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Erb*innen von Prince legt Veto ein

"Nothing Compares 2 U": Sinéad O'Connors größter Hit für Doku gesperrt

Sinéad O'Connors bekanntester Hit "Nothing Compares 2 U" darf in einer neuen Doku über ihr Leben nicht vorkommen. Das haben die Erb*innen von Prince verfügt.


Sinéad O'Connor sorgte immer wieder für Schlagzeilen in den Boulevardmedien (Bild: Showtime)

  • 5. Oktober 2022, 12:05h 1 3 Min.

Dieser Tage ist in den USA beim Premiumkabelkanal Showtime ein neuer Dokumentarfilm über das Leben und die Karriere der sexuell fluiden Sängerin Sinéad O'Connor (55) erschienen. Der größte Hit der Irin ist wohl unzweifelhaft der von Prince (1958-2016) geschriebene Song "Nothing Compares 2 U", den sie im Jahr 1990 begleitet von einem unvergessenen Musikvideo veröffentlichte. In der neuen Doku "Nothing Compares" darf die Nummer jedoch nicht erklingen. Das haben die Erben von Prince so verfügt, wie "Billboard" meldet.

Die Rechte an Sinéad O'Connors größtem Hit liegen bei Prince' Erben

Die im Jahr 2016 verstorbene Funk- und Pop-Ikone hatte den Song bereits Mitte der 1980er Jahre aufgenommen, doch zum Hit wurde "Nothing Compares 2 U" erst durch O'Connor. Im Dokumentarfilm "Nothing Compares" sind nun lediglich Bilder aus dem Musikvideo zum Song zu sehen, auf denen die Künstlerin in einer Großaufnahme singt und gegen Ende des Clips zwei Tränen vergießt. Dazu hören Zuschauer*innen einen Kommentar von Musikvideo-Regisseur John Maybury (64) und O'Connor selbst.

Eine Texttafel informiert das Publikum zudem darüber, dass Prince' Erb*innen die Nutzung der Aufnahme für den Dokumentarfilm untersagt hätten. Sharon Nelson, eine Halbschwester von Prince, sagte zu "Billboard": "Die Live-Version von Prince mit Rosie Gaines [auf seinem 1993 erschienenen Album 'The Hits/The B-Sides'] ist unvergleichlich." Die Interpretin O'Connor habe eine Nutzung des Songs, den ihr Bruder verfasst hat, "nicht verdient", so Nelson weiter. Die von Prince selbst aufgenommene Version sei "die beste".

Sinéad O'Connor hat sich in ihren Memoiren abfällig über Prince geäußert

In ihrer vor einem Jahr erschienenen Autobiografie "Erinnerungen: Rememberings" (Amazon-Affiliate-Link ) hatte Sinéad O'Connor einige unschöne Erinnerungen an den verstorbenen Prince geteilt. Die Musik-Legende traf O'Connor demnach erst, nachdem ihre Version von "Nothing Compares 2 U" zum Welthit wurde. Bei dem Treffen soll Prince dann unter anderem während einer von ihm initiierten Kissenschlacht einen harten Gegenstand in einem Kissen versteckt haben mit der Absicht, sie zu verletzen. Als O'Connor sein Haus daraufhin verließ, habe er sie angeblich mitten in der Nacht mit seinem Auto verfolgt. Das berichtete die "New York Times".

O'Connor hat mehrfach erklärt, dass sie nicht hundertprozentig heterosexuell sei und Sex mit sowohl Männern als auch Frauen gehabt habe. Sie hat vier Kinder und war vier Mal (ausschließlich mit Männern) verheiratet.

Im Jahr 2000 hatte sie ihr Coming-out mit den Worten "I actually am a dyke" (Ich bin tatsächlich eine Kampflesbe). Ein Jahr später ruderte sie zurück: "Ich habe überkompensiert, als ich mich eine Lesbe genannt habe." 2005 erklärte sie schließlich: "Ich bin drei Viertel heterosexuell und ein Viertel gay. Ich mag eigentlich haarige Typen am liebsten." Später sagte sie aber, es sei "nicht richtig", sie bisexuell zu nennen. (spot/cw)

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-w-

#1 Schon
  • 06.10.2022, 06:46hFürth
  • "Im Jahr 2000 hatte sie ihr Coming-out mit den Worten "I actually am a dyke" (Ich bin tatsächlich eine Kampflesbe)"

    Dyke=Kampflesbe oder Dyke=Lesbe?
    Bisher bin ich immer von Lesbe ausgegangen.
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