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"Gegen jede Form von Transfeindlichkeit"

Evangelische Frauen sprechen sich für Selbst­bestimmungs­gesetz aus

Der Dachverband von evangelischen Frauen lobt die Bundesregierung für ihr Vorhaben, die Diskriminierung von trans Menschen abzubauen. Die Kirche müsse bei diesem Thema mehr tun.


Transflaggen: Die evangelischen Frauen stellen sich hinter geschlechtliche Minderheiten (Bild: Ted Eytan / flickr)
  • 14. Oktober 2022, 12:08h 4 2 Min.

Der Verein Evangelische Frauen in Deutschland (EFiD), ein Dachverband von 40 evangelischen Frauenorganisationen, hat sich in einem Positionspapier (PDF) für das Selbstbestimmungsgesetz der Ampel-Regierung ausgesprochen. Das Papier war Donnerstag bei einer Mitgliederversammlung in Hannover beschlossen worden.

"Transgeschlechtliche Menschen gehören zu den am meisten diskriminierten Gruppen in Deutschland. Das Transsexuellengesetz ist Bestandteil dieser Diskriminierung, weil es unter anderem entwürdigende Verhöre durch Psychiater vorschreibt", erklärte EFiD-Chefin Susanne Kahl-Passoth. "Das Eintreten für Geschlechtergerechtigkeit heißt für uns evangelische Frauen auch, dass wir uns gegen jede Form von Transfeindlichkeit stellen – auch wenn sie aus feministischen Reihen kommt. Wir setzen uns ein für die Verabschiedung eines Selbstbestimmungsgesetzes."

Das Selbstbestimmungsgesetz sollte eigentlich noch in diesem Jahr beschlossen werden, verzögert sich aber (queer.de berichtete). Derzeit gibt es dagegen viel Widerstand nicht nur von Seiten von Union und AfD, sondern auch von Feministinnen wie Alice Schwarzer (queer.de berichtete). Zudem gibt es vermehrt Kampagnen gegen trans Menschen: So machte Ex-Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) diese Woche Stimmung, indem sie einen Text über trans Menschen im Regenbogenportal der Bundesregierung mit den Worten "Das ist doch irre" kritisierte (queer.de berichtete).

"Selbstkritische Reflexion" innerhalb der Kirche gefordert

Die evangelischen Frauen betonten auch, dass auch in der Kirche noch viel zu tun sei: Das Positionspapier fordert etwa eine "selbstkritische Reflexion transfeindlicher Haltungen und Handlungen". "Aus unserer Sicht gehört es zur Aufgabe der Kirche, sowohl Bildungsveranstaltungen zum Thema 'Transgeschlechtlichkeit und evangelischer Glaube' anzubieten als auch trans* Menschen zu begleiten", erklärte dazu die EFiD-Vizevorsitzende Angelika Weigt-Blätgen. "Wir brauchen Rituale und Kasualien für transgeschlechtliche Menschen und ihre Angehörigen, um Transitionsprozesse spirituell zu gestalten. Unser Positionspapier macht deutlich, dass es höchste Zeit ist für die Kirche, hier aktiv zu werden." (dk)

-w-

#1 Two SpiritsAnonym
  • 14.10.2022, 16:38h
  • Interessant !
    Ist die Kirche da weiter als so manche Frauen Edel-Organisation.
    Bei der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes e. V. (TDF) beitreten möchte, um sich aktiv für Frauenrechte einzusetzen, da gibt es als Transfrau gegenüber dieser Edel Organisation der CIS Frauen überhaupt keine Rechte.

    Angst vor Transfeindlichkeit Der Streit bei Terre des Femmes spitzt sich zu

    Viele Bedenken und Konsequenzen waren schon im verabschiedeten Positionspapier von Terre des Femmes im September 2020 formuliert worden. Doch dann änderte sich zeitnah zum Gesetzesvorschlag der Grünen, zur geschlechtlichen Selbstdeklaration, bei einem Teil des TDF-Vorstands der Standpunkt. Die Vorstandsmehrheit ließ am 17. August auf der TDF-Webseite die Rücknahme der Position verlautbaren:

    "Die Mehrheit des TDF-Vorstands distanziert sich von dem Positionspapier 'Transgender, Selbstbestimmung und Geschlecht' und weist die Geschäftsführung an, dieses Positionspapier von der Website zu nehmen."

    Wenn sich ein jeder sich das Rechtsgutachten gegen den Vorstand ansieht, dieser Frauenvereinigung dabei die Worte liest " Das teilweise Zurückrudern des (Mehrheits-)Vorstands unter dem öffentlichen Druck in einer
    weiteren Vorstandsentscheidung vom 10. August 2022, in dem sich der Vorstand nurmehr
    von dem Positionspapier distanziere, es aber weiterhin nicht auf der Website veröffentlicht
    wird als feudales Grundverständnis seiner Handlungsmacht bewertet: Weder Vorstand
    noch Geschäftsführung sind Feudalherrscher über den Verein, sondern Diener und
    Exekutivorgan des Willens der Mitfrauenversammlung

    Fragt sich eine Transfrau PostOP was da für eine Bombe gegen uns gebaut wurde.

    Ich empfinde es als erschütternd an wie wir Transfrauen / PostOp gesehen werden und Missachtet werden sollen. Da fallen mir alle Bezüge in die in den späten zwanziger Jahren des vergangen Jahrhunderts ein. Oder hat das nie geendet ?

    Es geht darum das es nicht Leichtfertig getan wird. Es steckt in einem drin wie ein Ding das raus möchte: Aus Angst vor Entdeckung wird es versteckt, verdeckt, vergraben aber dennach will es ans Licht. Plötzlich steht man Mutterseelen allein da, ohne Hilfe und Schutz. Zumindest wollte ich nichts andres als die Angleichungsoperation um meiner Seele den Frieden zugeben. Die Unverständnis, den Hass , die Ablehnung meines handels haben doch sehr überrascht und überrascht mich heute. Vor allem von CIS Menschen.
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#2 canSarahAnonym
  • 14.10.2022, 18:15h
  • Antwort auf #1 von Two Spirits
  • Die Cis-Gesellschaft missachtet im Allgemeinen trans leute, egal ob Non/Pre/Postop. Die meisten Cis sind so arrogant und eingebildet, sie nehmen nicht mal trans leute als Menschen wahr, pathologisieren uns ohne ende, man könne als trans Person es nicht wirklich wissen, wer man ist und bräuchte am Besten überall psychologische Begleitung. Vll ist man besser dran wenn man ein gutes Passing hat. Aber man braucht seinen Willen 2-3 mal von einem cis gender Menschen bekundet, bevor man ernstgenommen wird. Als TdF und anderen Femenistinnen man tritt lieber nach unten als dass man trans Leuten hilft. Es fehlt der Gesellschaft die Empathie, viel lieber lässt man LGBT alleine. Hauptsache Malle
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#3 canSarahAnonym
  • 14.10.2022, 18:39h
  • Das hilft leider alles vor der mächtigen Psychologenlobby und so genannten Feministen nicht. Die werden genug sich auzdenken, um unseren Willen zu brechen. Oder eher bricht die Koalition am Vorhaben. Es gibt ja genug LGBT-Abgeordnete, ja mal für uns sprechen könnten.
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