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Zeug*innen gesucht
Verschwundener Schwuler: Hamburger Polizei erneuert Aufruf an Öffentlichkeit
Die Polizei sucht noch immer nach Krzystof Karwicki, der 2020 verschwunden ist. Nun wendet sie sich erneut an die Öffentlichkeit, insbesondere an die "Schwulenszene".

Die Polizei wendet sich im Fall eines seit über zwei Jahren verschwundenen schwulen Mannes an die Öffentlichkeit (Bild: René Mentschke / flickr)
- 6. Oktober 2022, 07:37h - 2 Min.
Seit Juni 2020 ist der inzwischen 41-jährige Krzystof Karwicki aus dem Hamburger Stadtteil Horn spurlos verschwunden. Die Polizei sucht nun auch "gezielt mögliche Zeugen aus der Schwulenszene".
Der Verbleib von Karwicki habe trotz umfangreicher Ermittlungen in seinem Umfeld als auch im Ausland bis heute nicht geklärt werden können. Die Ermittler*innen des zuständigen Landeskriminalamts 44 gehen weiterhin auch Anhaltspunkten nach, die darauf schließen lassen, dass er Opfer eines Gewaltverbrechens geworden sein könnte.
"Herr Karwicki lebte offen schwul, verkehrte intensiv in der Szene und nutzte auch einschlägige Dating- und Kontaktapps. Zudem bot er auch Escort-/Begleitdienste an", teilte die Behörde mit. Zeug*innen, die Hinweise zu seinem Aufenthaltsort geben können oder nach seinem Verschwinden noch Kontakt zu ihm hatten, werden daher gebeten, sich unter 040/4286-56789 beim Hinweistelefon der Hamburger Polizei oder an jeder Polizeidienststelle in der Hansestadt zu melden.
Beschreibung des Gesuchten

Wer hat Informationen zum Verbleib von Krzystof Karwicki (Bild: Polizei Hamburg)
Der verschwundene Mann wird wie folgt beschrieben: Er ist etwa 1,84 Meter groß, hat eine athletische Figur, ein zusammenhängendes Tribal-Tattoo am rechten Oberarm und am rechten Oberkörper sowie weitere Tätowierungen am rechten Unterschenkel und Knöchel. Außerdem trägt er einen Ohrring am linken Ohr und ist zeitweise Brillenträger.
Karwicki lebte seit dem Jahr 2015 in einer Wohnung in der Dannerallee in Hamburg-Horn. Seit der Nacht vom 16. auf den 17. Juni 2020 fehlt von ihm jede Spur. In den Tagen zuvor hatte er seine Familie im polnischen Stettin besucht und war am 15. Juni 2020 mit dem Bus und der Bahn über Berlin zurück nach Hamburg gereist. (pm/cw)














