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Auf 40 Millionen Dollar verklagt

Kevin Spacey muss in New York vor Gericht

Der Millionenprozess gegen den tief gefallene Ex-Hollywoodstar geht los. Geklagt hatte "Star Trek"-Schauspieler Anthony Rapp.


Kevin Spacey ist bislang nicht rechtskräftig wegen sexuellem Missbrauch verurteilt worden, allerdings muss er sich jetzt in London und New York vor Gericht verantworten (Bild: Netflix)

Der 63-jährige US-Schauspieler Kevin Spacey muss sich ab Donnerstag vor einem New Yorker Gericht gegen eine Zivilklage des 50-jährigen schwulen Schauspielers Anthony Rapp ("Star Trek: Discovery") stellen. Rapp hatte Spacey beschuldigt, ihn in den Achtzigerjahren sexuell belästigt zu haben, als er gerade 14 Jahre alt war. Der Prozess startet am Donnerstag mit der Auswahl der Geschworenenjury. Laut Medienberichten will Rapp von Spacey 40 Millionen Dollar wegen "vorsätzlicher Zufügung von seelischem Leid und Körperverletzung".

Spacey hat die Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen. "Wir freuen uns auf das Geschworenen-Verfahren, in der es echte Beweise gibt statt einem Prozess, der auf sozialen Medien ausgetragen wird", erklärte Spaceys Staranwältin Jennifer Keller, die erst kürzlich in der Liste der "Top 100 Trial Lawyers in America", der besten 100 Anwält*innen der Vereinigten Staaten, aufgenommen wurde.


"Star Trek"-Star Anthony Rapp verklagte Kevin Spacey (Bild: Netflix)

Rapps Vorwürfe gegen den zweifachen Oscar-Gewinner brachten 2017 eine ganze Welle von Anschuldigungen ins Rollen: Mehrere Männer in den USA und Großbritannien warfen Spacey ebenfalls sexuelle Vergehen vor. Spaceys Karriere endete daraufhin abrupt. Netflix feuerte ihn etwa von der Erfolgsserie "House of Cards" und beendete jegliche Zusammenarbeit mit dem Schauspieler (queer.de berichtete).

Strafverfahren in London, Niederlage gegen Netflix

In London läuft unterdessen ein Strafverfahren gegen Spacey: Drei Männer warfen ihm vor, sie zwischen 2005 und 2013 sexuell missbraucht zu haben. Der Schauspieler plädierte im Juli vor Gericht auf "nicht schuldig" (queer.de berichtete).

Im August wurde bekannt, dass Spacey vor Gericht gegen Netflix verloren hatte (queer.de berichtete). Das Streamingportal durfte ihm demnach Strafzahlungen von 31 Millionen Dollar berechnen, weil er gegen Richtlinien bezüglich sexueller Belästigung verstoßen und somit Vertragsbruch begangen habe. (dk)

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