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US-Wahlkampf

Dragqueen fragt homophoben Senator: "Warum bist du so besessen von mir?"

Eine Dragqueen zeigt sich überrascht, dass sie in einem Wahlwerbespot des früheren Präsidentschaftskandidaten Marco Rubio auftaucht. Der Republikaner hatte sie bereits zuvor wegen eines Auftritts in Deutschland kritisiert.


Senator Marco Rubio will mit Attacken auf Dragqueens Stimmen gewinnen (Bild: United States Senate)
  • 6. Oktober 2022, 14:26h 3 3 Min.

Die amerikanische Dragqueen Lil Miss Hot Mess kritisiert den republikanischen US-Senator Marco Rubio aus Florida, weil er in einem queer­feindlichen Wahlwerbespot ihr Bild benutzt. "Warum bist du so besessen von mir und der 'Drag Story Hour'?", fragte die Dragqueen in einem Video, das von der LGBTI-Organisation GLAAD veröffentlicht wurde. "Drag Queen Story Hours" sind Lesestunden, in denen Dragqueens meist in öffentlichen Bibliotheken Kinderbücher vorlesen. Viele republikanische Politiker*­innen verunglimpften dies zuletzt als "Frühsexualisierung".

/ glaad
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Rubio gilt als extrem queer­feindlicher Politiker. Er war 2016 Präsident­schafts­kandidat, verlor aber am Ende in den republikanischen Vorwahlen gegen Donald Trump. Der 51-Jährige hatte sich nachdrücklich gegen die Ehe für alle eingesetzt und unterstützt die Wiedereinführung des Ehe-Verbots für Schwule und Lesben. Außerdem hat er enge Verbindungen zu queer­feindlichen Organisationen – so sammelte er etwa Spenden für eine Organisation, die Homo­sexuelle mit sogenannten Konversions­therapien "heilen" will.

Empörung über Auftritt von Lil Miss Hot Mess in Rheinland-Pfalz

In dem aktuellen Wahlwerbespot zeigt Rubio ein Bild von Lil Miss Hot Mess während eines Auftritts auf der US-Luftwaffenbasis im rheinland-pfälzischen Ramstein. Dabei spricht er über die "radikale Linke", die versuche, "Amerika zu vernichten". "Sie indoktrinieren Kinder und versuchen, Jungs in Mädchen zu verwandeln", sagt der Politiker in dem Video.


Dieses Buch erregt Marco Rubio

Bereits im Mai hatte Rubio den Auftritt von Lil Miss Hot Mess in Ramstein kritisiert. Dabei griff er die Dragqueen in einem Statement persönlich an und warf ihr vor, Kinder Schaden zufügen zu wollen. Er zitierte dabei aus ihrem Buch "The Hips on the Drag Queen Go Swish, Swish, Swish" (Die Hüfte der Dragqueen macht zisch, zisch, zisch). In dem Buch beschreibt Lil Miss Hot Mess, wie viel Spaß Tanzen macht und dass sich so Kinder "in ihrem Body fabulös fühlen können". Für Rubio war das ungehörig: "Ich hoffe, Sie stimmen mit mir überein, dass Entscheidungen über Kinder und ihren Körper Mamis und Paris, die unserer Nation dienen, überlassen werden sollten. Sie sollten nicht durch öffentlich geförderte Propaganda auf Luftwaffenbasen vermittelt werden", schrieb er. Daraufhin stellte die Luftwaffenbasis in Ramstein die "Drag Queen Story Hour" ein.

Marco Rubio ist seit 2011 Mitglied des 100-köpfigen Senats, des amerikanischen Oberhauses. Bei der letzten Wahl 2016 schlug er seinen demokratischen Herausforderer Patrick Murphy in Florida mit 52 zu 46 Prozent. Im November muss er sich der Wiederwahl stellen.

Laut Umfragen könnte das Ergebnis knapp werden. Eine Befragung der Zeitung "USA Today" sah ihn mit 45 Prozent vor der demokratischen Herausforderin Val Demings (41 Prozent).

Die USA-weite Wahl entscheidet, ob die Republikanische Partei beide Kammern des US-Kongresses erobert – im Senat stehen sich 50 Abgeordnete der Demokratischen Fraktion 50 Republikaner*­innen entgegen. Derzeit verfügen die Demokraten nur über eine Mehrheit, weil bei Stimmengleichheit Vizepräsidentin Kamala Harris den Ausschlag geben darf. (dk)

-w-

#1 Jeorge
  • 06.10.2022, 17:02hBramsche
  • Also davon mal abgesehen das seine Aussage das Jungs zu Mädchen gemacht werden sollen, was so nunmal leider nicht funktioniert ;), natürlich einfach nur lächerlich ist.
    Was genau ist so schlecht an Mädchen? Da trieft es doch wieder nur so von mysogonie.
    Und wieder einmal darf man sich bei jemanden der so fixiert ist auf das Thema fragen welche Leichen er genau im Keller hat.
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#2 AnonAnonym
  • 06.10.2022, 19:46h
  • Antwort auf #1 von Jeorge
  • Das sieht man ja auch immer gut daran, wie die umgekehrte Richtung nicht einmal erwähnt wird. Oft ist die Hetze völlig konzentriert auf Trans-Frauen, obwohl Trans-Männer ja genauso "trans sind"...

    Nicht-binäre findet man da oft gar nicht, das ist erstmal zu unbekannt und zu kompliziert für alle Beteiligten, und außerdem unnötig, gegen binäre Trans-Menschen kann man leichter hetzen, da ist das Feindbild doch viel klarer umrissen.
    Das wird in der Zukunft aber sicherlich auch noch mehr werden.
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#3 fredinbkkkkAnonym
  • 09.10.2022, 03:14h
  • denk ich an die USA in der Nacht...dann bin ich um den Schlaf gebracht,
    kein anderes Land ,ausser die Islam Staaten wo Prediger zur Ermordung von LGBTQ+ Menschen oeffendlich aufrufen..

    und keiner stoppt diese Monster.....
    Meinungsfreiheit ,mit nem Schrank voller Knarren und darueber das Holzgestell mit dem maltraetierten menschlichen Kadaver ....

    Jesusbrueder und Muslimbrueder, es macht kaum einen Unterschied...

    und mir macht es Brechreiz....
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