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CSD-Konferenz in Turin
Europride 2025: Lissabon setzt sich gegen Magdeburg durch
Deutschland muss weiter auf die erste Ausrichtung des Europrides seit 2004 warten. Lissabon hat deutlich gegen den Bewerber aus Sachsen-Anhalt gewonnen.

Die Veranstaltung der europäischen CSD-Organisator*innen fand am Wochenende in Turin statt (Bild: EPOA)
- 10. Oktober 2022, 09:23h 2 Min.
Die Mitglieder der European Pride Organisers Association (EPOA) haben am Samstag in Turin Lissabon als Ausrichter des Europride 2025 bestimmt. Die portugiesische Hauptstadt setzte sich mit 79 Prozent gegen den deutschen Bewerber Magdeburg durch, für den nur 21 Prozent stimmten.
/ EuroPrideThe moment we announced Arraial Lisboa Pride as the host of #EuroPride2025. Congratulations again to @ilgaportugal @redeexaequo and @VariacoesLGBTI! pic.twitter.com/tlz9OWzrQb
EPOA EuroPride (@EuroPride) October 8, 2022
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Der CSD Magdeburg zog trotz der Niederlage eine positive Bilanz: "Viele tolle Gespräche zeigen uns wie supportive unsere Pride Community ist", erklärten die Veranstalter*innen auf Facebook. "Unsere ehrenamtliche Arbeit in ganz Sachsen-Anhalt wurde von vielen gelobt. Wir haben viele neue Unterstützer gefunden, dass Thema ländlicher Raum ist und bleibt sehr wichtig." Zudem gratulierte der CSD Lissabon zu dem Sieg.
?? Congratulations Lisbon! ILGA Portugal, rede ex aequo and Variações – Associação de Comércio e Turismo LGBTI de...
Posted by CSD Magdeburg on Saturday, October 8, 2022
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Die Organisator*innen aus Lissabon wollen im Europride 2025 die Vielfalt der Community darstellen und deutlich machen, dass man für Gleichberechtigung kämpfen muss: "In einer feindlicher werdenden Umgebung – nicht nur gegenüber LGBTI-Rechten, sondern Menschenrechten generell – werden wir zeigen, wie wichtig es ist, sichtbar und mutig öffentliche Räume zu besetzen und Druck auszuüben."
Europride in Belgrad dieses Jahr verboten
Der Europride fand dieses Jahr in Belgrad statt – und sorgte dort für politischen Wirbel. Die Regierung hatte die Demo zunächst verboten, nachdem queerfeindliche Christ*innen dagegen protestiert hatten (queer.de berichtete). Am Ende fand die Veranstaltung dennoch in kleinerem Rahmen statt (queer.de berichtete).
Sven Lehmann, der Queerbeauftragte der deutschen Bundesregierung, hatte die Bewerbung von Magdeburg unterstützt (queer.de berichtete). In einem Empfehlungsschreiben erklärte der Grünenpolitiker aus Köln: "Die Ausrichtung wäre ein großartiges Signal aus Ostdeutschland heraus für alle europäischen LSBTIQ* – gerade auch in ländlichen Regionen."
/ svenlehmann#Magdeburg2025
Sven Lehmann (@svenlehmann) March 26, 2022
Magdeburg bewirbt sich um die Ausrichtung des @EuroPride 2025. Ich unterstütze diese Bewerbung ausdrücklich, denn es wäre ein großartiges Signal aus Ostdeutschland heraus für alle europäischen #LGBTQ und für Vielfalt!
Mein Letter of Support pic.twitter.com/qrVViGqH4V
Das letzte Mal wurde der Europride 2004 in Deutschland ausgetragen: Damals fand das Event in Hamburg unter dem Motto "Love breaks barriers" (Liebe bricht Grenzen) statt. Nächstes Jahr wird der Euro-CSD in der maltesischen Hauptstadt Valletta veranstaltet, 2024 im griechischen Thessaloniki. (dk)















