https://queer.de/?43445
ProSieben-Show
Enttäuschende Einschaltquote für "Love is King"
ProSieben musste mit der Olivia-Jones-Show einen herben Dämpfer am sonst so erfolgreichen Donnerstagabend hinnehmen.

Olivia Jones ist in ihrem Element (Bild: ProSieben / Nadine Rupp)
- 7. Oktober 2022, 08:06h 2 Min.
"Love is King" legte quotentechnisch am Donnerstagabend einen Fehlstart hin: Gerade einmal 640.000 Zuschauer*innen verfolgten laut GfK die erste Folge der Datingshow mit Olivia Jones. Das entspricht einem Marktanteil von 2,6 Prozent. Vergangene Woche konnte "The Voice of Germany" mit 1,76 Millionen Zuschauer*innen noch ein fast drei Mal so großes Publikum anziehen.
Bei der jüngeren Zielgruppe lief es etwas besser: Hier erreichte "Love is King" einen Marktanteil von 6,2 Prozent. Allerdings lag die Show damit noch weit hinter dem ProSieben-Schnitt, der vergangenen Monat mit 8,1 Prozent beziffert worden war.
Vorher bereits bei Joyn erhältlich
Die Quoten gedrückt haben dürfte, dass "Love is King" nur in Zweitverwertung auf ProSieben gezeigt wird. Die Serie läuft bereits seit gut einem Monat im sendereigenen Streamingportal Joyn. Nur die erste Episode kann dabei von allen (mit Werbeunterbrechungen) angesehen werden, die wöchentlich danach veröffentlichten Folgen sind dagegen nur für die zahlende Kundschaft gedacht (Joyn Plus+ kostet 6,99 Euro im Monat).
In der in einem bayerischen Schloss gedrehten Datingshow müssen 16 heterosexuelle Teilnehmer*innen dem modernem Dating-Verhalten komplett abschwören. Stattdessen tauchen sie im glamourösen Ambiente ganz in den royalen Lifestyle Anfang des 19. Jahrhunderts ein – mit Ballabenden, pompöse Gewändern, respektvollen Umgangsformen und Kommunikationsmöglichkeiten wie einst bei Hofe; und damit ganz anders als bei anderen Realityformaten. Olivia Jones gibt in der Show die Anstandsdame, die den Kandidierenden das Daten oder gar das Küssen erlaubt.
/ Die_Coole_Jule | Die Twitter-Welt ist über "Love is King" amüsiertWusste doch, ich kenn die Frisur #LoveisKing pic.twitter.com/Gcr63JjLvN
Jule (@Die_Coole_Jule) October 6, 2022
|
Das Format basiert auf Konzepten einer britischen Show aus dem Jahr 2013 ("My Little Princess") und einer amerikanischen Version von diesem Jahr ("The Courtship"). Beide Vorbilder floppten und brachten es nicht auf eine zweite Staffel – allerdings gab es bei diesem Shows keine Dragqueen am Hofe. (cw)
Mehr queere Kultur:
» auf sissymag.de
05:45h, Phoenix:
Liebe und Krieg – Schwule Helden der Antike
Im alten Griechenland gab es eine gerühmte Eliteeinheit von 300 Männern, von der Archäologen und Historiker heute vermuten, dass sie aus 150 männlichen Liebespaaren bestand.
Doku, GR/IT/AT 2023- 4 weitere TV-Tipps »
















Ist natürlich auch eine blöde Idee, Formate, die bisher nur gefloppt sind, dann auch nochmal in Deutschland zu versuchen.
Für Olivia Jones gäbe es sicher auch genug andere Formate, wo sie besser aufgehoben ist.