Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?43502

Hass auf Minderheiten

"Die Ampel verführt Kinder": AfD springt auf queer­feindliche CDU-Kampagne auf

Ex-Ministerin Julia Klöckner hatte versucht, die Ampel mit einem queerfeindlichen Kommentar bloßzustellen. Jetzt wird sie die Geister, die sie rief, nicht mehr los.


AfD-Vizechefin Mariana Harder-Kühnel macht gemeinsam mit der CDU Stimmung gegen queere Menschen – und nimmt es mit der Wahrheit nicht so genau (Bild: Screenshot Parlamentsfernsehen)

  • 13. Oktober 2022, 12:15h 22 2 Min.

Die AfD hat sich in einer am Donnerstag von der Bundesgeschäftsstelle verbreiteten offiziellen Stellungnahme der CDU-Kritik an der Queerpolitik der Bundesregierung angeschlossen. "Die Ampel verführt Kinder zur gesundheitsschädigenden Manipulation am eigenen Körper und motiviert sie regelrecht zur Rebellion gegen ihre möglicherweise protestierenden Eltern", behauptete AfD-Vizechefin Mariana Harder-Kühnel in der Stellungnahme. "Die eigentliche Aufgabe des Familienministeriums wäre es allerdings, Kinder zu schützen, Elternrechte zu stärken, den Familienfrieden zu gewährleisten und Familienneugründungen zu fördern."

Hintergrund ist, dass die CDU-Bundestagsabgeordneten Julia Klöckner und Marc Henrichmann die Koalition wegen eines Textes im Regenbogenportal der Bundesregierung über Pubertätsblocker scharf angegangen hatten. "Das ist doch irre", kommentierte Klöckner ganz im AfD-Jargon (queer.de berichtete).

Dabei müsste sie die Aufregung gegen sich selbst richten: Der kritisierte Text wurde nachgewiesenermaßen bereits während der schwarz-roten Koalition online gestellt, als Klöckner als Landwirtschaftsministerin Mitglied des Bundeskabinetts war.

/ sarahbosetti

Auch AfD-Vertreterin Harder-Kühnel verbreitete die Lüge weiter, dass dieser Text von der Ampel-Regierung stamme. Auf Twitter schrieb sie: "Nun schreckt die #Ampel nicht einmal mehr vor medizinischen Eingriffen zurück, um ihre ideologische Doktrin umzusetzen!"



Das Bundesfamilienministerium reagierte überrascht auf die Kontroverse: Der Text "informiert in altersgerechter, leichter Sprache, zu welchen Fragen sich betroffene Kinder, Jugendliche und Eltern beraten lassen sollten", teilte das Ministerium mit. Auf Twitter wies es den Vorwurf zurück, dass die Regierung die Einnahme von Pubertätsblockern empfehle.

/ BMFSFJ
Datenschutz-Einstellungen | Info / Hilfe

Weiter erklärte das Ministerium, die Debatte habe dazu geführt, dass das Portal durch eine Vielzahl von Zugriffen zeitweilig nicht erreichbar war. Außerdem habe man den Text noch präzisiert: "Um Missverständnissen vorzubeugen, wurde von der Redaktion inzwischen eine klarstellende Ergänzung eingefügt, dass ausschließlich Ärztinnen und Ärzte über die Notwendigkeit der Einnahme von Pubertätsblockern entscheiden." (dk)

-w-

#1 SeraphinaAnonym
  • 13.10.2022, 14:23h
  • "Nun wird Sie die Geister die Sie rief nicht mehr los" wohl kaum, das ist mehr als nur gewollt und eine weitere Vorbereitung auf eine mögliche CDU+AFD Allianz bei der kommenden Bundestagswahl 2025. Wer etwas anderes glaubt ist naiv und unterschätzt erneut Rechte Politiker*innen.
  • Direktlink »
#2 TrekieAnonym
  • 13.10.2022, 14:25h
  • Ach schön, da kann sich das braune Pack in der Opposition ja parteiübergreifend die Hände reichen.
    Na Frau klöckner, schon was gemerkt? Oder immernoch begeisterte Reisende auf dem braunen Zug zum braunen rechten Rand?
    Achja, ihr Parteibuch sagt ja sie sind schon längst da angekommen...
  • Direktlink »
#3 KopfschüttelAnonym
  • 13.10.2022, 14:31h
  • Ja, die CDU hat ja schon vor der Niedersachsen-Wahl Werbung für die AFD gemacht... nach der verlorenen Wahl nun umso mehr. Aber natürlich ist das nur ein verbaler Mausrutscher.
  • Direktlink »