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Spice Up Your Gay Life
Mel C: Spice Girls standen für "Gay Power"
Sporty Spice stellt klar, dass die erfolgreichste britische Girlband nicht nur für "Girl Power" stand.
- 17. Oktober 2022, 08:03h 2 Min.
Die Spice Girls sind laut Bandmitglied Melanie C weit mehr als nur eine Musikgruppe für Mädchen: "Jede Person kann bei unserer Bande dabei sein. Es ging nicht nur um Girl Power, es ging um Gay Power", so die als Sporty Spice bekannt gewordene Sängerin laut "Daily Mirror".
Anlass für die Äußerung war die Verleihung des "Honorary Gay Awards" (Ehren-Gay-Preis) durch die queere Zeitschrift "Attitude" an die 48-Jährige. Damit ehrte das Magazin auch den Einsatz der Sängerin für queere Rechte.
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Mel C stellte auch klar, dass ihr Lesbengerüchte um ihre Person in den Neunzigerjahren nichts ausgemacht hätten: "Ich hatte kein Problem damit, dass Leute dachten, ich wäre lesbisch. Wenn dem so wäre, na und? Das ist ja nichts Schlechtes, es ist vielmehr etwas Tolles." Ferner erklärte sie: "Allen Spice Girls war die Unterstützung der LGBTQI-Community immer bewusst." So hätte es viele junge Fans gegeben, "auch solche, die ihr Coming-out noch nicht hinter sich hatten oder nicht voll verstanden haben, wer sie sind." Auch daher habe die Band nicht nur auf "Girl Power", sondern auf Inklusivität gesetzt.
Mel C kritisiert Katar-WM
Als begeisterter Fußballfan kritisierte Mel C auch die WM im Verfolgerstaat Katar: "Sie können es drehen und wenden und behaupten, sie versuchten etwas zu verändern", so die Sängerin über die Fifa. "Aber das ist Blödsinn. Es geht um Geld." Dabei kritisierte sie indirekt auch David Beckham, den Ehemann von Mit-Spice-Girl Victoria Beckham (alias Posh Spice). Der Ex-Fußballstar wurde 2021 zur Werbefigur für Katar – und erhält dabei laut Medienberichten eine fürstliche Entlohnung in Höhe von rund 180 Millionen Euro (queer.de berichtete).
Mel C besuchte vergangen Sommer auch bei der Fußball-EM der Frauen in England. Das Heimteam holten im Sommer in London ihren ersten Europameisterschaftstitel im Endspiel gegen Deutschland. "Natürlich bin ich eine großer Unterstützerin des englischen Teams, egal welchen Geschlechts", sagte sie. Aber es sei im Falle von Katar "hart, hinter dem Team zu stehen, wenn man weiß, woher das Geld kommt". (dk)
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