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- 16. Februar 2006 1 Min.
Moskau (queer.de) - Die Stadt Moskau will den im Mai geplanten CSD auf jeden Fall verhindern. Das sagte Sergej Tsoi, der Pressesprecher von Bürgermeister Juri Luschkow, der Nachrichtenagentur Interfax. "Der Bürgermeister von Moskau hat klar gesagt, dass die Stadt keine Schwulenparade in welcher Form auch immer dulden wird", so Tsoi. "Jeden Versuch, eine solche Parade zu organisieren, werden wir unterdrücken." CSD-Mitorganisator Nikolai Aleksejew kündigte im Falle eines Verbots rechtliche Schritte an: "Die russische Verfassung garantiert jedem Bürger Russlands das Recht, sich zu treffen und zu demonstrieren. Das schließt Schwule und Lesben ein." Gestern eskalierte der Konflikt, als Großmufti Talgat Tadschuddin indirekt zum Mord an Schwulen aufgerufen hatte (queer.de berichtete). Andere religiöse Vertreter haben sich von der harten Rhetorik des Muftis distanziert, jedoch nicht von seiner Ablehnung von Homosexualität. So sprach sich Mufti Nafgulla Aschirow beim Radiosender "Echo Moskvy" gegen Gewalt aus, sagte aber, dass "schwule Paraden keinen Platz im Leben von normalen Menschen" haben sollten. Auch der Patriarch der Orthodoxen Kirche sagte, dass die es sich bei CSDs um Kampagnen handelten, die "die russische Nation pervertieren". Berl Lazar, jüdischer Hauptrabbiner Russlands, bezeichnete Schwule als "sexuell Perverse". Darin seien sich die Gläubigen aller Religionen im Land einig, so Lazar zu Interfax. (dk)















Deshalb reden 'Geisltiche' dort besonders gerne dummes Zeug und kommen sich dabei noch wahnsinnig wichtig vor.
Gerade der Großrabinner sollte sich ein Beispiel an seinem Glaubensgenossen Prof. Dr. Ernst Cramer nehmen, der bei seiner Rede zum Holocaust-Gedenken im Reichstag kürzlich die schwulen und lesbischen Nazi-Opfer ausdrücklich gewürdigt hat. Er warb für Toleranz. Die Vertreter des deutschen Judentums tun dies übrigens ständig. Aber das scheint in die Weiten des Ostens noch nicht vorgedrungen zu sein...