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George Arison

Trump-Fan wird Grindr-Chef: Boykottaufrufe in sozialen Medien

Der neue CEO von Grindr unterstützt queerfeindliche Politiker. Jetzt trendet der Hashtag #DeleteGrindr.


Viele Nutzer wollen Grindr den Rücken kehren (Bild: Ivan Radic / flickr)

  • 14. Oktober 2022, 11:10h 27 2 Min.

Vor einem Monat kündigte die amerikanische Dating-App Grindr an, dass der offen schwule George Arison neuer Vorstandschef des Konzerns wird. Der 45-Jährige wird sein Amt am kommenden Mittwoch antreten. Gegen diese Personalie gibt es nun Widerstand: Die letzten Tagen sind Tweets des Investors verbreitet worden, in denen er queerfeindliche konservative Politiker unterstützt, darunter auch Ex-Präsident Donald Trump. Daraufhin gab es viele Boykottaufrufe – der Hashtag #DeleteGrindr trendete auf Twitter.


George Arison wird neuer CEO von Grindr (Bild: Web Summit / wikipedia)

In einem von Arisons Tweets aus dem Jahr 2020 heißt es etwa: "Ich bin ein Konservativer und stimme in manchen Punkten Trumps Politik zu." Erst im Februar diesen Jahres setzte er sich zudem dafür ein, dass sich der Republikaner Glenn Youngkin, der Gouverneur des Bundesstaates Virginia, für das Präsidentenamt bewirbt. Youngkin gilt als einer der homophobsten Landeschefs der USA – so sprach er sich etwa dafür aus, dass Schulen schwule, lesbische oder trans Schüler*innen vor ihren Eltern outen müssen. Außerdem setzte er sich dafür ein, das Ehe-Verbot für gleichgeschlechtliche Paare wieder einzuführen.

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"Wie kann jemand 'leidenschaftlich für Homosexuellenrechte und -freiheiten kämpfen', während er eine Partei unterstützt, die nicht nur versucht, diese Rechte wegzunehmen, sondern auch jene erniedrigt, die wie er out sind, und außerdem Eltern und Lehrer bestrafen will, die homosexuelle Kids unterstützen?", fragte etwa ein Twitter-Nutzer. "Fühlt ihr euch sicher, persönliche Daten auf der App mit jemandem zu teilen, der sich nicht um LGBTQ-Rechte und sexuelle Freiheit schert?", heißt es in einem anderen Twitter-Profil.

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Arison gründete 2014 das erfolgreiche Portal Shift, einem Marktplatz für den Verkauf von Gebrauchtwagen. Er investiert außerdem in mehrere Startups. Privat ist er seit 2019 mit einem Mann verheiratet. Die beiden ziehen zwei Kinder groß, die eine Leihmutter auf die Welt gebracht hatte.

Grindr hatte erst im Frühjahr angekündigt, an die Börse gehen zu wollen (queer.de berichtete). Der Wert des Unternehmens wird mit 2,1 Milliarden Dollar bewertet. Das 2009 gegründete Startup ist eigenen Angaben zufolge profitabel.

Zuletzt gab es allerdings mehrfach Kritik an Grindr wegen lascher Handhabung beim Datenschutz. Dafür wurde das Unternehmen letztes Jahr von der norwegischen Datenschutzbehörde mit einer Strafzahlung in Höhe von umgerechnet sechs Millionen Euro belegt (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 DatenvermeidungAnonym
  • 14.10.2022, 15:11h
  • Huch, na sowas. Zeigt sich mal wieder, dass Schrems mit seinen von vielen (leider) belächelten und verächtlich gemachten Klagen gegen die Nutzung von IT-Diensten unsicherer Drittstaaten (US of A inklusive) in Europa genau den richtigen Weg geht. Bezieht sich natürlich nicht nur auf Grindr, sondern auf alle dieser Dienste wie Hatebook, Zwitscher, blueTube & Co.
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#2 SebiAnonym
  • 14.10.2022, 15:42h
  • #DeleteGrindr

    Mehr ist dazu nicht zu sagen.

    Es gibt genug andere, in vielen Aspekten sogar bessere, Dating-Apps für jeden Geschmack und jede Nische.
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#3 JhaxAnonym
  • 14.10.2022, 16:03h
  • ... und gelöscht. Bin ohnehin meist in anderen Netzen unterwegs.
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