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Hassverbrechen
Palästina: Mann wegen sexueller Orientierung verschleppt und enthauptet
Nach seinem Coming-out floh ein 25-Jähriger vom Westjordanland nach Israel. Doch nach zwei Jahren konnten ihn offenbar queerfeindliche Kräfte aus Palästina aufspüren.

Ahmad Hacham Hamdi Abu Marakhia wurde offenbar aus Homo-Hass ermordet (Bild: Facebook / Rita Petrenko)
- 7. Oktober 2022, 12:32h 2 Min.
Ein nach Israel geflohener Palästinenser ist nach einem Bericht der "Jerusalem Post" wegen seiner sexuellen Orientierung in das Westjordanland verschleppt und brutal ermordet worden. Der 25-jährige Ahmad Hacham Hamdi Abu Marakhia soll demnach am Mittwochabend in Hebron geköpft worden sein. In sozialen Medien seien am Donnerstagmorgen Videos aufgetaucht, die die Leiche des Mannes zeigten. Die Polizei der Palästinensischen Autonomiebehörde untersucht nach Angaben der Nachrichtenagentur Ma'an die Tat. Ein Verdächtiger, der sich in der Nähe des Tatorts aufgehalten haben soll, soll demnach festgenommen worden sein.
Marakhia war den Berichten zufolge vor zwei Jahren nach Israel geflohen und lebte im "Al-Bait Al-Mokhtalef" (Das andere Haus), einem Zufluchtsort für queere Palästinenser*innen und queere arabische Israelis, die wegen ihrer Nationalität und ihre queere Identität Verfolgung erfahren. Er soll an diesem Zufluchtsort im Süden Israels für eine queere Organisation aktiv gewesen sein.
Marakhia wollte auswandern
"Viele haben ihn gekannt", so Rita Petrenko, die Chefin von "Al-Bait Al-Mokhtalef". Petrenko sagte, sie habe ihm dabei geholfen, eine Arbeitserlaubnis in Israel zu erhalten. Laut Petrenko sei Israel aber kein sicherer Ort für queere Palästinenser*innen – die einzige Möglichkeit sei Auswanderung. Ihre Organisation arbeite daher mit Kanada zusammen. Allerdings seien die bürokratischen Hürden inzwischen höher und die Auswanderung sei daher langwieriger als früher. Für Marakhia war das zu lange: "Er hatte sich darauf gefreut, das Land zu verlassen. Er war als Nächster dran", so Petrenko.
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Posted by Rita Petrenko on Thursday, October 6, 2022
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Die arabisch-israelische Knesset-Abgeordnete Ibtisam Mara'ana erklärte auf Twitter: "In der nächsten Regierung haben wir vor, die palästinensischer LGBT-Revolution zum Erfolg zu führen." Die Sozialdemokratin hat sich in den letzten Jahren für den Bau von queeren Schutzräumen für verfolgte Palästinenser*innen eingesetzt.
/ IbtisamMaraana25 . . .
Ibtisam Mara'ana (@IbtisamMaraana) October 6, 2022
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Im Westjordanland ist – anders als im von der islamistischen Hamas kontrollierten Gaza-Streifen – Homosexualität nicht formal verboten. Allerdings wird Abweichung von der hetero- und cissexuellen Identität von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung geächtet. Ein Coming-out ist gerade in ländlichen Gebieten lebensgefährlich. Daher fliehen viele queere Menschen nach Israel, dem einzigen queerfreundlichen Land der Region.
Zuletzt gab es auch Berichte, dass die palästinensische Polizei gegen queere Aktivist*innen vorgeht (queer.de berichtete). (dk)
















Leider haben diese menschenverachtenden islamischen Extremist*innen mit dem 25-jährigen Mann erneut einen queeren Mann töten können, der von der "Palästina" Hölle im Westjordanland verzweifelt nach Israel zum einzigen halbwegs sicheren Hafen im nahen Osten floh.