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Neue Attacke

Wagenknecht: "Grün-Linke" wollen Minderheiten "vor allen Zumutungen des Lebens" schützen

In ihrem neuen Buch-Vorwort erneuert Sahra Wagenknecht den Vorwurf an "Linksliberale", sich zu sehr um Minderheiten zu kümmern.


Die Linkenpolitikerin Sahra Wagenknecht provoziert nach ihrer Tirade gegen "skurrile Minderheiten" erneut (Bild: Fraktion DIE LINKE. im Bundestag / flickr)
  • 12. Oktober 2022, 14:54h 28 2 Min.

Die linke Bundestagsabgeordnete Sahra Wagenknecht hat in einem neuen Vorwort zu ihrem Buch "Die Selbstgerechten" den Vorwurf gegen Politiker*innen im linken Spektrum erneuert, sich zu sehr um Minderheiten zu kümmern. "Grün-linke Milieus" würden "für 'Opfer' und Waffenexporte" werben, so der Vorwurf der linken Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl in NRW.

"Zwar ist in linksliberalen Debatten ständig von Minderheiten die Rede, deren Befindlichkeiten und Gefühle vor allen Zumutungen des Lebens geschützt werden sollen", schrieb sie in dem am Mittwoch in der konservativen Tageszeitung "Die Welt" veröffentlichten Text. "Aber wehe eine Minderheit wagt es, nicht nur Gefühle, sondern auch eine Meinung zu haben, die sich von der des linksliberalen Mainstreams unterscheidet. Dann ist es vorbei mit der viel beschworenen Toleranz."

Das Vorwort schrieb die Linkenpolitikerin für die Taschenbuchausgabe ihres viel kritisierten Buches, das im April 2021 erstmals in gebundener Fassung veröffentlicht worden war. In dem 345-seitigen Werk beklagte sie sich unter anderem über "immer skurrilere Minderheiten", die angeblich "ihre Identität jeweils in irgendeiner Marotte finden, durch die sie sich von der Mehrheitsgesellschaft unterscheiden und aus der sie den Anspruch ableiten, ein Opfer zu sein". Als Beispiel für solche "Marotten" nannte die ehemalige Linken-Fraktionschefin im Bundestag sexuelle Orientierung, Hautfarbe und Ethnie. Arme Menschen, die lediglich "weiß und hetero" seien, würden dagegen den ihrer Meinung nach begehrten Opferstatus nicht erhalten (queer.de berichtete).

Wagenknecht: "Lifestyle-Linke" haben eine "besondere Aggressivität"

In dem neuen Vorwort ging die 53-Jährige insbesondere auf den russischen Krieg gegen die Ukraine ein. Daraus sei eine "alarmierende Kriegsbesoffenheit" entstanden. "Grünaffine Lifestyle-Linke" würden sich "in Kriegsfragen durch besondere Aggressivität hervortun". In dem Vorwort kritisierte sie zwar den "russischen Überfall auf die Ukraine", bezeichnete ihn aber gleichzeitig als "regionalen Konflikt" und setzte den Angriffskrieg mit der Reaktion des Westens gleich. Wörtlich schrieb sie: "Heute erzählt Putin dem russischen Volk, bei seiner Spezialoperation gehe es vor allem um den Kampf gegen ukrainische Nazis und den dortigen Faschismus. Große angelsächsische PR-Agenturen wiederum machen uns das Gleiche im Hinblick auf Russland weis."

Wagenknecht erklärte auch, der "moralisierende Linksliberalismus" sei "längst in einen neuen Autoritarismus gekippt, der totalitäre Züge trägt und die liberale Demokratie durch eine extreme Verengung des geduldeten Meinungsspektrums, durch missionarischen Erziehungseifer, Konformitätsdruck, Stigmatisierung und Ausgrenzung untergräbt". (dk)

/ BorisNMoellers | Wagenknecht wird in sozialen Medien vorgeworfen, die Expansionspolitik von Wladimir Putin zu verharmlosen. So habe sie vor Kriegsbeginn trotz eindeutiger Zeichen aus Moskau daran festgehalten, dass Putin keine Grenze verschieben wolle – inzwischen hat er Teile der Ukraine annektiert
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#1 Pride
  • 12.10.2022, 17:15h...
  • Zum Schutz von Demokratie und Menschenrechten gehört die Ausgrenzung von Faschist*innen und einer Wagenknecht.
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#2 OlliAnonym
  • 12.10.2022, 17:37h
  • Was stimmt mit dieser Frau eigentlich nicht? Diese Dame darf jeden Sch... in den Äther pusten: zu einer Demokratie gehört Rede und Gegenrede. Wenn Sahra Wagenknecht immer gleich beleidigt ist und jede Gegenrede zu ihren teils völlig abstrusen Thesen, egal ob zur Minderheitenpolitik oder der aktuellen Krise, gleich als Untergrabung der Meinungsfreiheit klassifiziert, ist sie keinen Deut besser als diese Freizeitfaschisten der AfD. Mit deren Claqueuren geht die Linke ja auch gerade gemeinsam auf die Montagsdemo.

    Man kann ihr und all den anderen, die von Demokratie nichts verstehen immer nur wieder deutlich machen, dass sie auf der anderen Seite der Aufklärung stehen. Einfach nur erbärmlich. Nur muss man fairerweise auch sagen, dass das massive Aufkommen der Radikalen von Links und Rechts ihre Ursache im Versagen der "etablierten" Politik ihren Ursprung hat. Gerade in der letzten Zeit mit ihren Krisen, ob sie nun Finanz-, Klima-, Urkraine-, Corona-, oder Energiekrise heißen, gehts nie um die Sache, um ein in der Tat teils die Existenz bedrohendes Problem, was man gemeinsam im Blick auf die Zukunft in den Griff bekommen muss, sondern nur darum, wie man jetzt noch schnell dem politischen Gegner eins auswischen kann. Die Lösung bleibt dann eben auf der Strecke und die Wagenknechts, die Chrupallas, die Weidels und die Söders freuen sich über die kostenlose und sehr effektive Wahlkampfhilfe. Der einfach denkende Mensch läuft nämlich am liebsten denen hinterher. Wo das am Ende hinführen kann, sieht man beim Blick in die Geschichte.
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#3 SchadeAnonym
  • 12.10.2022, 17:47h
  • Zu Wagenknecht hat die heute-show bereits alles gesagt:

    www.youtube.com/watch?v=_u7Pj2lXQwY

    Leider nicht mehr wählbar die Linksaprtei wegen Wagenknecht und ihrer Fanbasis in der Linkspartei. Schade, war früher noch eine linke Alternative zu den Agenda 2010 Parteien und wenigstens noch im Bundestag vertreten. Das wars dann ...
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