar-Gewinner Jim Rash ("Community", Drehbuch-Autor von "The Descendants"), Broadway-Legende Harvey Fierstein ("Independence Day") und "RuPaul's Drag Race"-Gewinnerin Symone. (dk)
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Ich versteh auch nicht, warum alle Rollen queer besetzt wurden. Klar, sollten queere Schauspieler alle Chancen haben die Heten auch haben. Aber Quoten und Diskriminierung von Heten seh ich sehr kritisch.